- Laut den NHTSA-Unfallberichten und den von Tesla veröffentlichten Fahrleistungsdaten ist die Unfallrate der in Austin eingesetzten Tesla-Robotaxis bis zu 9-mal höher als die von menschlichen Fahrern
- Von Juli bis November 2025 wurden insgesamt 9 Unfälle gemeldet; bei einer kumulierten Fahrleistung von rund 500.000 Meilen entspricht das einem Unfall pro 55.000 Meilen
- Trotz Sicherheitsmonitoren (Mitfahrern) in allen Fahrzeugen zeigte sich eine hohe Unfallrate
- Waymo hält trotz vollständig fahrerlosem Betrieb eine niedrigere Unfallrate als der menschliche Durchschnitt aufrecht und veröffentlicht transparente Unfallberichte
- Teslas intransparente Unfallbehandlung und schwache Sicherheitsleistung werden als ernstes Problem für die Glaubwürdigkeit des Robotaxi-Geschäfts bezeichnet
NHTSA-Daten und die Unfallsituation bei Teslas Robotaxis
- Laut den Berichten der Standing General Order der NHTSA wurden zwischen Juli und November 2025 in Austin 9 Unfälle im Zusammenhang mit Tesla-Robotaxis gemeldet
- Juli: Kollision mit einem SUV, Kollision mit einem festen Objekt (mit leichten Verletzungen), Kollision mit einem SUV beim Rechtsabbiegen
- September: Kollision mit einem Radfahrer, Kollision mit einem Tier (bei 27 mph), Auffahrunfall beim Rückwärtsfahren (6 mph), Kollision mit einem festen Objekt auf einem Parkplatz
- Oktober: Unfall bei 18 mph
- November: Kollision beim Rechtsabbiegen
- Laut Teslas Ergebnisbericht für das 4. Quartal 2025 beträgt die kumulierte Fahrleistung der Robotaxis etwa 500.000 Meilen
- Daraus ergibt sich ein Unfall pro 55.000 Meilen
- Laut NHTSA-Statistik verursachen menschliche Fahrer im Durchschnitt einen polizeilich gemeldeten Unfall pro 500.000 Meilen; einschließlich nicht polizeilich gemeldeter Unfälle liegt der Wert bei etwa einem pro 200.000 Meilen
- Damit verzeichnen Teslas Robotaxis eine etwa 9-mal höhere Unfallrate als Menschen
Hohe Unfallrate trotz Sicherheitsmonitoren an Bord
- In allen Tesla-Robotaxis sitzt ein Sicherheitsmonitor (Mitfahrer), der sofort eingreifen kann
- Obwohl es sich nicht um vollständig autonomes, sondern um überwachten Betrieb handelt, liegt die Unfallrate deutlich über der von menschlichen Fahrern
- Waymo fährt vollständig fahrerlos ohne Sicherheitsmonitor und hält bei mehr als 125 Millionen gefahrenen Meilen eine niedrigere Unfallrate als der menschliche Durchschnitt
- Das Beispiel von Waymo zeigt den Kontrast zwischen der Sicherheit vollständig autonomer Fahrsysteme und Teslas relativer Schwäche
Problem mangelnder Transparenz
- In den NHTSA-Daten sind bei Tesla sämtliche Unfallbeschreibungen vollständig als “[REDACTED, MAY CONTAIN CONFIDENTIAL BUSINESS INFORMATION]” geschwärzt
- Konkrete Umstände der Vorfälle, etwa bei Kollisionen mit Radfahrern, Unfällen mit leichten Verletzungen oder Kollisionen mit Tieren, werden überhaupt nicht offengelegt
- Wettbewerber wie Waymo und Zoox veröffentlichen dagegen detaillierte Beschreibungen zu jedem Unfall
- Beispiel: klar dokumentierte Fälle, in denen ein Waymo-Fahrzeug im Stillstand von hinten angefahren wurde
- Teslas intransparente Haltung macht es unmöglich zu prüfen, ob Unfallursachen analysiert und Sicherheitsverbesserungen umgesetzt werden
- Im Artikel wird als Beispiel für Waymos transparente Offenlegung eine detaillierte Beschreibung eines Unfalls mit einem Kind und des anschließenden Umgangs damit angeführt
- Das Waymo-Fahrzeug verzögerte sofort, um den Aufprall zu minimieren, und das Kind blieb unverletzt
- Waymo analysierte, dass die Reaktion schneller war als die eines menschlichen Fahrers
Bewertung von Electrek
- Im Oktober und November 2025 kam es zwar jeweils nur zu einem Unfall, was auf gewisse Anzeichen einer Verbesserung hindeutet, insgesamt bleibt das Niveau jedoch besorgniserregend
- In den Leserkommentaren wird darauf hingewiesen, dass die Zahl der Eingriffe durch Sicherheitsmonitore nicht in die Statistik eingeflossen ist
- Im tatsächlichen fahrerlosen Betrieb könnte die Unfallrate daher noch höher liegen
- Eine Unfallrate von einem Unfall pro 55.000 Meilen erfüllt nicht die Anforderungen an die Kommerzialisierung von Robotaxis
- Damit Tesla als vertrauenswürdiger Robotaxi-Betreiber anerkannt werden kann, sind
- eine deutliche Verbesserung der Sicherheitsbilanz und
- eine transparente Offenlegung der Unfallursachen erforderlich
- Derzeit bleibt Tesla in beiden Punkten unter dem erforderlichen Niveau
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