Warum ich Ladybird unterstütze
- Chrome beherrscht das Web
- Firefox könnte eine Alternative sein, aber Mozilla erlaubt keine Unterstützung
- Durch die Unterstützung von Ladybird soll gezeigt werden, dass ein von Nutzern finanzierter Webbrowser möglich ist
Die Bedeutung von Browser-Vielfalt
- Ein gesundes Web-Ökosystem braucht mehrere konkurrierende Browser
- So wie Firefox in den 1990er Jahren die Dominanz von Microsofts Internet Explorer durchbrach
- Derzeit hält Chrome mehr als 65 % Marktanteil, mit Edge zusammen sind es über 70 %
- Google kann Änderungen wie "Manifest V3" durchdrücken, die Adblocker unwirksam machen
Die verpasste Chance der Werbebranche
- Die Online-Werbeindustrie hat eine Chance verpasst
- Auch nutzerfeindliche Funktionen wie "Encrypted Media Extensions" sind ein Problem
Warum Mozilla keine Unterstützung für Firefox erlaubt
- Laut den FAQ der Mozilla Foundation wird Firefox von der Mozilla Corporation gepflegt
- Dort heißt es: "Firefox erzielt seine Einnahmen hauptsächlich über Suchpartnerschaften, aber der Großteil dieser Einnahmen wird wieder in das Unternehmen investiert"
- Das heißt, der größte Teil der Einnahmen der Mozilla Corporation stammt aus der Suchpartnerschaft mit Google
- Damit kommt die wichtigste Einnahmequelle von Firefox zugleich von einem direkten Konkurrenten, und Mozilla scheint kaum in der Lage zu sein, das zu ändern
- Mozilla ist nicht der „einfach nur ein Browser“, den Nutzer wollen, die Werbung und Cross-Promotion leid sind
- Es gab viele Kontroversen, etwa um das Mr. Robot-Addon, gesponserte Links in der Adressleiste und die Integration von "Pocket"
- Die Mozilla Corporation erlaubt keine Nutzerunterstützung für Firefox
- Beim Mail-Client Thunderbird ist das möglich
- Es ist befremdlich, dass offenbar kein Weg gefunden wurde, dies innerhalb der Unternehmensstruktur umzusetzen
Ladybird
- Ladybird begann als Webbrowser von SerenityOS
- Am 3. Juni 2024 wurde es als eigenständiges Projekt ausgegliedert
- Ziel ist die Browser-Entwicklung als gemeinnützige Organisation
- Die erste Alpha-Version ist für 2026 geplant
- Mit Unterstützung kann man die Entwicklung fördern
Zusammenfassung von GN⁺
- Dieser Beitrag betont die Bedeutung von Browser-Vielfalt im Web
- Er weist auf die Marktdominanz von Chrome und die Probleme bei Mozilla hin
- Das Ladybird-Projekt zeigt das Potenzial eines von Nutzern finanzierten Browsers
- Für ein gesundes Web-Ökosystem werden verschiedene Browser benötigt
- Ein Projekt mit ähnlichen Funktionen ist der Brave-Browser
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