- Problemstellung: Firefox hat eine neue Werbe-Tracking-Funktion ohne Zustimmung der Nutzer aktiviert
- Vergleich: Chrome aktiviert Werbe-Tracking nur nach Zustimmung der Nutzer, Firefox hingegen hat es per Software-Update automatisch aktiviert
Ethische Probleme von Werbe-Tracking-Technologien
- Technischer Unterschied: Drittanbieter-Cookies waren eine nützliche Technologie, neue Tracking-Technologien wurden jedoch von Anfang an für Werbetreibende entwickelt
- Moralisches Problem: Die Art der Implementierung bei Firefox ist schlimmer als bei Chrome
Differential Privacy und Datenanonymisierung
- Differential Privacy: Google und Firefox behaupten, mithilfe von Differential Privacy handele es sich nicht um Tracking, tatsächlich liefert dies Werbetreibenden jedoch lediglich weniger Informationen
- Problem der Anonymisierung: Auch anonymisierte Daten lassen sich oft erneut identifizieren
Sprachliche Probleme in der Werbe-Tracking-Politik
- Sprachgebrauch: Die Erklärungen von Google und Firefox zu ihren Werbe-Tracking-Richtlinien sind irreführend
- Rolle einer Non-Profit-Organisation: Firefox sollte als Non-Profit-Organisation höhere ethische Standards einhalten
Weitere Probleme mit der Werbe-Tracking-Funktion von Firefox
- Datentransparenz: Firefox informiert Nutzer nicht darüber, welche Daten erfasst oder gemeldet werden
- Eingeschränkter Zugriff: Derzeit können nur wenige Partner-Websites diese Funktion nutzen
Jüngste Veränderungen bei Mozilla
- Übernahme eines Werbeunternehmens: Mozilla hat kürzlich ein Werbeunternehmen übernommen
- Veränderungen im Vorstand: Es gibt Kritik an den jüngsten Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands
Zusammenfassung
- TLDR: Am Ende der Firefox-Datenschutzeinstellungen wurde die Funktion „Werbemessung mit Datenschutz“ hinzugefügt; es wird empfohlen, sie zu deaktivieren oder zu einem Browser zu wechseln, der mehr Wert auf Privatsphäre legt
Empfehlungen für alternative Browser
- LibreWolf: Ein Fork von Firefox, der Privatsphäre und Sicherheit in den Vordergrund stellt
- AdNauseum: Eine Browser-Erweiterung, die Werbung blockiert und anklickt, um Werbeüberwachung zu stören
Zusammenfassung von GN⁺
- Artikelzusammenfassung: Kritik daran, dass Firefox ohne Zustimmung der Nutzer eine neue Werbe-Tracking-Funktion aktiviert hat, sowie Empfehlungen für alternative Browser
- Relevanter Hintergrund: Die Grenzen von Differential Privacy und Datenanonymisierung sowie jüngste Veränderungen bei Mozilla
- Interessanter Punkt: Diskussion über die Rolle von Firefox als Non-Profit-Organisation und die dafür geltenden ethischen Standards
- Empfohlene Alternativen: LibreWolf, AdNauseum, Mullvard Browser usw.
5 Kommentare
Ich weiß nicht genau, was mit „Privacy-preserving ad measurement“ gemeint ist … Liest man nur den Satz, bedeutet er, dass Werbung erlaubt wird, die die Privatsphäre schützt, und als Formulierung an sich ist das kein Problem, aber ich weiß eben nicht, was dahintersteckt.
Unabhängig davon hoffe ich eher, dass Firefox irgendwie überlebt, statt an solchen Kontroversen zugrunde zu gehen. Die Diktatur von Chrome ist nämlich noch viel schlimmer.
Am liebsten wäre mir, wenn es wie bei Chrome/Chromium mehr Nutzer gäbe, die zu Firefox und anderen Forks wechseln.
Gibt es einen vertrauenswürdigen, gut gepflegten Browser auf Firefox-Basis? Ich nutze Firefox Container schon so lange und so gut, dass es mir schwerfällt zu wechseln ... schluchz
https://medium.com/@mihirgrand/…
Wie wäre es, wenn Sie eines von diesen vier auswählen: LibreWolf, WaterFox, Floorp oder Mercury?
Ladybird Webbrowser – wird mit 1 Million Dollar vom GitHub-Gründer zur Non-Profit-Organisation
In diesem Beitrag wurde gesagt, dass ein Browser nötig ist, der frei vom Einfluss der Werbung ist – und genau das wird hier gerade zum Thema.
Hacker-News-Kommentare
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