4 Punkte von GN⁺ 2026-01-31 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Laut den NHTSA-Unfallberichten und den von Tesla veröffentlichten Fahrleistungsdaten ist die Unfallrate der in Austin eingesetzten Tesla-Robotaxis bis zu 9-mal höher als die von menschlichen Fahrern
  • Von Juli bis November 2025 wurden insgesamt 9 Unfälle gemeldet; bei einer kumulierten Fahrleistung von rund 500.000 Meilen entspricht das einem Unfall pro 55.000 Meilen
  • Trotz Sicherheitsmonitoren (Mitfahrern) in allen Fahrzeugen zeigte sich eine hohe Unfallrate
  • Waymo hält trotz vollständig fahrerlosem Betrieb eine niedrigere Unfallrate als der menschliche Durchschnitt aufrecht und veröffentlicht transparente Unfallberichte
  • Teslas intransparente Unfallbehandlung und schwache Sicherheitsleistung werden als ernstes Problem für die Glaubwürdigkeit des Robotaxi-Geschäfts bezeichnet

NHTSA-Daten und die Unfallsituation bei Teslas Robotaxis

  • Laut den Berichten der Standing General Order der NHTSA wurden zwischen Juli und November 2025 in Austin 9 Unfälle im Zusammenhang mit Tesla-Robotaxis gemeldet
    • Juli: Kollision mit einem SUV, Kollision mit einem festen Objekt (mit leichten Verletzungen), Kollision mit einem SUV beim Rechtsabbiegen
    • September: Kollision mit einem Radfahrer, Kollision mit einem Tier (bei 27 mph), Auffahrunfall beim Rückwärtsfahren (6 mph), Kollision mit einem festen Objekt auf einem Parkplatz
    • Oktober: Unfall bei 18 mph
    • November: Kollision beim Rechtsabbiegen
  • Laut Teslas Ergebnisbericht für das 4. Quartal 2025 beträgt die kumulierte Fahrleistung der Robotaxis etwa 500.000 Meilen
    • Daraus ergibt sich ein Unfall pro 55.000 Meilen
  • Laut NHTSA-Statistik verursachen menschliche Fahrer im Durchschnitt einen polizeilich gemeldeten Unfall pro 500.000 Meilen; einschließlich nicht polizeilich gemeldeter Unfälle liegt der Wert bei etwa einem pro 200.000 Meilen
    • Damit verzeichnen Teslas Robotaxis eine etwa 9-mal höhere Unfallrate als Menschen

Hohe Unfallrate trotz Sicherheitsmonitoren an Bord

  • In allen Tesla-Robotaxis sitzt ein Sicherheitsmonitor (Mitfahrer), der sofort eingreifen kann
  • Obwohl es sich nicht um vollständig autonomes, sondern um überwachten Betrieb handelt, liegt die Unfallrate deutlich über der von menschlichen Fahrern
  • Waymo fährt vollständig fahrerlos ohne Sicherheitsmonitor und hält bei mehr als 125 Millionen gefahrenen Meilen eine niedrigere Unfallrate als der menschliche Durchschnitt
  • Das Beispiel von Waymo zeigt den Kontrast zwischen der Sicherheit vollständig autonomer Fahrsysteme und Teslas relativer Schwäche

Problem mangelnder Transparenz

  • In den NHTSA-Daten sind bei Tesla sämtliche Unfallbeschreibungen vollständig als “[REDACTED, MAY CONTAIN CONFIDENTIAL BUSINESS INFORMATION]” geschwärzt
    • Konkrete Umstände der Vorfälle, etwa bei Kollisionen mit Radfahrern, Unfällen mit leichten Verletzungen oder Kollisionen mit Tieren, werden überhaupt nicht offengelegt
  • Wettbewerber wie Waymo und Zoox veröffentlichen dagegen detaillierte Beschreibungen zu jedem Unfall
    • Beispiel: klar dokumentierte Fälle, in denen ein Waymo-Fahrzeug im Stillstand von hinten angefahren wurde
  • Teslas intransparente Haltung macht es unmöglich zu prüfen, ob Unfallursachen analysiert und Sicherheitsverbesserungen umgesetzt werden
  • Im Artikel wird als Beispiel für Waymos transparente Offenlegung eine detaillierte Beschreibung eines Unfalls mit einem Kind und des anschließenden Umgangs damit angeführt
    • Das Waymo-Fahrzeug verzögerte sofort, um den Aufprall zu minimieren, und das Kind blieb unverletzt
    • Waymo analysierte, dass die Reaktion schneller war als die eines menschlichen Fahrers

Bewertung von Electrek

  • Im Oktober und November 2025 kam es zwar jeweils nur zu einem Unfall, was auf gewisse Anzeichen einer Verbesserung hindeutet, insgesamt bleibt das Niveau jedoch besorgniserregend
  • In den Leserkommentaren wird darauf hingewiesen, dass die Zahl der Eingriffe durch Sicherheitsmonitore nicht in die Statistik eingeflossen ist
    • Im tatsächlichen fahrerlosen Betrieb könnte die Unfallrate daher noch höher liegen
  • Eine Unfallrate von einem Unfall pro 55.000 Meilen erfüllt nicht die Anforderungen an die Kommerzialisierung von Robotaxis
  • Damit Tesla als vertrauenswürdiger Robotaxi-Betreiber anerkannt werden kann, sind
    1. eine deutliche Verbesserung der Sicherheitsbilanz und
    2. eine transparente Offenlegung der Unfallursachen erforderlich
  • Derzeit bleibt Tesla in beiden Punkten unter dem erforderlichen Niveau

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