- Ladybird ist ein neuer Webbrowser und eine neue Web-Engine
- Das Ziel ist, das moderne Web mit Fokus auf Webstandards mit hoher Performance, Stabilität und Sicherheit zu rendern
- Begann als HTML-Viewer des SerenityOS-Projekts und hat sich inzwischen zu einem plattformübergreifenden Browser entwickelt, der verschiedene Unix-basierte Systeme wie Linux und macOS unterstützt
- Derzeit in aktiver Entwicklung; die erste Alpha-Version ist für 2026 geplant
Was Ladybird einzigartig macht
- Echte Unabhängigkeit: Es wird kein Code anderer Browser verwendet. Stattdessen wird eine neue Engine auf Basis von Webstandards entwickelt
- Ein klarer Fokus: Konzentration ausschließlich auf den Webbrowser
- Keine Monetarisierung: Es werden keine Methoden zur Monetarisierung von Nutzern eingesetzt, etwa „Default-Search-Deals“ oder Krypto-Token
Häufig gestellte Fragen
- Veröffentlichungstermin: Die erste Alpha-Version für Linux und macOS ist für den Sommer 2026 geplant
- Aktuelle Teamgröße: Derzeit arbeiten 4 bezahlte Vollzeit-Ingenieure daran, außerdem tragen viele Freiwillige bei
- Einstellungspläne: Bald sollen 3 neue Vollzeit-Ingenieure dazukommen; das Ziel ist, das Team in einem angemessenen Tempo wachsen zu lassen
- Unabhängigkeit: Es wird kein Code anderer Browser-Engines verwendet. Es kommen zwar Third-Party-Bibliotheken zum Einsatz, aber die Engine wird selbst entwickelt
- Windows-Unterstützung: Derzeit arbeitet niemand aktiv an der Windows-Unterstützung; dafür sind Änderungen nötig, damit es auch außerhalb Unix-basierter Umgebungen gut funktioniert
- Mobile Unterstützung: Derzeit arbeitet niemand aktiv an einem Android- oder iOS-Port; sobald die Desktop-Version stabil ist, soll mehr Aufwand in Mobile fließen
- Sponsoring-Stufen: Platinum $100,000, Gold $50,000, Silver $10,000, Bronze $5,000
- Wahrung der Unabhängigkeit: Alle Sponsorings erfolgen als ungebundene Spenden; Einfluss wie etwa Sitze im Vorstand wird nicht verkauft
- Warum C++ verwendet wird: Da das Projekt als Teil von SerenityOS begann, wird C++ verwendet. Heute wird als unabhängiges Projekt auch die Nutzung anderer Sprachen evaluiert
Meinung von GN⁺
- Ladybird ist ein ambitioniertes Projekt zum Aufbau einer unabhängigen Webbrowser-Engine. Das vermeidet Abhängigkeiten von bestehenden Browser-Engines und eröffnet die Chance auf bessere Performance und Sicherheit
- Als gemeinnützige Organisation, der das offene Web wichtig ist, wirkt es beeindruckend, dass auf Methoden zur Monetarisierung von Nutzern verzichtet wird
- Der Fokus liegt derzeit vor allem auf Desktop-Umgebungen, doch mobile Unterstützung ist für die Zukunft geplant, was das Potenzial für den Einsatz auf verschiedenen Plattformen erhöht
- Obwohl es mit C++ begonnen hat, wird ein Wechsel zu anderen Sprachen erwogen, was technische Flexibilität zeigt
- Vergleichbare Projekte mit ähnlicher Funktion sind Firefox und Chromium; wichtig ist, die Unterschiede zu diesen genau zu betrachten
2 Kommentare
Ladybird – neues plattformübergreifendes Browserprojekt
Ladybird-Fork und Rücktritt als SerenityOS-BDFL
Das Projekt läuft jetzt im zweiten Jahr und ist nun vollständig eigenständig ausgegliedert.
Allerdings ist ein Alpha-Release erst im Sommer 2026 schon noch ziemlich weit weg. Entscheidend wird sein, ob das Interesse und die Unterstützung bis dahin erhalten bleiben.
Hacker-News-Kommentare