8 Punkte von GN⁺ 2023-07-14 | 6 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Unternehmen wie Disney und Netflix sprechen sich gegen die von der Federal Trade Commission (FTC) vorgeschlagene Regel „Click to Cancel“ aus
  • Diese Regel verlangt, dass sich Abonnements bei Streaming-Diensten genauso leicht kündigen lassen müssen, wie Nutzer sie abschließen können
    • Eine Kündigung muss auf demselben Weg möglich sein wie die Anmeldung. Wer sich direkt online angemeldet hat, soll dafür nicht vor Ort erscheinen oder anrufen müssen
  • Die Unternehmen argumentieren, dass diese Politik Verwirrung stiften und Verbrauchern potenziell schaden könnte
  • Außerdem behaupten sie, die vorgeschlagene Regel sei unnötig und belastend, und sie böten bereits klare und einfache Kündigungsoptionen an
  • Die FTC ist überzeugt, dass diese Regel verhindern wird, dass Nutzern unerwünschte Abonnements in Rechnung gestellt werden
  • Der Ausgang dieses Streits könnte erhebliche Auswirkungen auf die Streaming-Branche und den Verbraucherschutz haben

6 Kommentare

 
kuroneko 2023-07-17

Ich halte das für wirklich notwendig. Noch immer scheinen viele Unternehmen auf zusätzliche Einnahmen aus Ausfällen zu setzen und machen es deshalb schwierig, ein Abo zu kündigen.

 
princox 2023-07-14

Der Kern scheint zu sein, dass Kündigen genauso einfach sein sollte wie Anmelden.

Umgekehrt macht man Abonnements vielleicht einfach nur absichtlich schwerer ..?

 
asdwqr 2023-07-14

Kostenlose vierwöchige Testphase zur Kündigung eines Abonnements

 
GN⁺ 2023-07-14
Hacker-News-Kommentare
  • In der Türkei gibt es eine Regierungs-App namens "e-Devlet", mit der Nutzer ihre Abonnements leicht kündigen können.
  • Bei Abo-Anbietern kann die Kündigung schwierig sein und möglicherweise einen Anruf oder ein eingeschränktes Kündigungsfenster erfordern.
  • Einige Länder wie Italien und die Niederlande setzen Gesetze um, die den Verbraucherschutz stärken und die Kündigung von Abonnements erleichtern.
  • Disney und Netflix lehnen den FTC-Vorschlag "Click to Cancel" ab, der die Kündigung von Abonnements erleichtern könnte.
  • Einige Nutzer sind der Ansicht, dass Kündigungen genauso einfach sein sollten wie Anmeldungen und dass erschwerte Kündigungsprozesse als Betrug angesehen werden könnten.
  • Deutschland setzt ein Gesetz um, nach dem die Kündigung elektronischer Verträge genauso einfach sein muss wie deren Abschluss.
  • Einige Unternehmen versuchen, Kündigungsgesetze zu umgehen, doch Nutzer können weiterhin über alternative Wege wie E-Mail kündigen.
  • Abonnements wie Amazon Prime, Audible und Netflix lassen sich mit einfachen Mausklicks kündigen, auch wenn dabei mitunter einige Dark Patterns eingesetzt werden können.
 
xguru 2023-07-14

Das Beispiel der türkischen e-Devlet-App ist interessant.

  • In der staatlich betriebenen App können alle Dienste gekündigt werden.
  • Vor dem Betrieb dieser App verlangten die ISPs, dass Kündigungsanträge unbedingt per Fax gesendet werden müssten, das ohnehin niemand besitzt.
  • Dafür gibt es ein Gesetz: „Eine Kündigung darf nicht schwieriger sein als ein Abonnement“ und „Wenn es keine einfache Möglichkeit zur Kündigung gibt, besteht keine Zahlungspflicht“.
  • Wenn eine Kündigung nicht möglich ist, kann man das Unternehmen in der e-Devlet-App verklagen. Das geht sofort an das regionale Verbraucherschutzgericht, das Gericht fordert dann das Unternehmen auf, einen Anwalt zu entsenden, und anschließend tagt der Verbraucherausschuss und fällt gemeinsam ein Urteil. Das dauert bis hierhin etwa drei Monate, aber der Nutzer muss nichts weiter tun.
 
tomriddle7 2023-07-14

Eine schnelle Einführung in Deutschland ist dringend nötig.