2 Punkte von GN⁺ 2024-06-04 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Abspaltung des Browserprojekts Ladybird und Rücktritt von der Führungsrolle bei SerenityOS

Trennung der beiden Projekte

  • Das SerenityOS-Projekt wurde 2018 gestartet
  • SerenityOS ist zu einer großen Open-Source-Community mit mehr als 1.000 Mitwirkenden weltweit gewachsen
  • In den letzten zwei Jahren lag der Fokus auf einem neuen Webbrowser namens Ladybird
  • Ladybird begann ursprünglich als HTML-Viewer für SerenityOS, wurde aber 2022 zu einem plattformübergreifenden Projekt

Gründe für die Trennung der beiden Projekte

  • Derzeit teilen sich zwei Gruppen dieselben Ressourcen und dieselbe Infrastruktur
    • die Gruppe, die ein Desktop-Betriebssystem entwickelt
    • die Gruppe, die einen plattformübergreifenden Webbrowser entwickelt
  • Die Interessen der beiden Projekte entwickeln sich zunehmend auseinander, daher ist eine Trennung notwendig
  • Es wurde entschieden, Ladybird als eigenständiges Top-Level-Projekt auszugliedern

Änderungen bei Ladybird

  • Die Entwicklung von Ladybird findet nun in einem neuen GitHub-Repository statt
  • Die tägliche Kommunikation erfolgt nun auf einem neuen Ladybird-Discord-Server
  • Ladybird richtet sich nun an Linux und macOS (SerenityOS ist kein Ziel mehr)
  • Anders als SerenityOS wird Ladybird künftig das breitere Open-Source-Ökosystem nutzen

Änderungen bei SerenityOS

  • Der Fokus auf den Bau eines Webbrowsers entfällt
  • „Spaßiges Software-Hacking mit Freunden“ wird wieder zum Hauptziel
  • Die künftige Richtung hängt von der Community ab

Meinung von GN⁺

  • Wachstum der Community: Die Trennung der beiden Projekte bietet die Möglichkeit, dass sich jedes Projekt gezielter weiterentwickeln kann.
  • Entwicklungseffizienz: Wenn beide Projekte unabhängig betrieben werden, lassen sich Ressourcen und Infrastruktur effizienter nutzen.
  • Technische Vielfalt: Da Ladybird das breitere Open-Source-Ökosystem nutzt, kann es vielfältigere Technologien aufnehmen.
  • Autonomie der Community: Die SerenityOS-Community erhält die Möglichkeit, das Projekt eigenständig weiterzuführen.
  • Zukünftiges Potenzial: Da sich beide Projekte stärker auf ihre jeweiligen Ziele konzentrieren, sind bessere Ergebnisse zu erwarten.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-04
Hacker-News-Kommentare
  • Der Ladybird-Browser von SerenityOS wurde auf Linux und macOS als Zielplattformen umgestellt. Es stellt sich die Frage, warum die Unterstützung für SerenityOS eingestellt wurde.
  • Es gibt Fragen dazu, wie das neue Ladybird-Projekt mit dem bisherigen Ladybird-Browser von SerenityOS zusammenhängen wird. Wenn beide Projekte denselben Namen verwenden, könnte das zu Verwirrung führen.
  • Es wird betont, dass Andreas ein positiver Mensch ist, und man freut sich, dass dieser Fork nicht als negatives Ereignis wahrgenommen wird.
  • Andreas wird als hervorragender Coder und Community-Builder gelobt. Wahrscheinlich begeistert er sich noch stärker für die Browserentwicklung.
  • SerenityOS ist vor allem ein Projekt für Menschen, die schon den Programmierprozess selbst genießen; es geht weniger um das Ergebnis als um die Freude am Coden und darum, zu zeigen, was möglich ist.
  • Der YouTube-Kanal von Andreas Kling wird empfohlen, da er monatliche Updates zur Entwicklung des Ladybird-Browsers bietet.
  • Als jemand, der die SerenityOS-Videos auf YouTube gern gesehen hat, bedauert man, dass Ladybird nicht mehr zu den Zielplattformen von SerenityOS gehört.
  • Dieser Fork ist auf sehr herzliche und positive Weise erfolgt, sodass man Lust bekommt, zu Ladybird oder SerenityOS beizutragen.
  • Ladybird erhält mehr Aufmerksamkeit als SerenityOS, und der Browser hat das Potenzial, deutlich mehr Menschen zu erreichen.
  • Als GitHub-Sponsor von Andreas fragt man sich, ob sich die Unterstützung künftig nur noch auf Ladybird konzentrieren wird. Da das Interesse stärker beim Browser liegt, plant man, die Förderung fortzusetzen.
  • Diese Entscheidung könnte Ressourcen freisetzen und mehr Fokus auf das eigentliche OS ermöglichen. Wenn SerenityOS auf Embedded-Plattformen wie ARM oder RISC-V portiert wird, könnte es noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.