- Veröffentlichung der finalen "Click-to-Cancel"-Regel, die es Verbrauchern erleichtern soll, wiederkehrende Abonnements und Mitgliedschaften zu beenden
Wichtige Inhalte der finalen Regel
- Verkäufer werden dazu verpflichtet, die Kündigung für Verbraucher genauso einfach zu machen wie die Anmeldung
- Gilt für Negative-Option-Programme in nahezu allen Medien
- Untersagt Falschdarstellungen wesentlicher Tatsachen bei der Nutzung von Negative-Option-Marketing
- Verlangt von Verkäufern, vor dem Erhalt von Zahlungsinformationen und der Belastung des Verbrauchers wesentliche Informationen bereitzustellen
- Verlangt von Verkäufern, vor der Belastung eine informierte Zustimmung des Verbrauchers zu den Negative-Option-Bedingungen einzuholen
- Die meisten Bestimmungen treten 180 Tage nach der Veröffentlichung im Federal Register in Kraft
Öffentliche Stellungnahmen und Bewertung
- Seit der Bekanntmachung des vorgeschlagenen Regelwerks im März 2023 gingen mehr als 16.000 Stellungnahmen ein
- Eingereicht von Verbrauchern, Bundes- und Landesbehörden, Verbraucherschutzgruppen, Branchenverbänden und anderen
- Beschwerden über Negative-Option- und wiederkehrende Abo-Praktiken haben in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich zugenommen
- 2024 durchschnittlich 70 Fälle pro Tag, gegenüber 42 pro Tag im Jahr 2021
Änderungen in der finalen Regel
- Die Anforderung, dass Verkäufer Verbraucher jährlich über Negative-Optionen informieren müssen, wurde gestrichen
- Eine Bestimmung wurde gestrichen, die es untersagt hätte, Verbraucher mit Kündigungswunsch zuerst nach Gründen für eine Planänderung oder die Beibehaltung des bestehenden Vertrags zu fragen
Ergebnis der Abstimmung der Kommission
- Die Abstimmung über die Genehmigung der Veröffentlichung der finalen Regel im Federal Register wurde mit 3 zu 2 angenommen
- Kommissarin Melissa Holyoak und Kommissar Andrew N. Ferguson stimmten dagegen
- Kommissarin Rebecca Kelly Slaughter veröffentlichte eine gesonderte Erklärung, und Kommissarin Melissa Holyoak legte eine Gegenmeinung vor
Meinung von GN⁺
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Diese Regel dürfte eine wichtige Rolle bei der Stärkung des Verbraucherschutzes in der digitalen Wirtschaft spielen. Negative-Option-Marketing kann zwar bequem sein, doch die Verbraucherbeschwerden nehmen stetig zu, sodass eine Regulierung notwendig erscheint.
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Aus Sicht der Verkäufer können mit der Einhaltung der Regulierung jedoch Kosten und Belastungen verbunden sein. Da es außerdem einige abgeschwächte Bestimmungen gibt, etwa den Wegfall der jährlichen Benachrichtigungspflicht, bleibt abzuwarten, wie stark der tatsächliche Verbraucherschutzeffekt ausfällt.
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Vergleichbare Verbraucherschutzmaßnahmen sind etwa die DSGVO der EU oder der kalifornische CCPA. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, und Unternehmen müssen aktiv reagieren, um das Vertrauen der Verbraucher zu sichern.
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Durch den technologischen Fortschritt verschärft sich die Informationsasymmetrie zwischen Verbrauchern und Unternehmen. Neben staatlichen Bemühungen zur Eindämmung unfairer Praktiken sollten auch Unternehmen Transparenz und die Wahlfreiheit der Verbraucher stärker gewährleisten. Langfristig wird der Aufbau eines Geschäftsmodells, das gemeinsam mit den Verbrauchern wächst, entscheidend für nachhaltiges Wachstum sein.
2 Kommentare
Vor einem Jahr gab es einen Beitrag wie Disney, Netflix und andere wehren sich gegen den FTC-Vorschlag „Click to Cancel“, und nun wurde die endgültige Regel offenbar empfohlen.
Kalifornien verpflichtet nach neuem Gesetz zur Kündigung von Abonnements mit einem Klick
Hacker-News-Kommentare
Die Regulierung von „Unsubscribe“-Links in E-Mails ist sehr wirksam. Wenn Regulierung gut funktioniert, dürfte auch die neue Regel erfolgreich sein.
Es wäre gut, wenn die FTC räuberische Abodienste wie Adobe regulieren würde.
Der Kündigungsprozess bei Spotify war sehr kompliziert und nutzerunfreundlich.
Die Kündigung bei Care.com ist schwierig.
Kaliforniens Abo-Gesetz „Click to Cancel“ wurde verabschiedet.
Es wird die Methode genutzt, dem Unternehmen zur Kündigung eine E-Mail zu schicken.
Es wird bezweifelt, dass die FTC solche Regeln wirksam festlegen kann.
Die Kündigung des Abos der New York Times war äußerst umständlich.
Es gibt Fragen zu der Regel, nach der Anbieter Verbrauchern die Kündigung so leicht machen müssen wie den Abschluss.
Der Kündigungsprozess bei Fitnessstudios sollte verbessert werden.