6 Punkte von xguru 2022-09-12 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Google gibt Milliarden von Dollar an Apple, Samsung und große Telekommunikationsunternehmen aus, um Platz 1 unter den Suchmaschinen zu halten
  • Das US-Justizministerium (DOJ) nannte keinen genauen Betrag und sprach nur von einer "enormen" Summe
  • Google gebe Geld für diese "Default Exclusivity" aus, weil das Unternehmen wisse, dass Menschen die "standardmäßig eingestellte Suchmaschine" nicht ändern würden
  • Diese Verträge bilden die Grundlage der Kartellklage des DOJ gegen Google
  • Der Prozess beginnt offiziell zwar nicht vor nächstem Jahr, doch die Anhörung am vergangenen Donnerstag war faktisch der erste Prozesstag in diesem Fall.
    • Dabei wurden die Positionen beider Seiten zu Googles Geschäft dargelegt
  • Googles Anwalt argumentierte, dass DOJ und Bundesstaaten den Markt falsch verstünden und ihn zu eng betrachteten, weil sie sich auf kleinere Suchmaschinen wie Bing und DuckDuckGo konzentrierten
    • Nutzer gingen zum Suchen auch zu TikTok, Meta, Amazon, Grubhub und vielen anderen Websites
  • Beide Seiten stimmten darin überein, dass aktuelle Daten zu Suchanfragen von Nutzern entscheidend für den Erfolg einer Suchmaschine sind
  • Google hat Verträge mit Apple, Samsung, Motorola, AT&T, Verizon, T-Mobile und anderen abgeschlossen, um auf neuen Smartphones als Standardsuche voreingestellt zu sein
    • Laut DOJ machen diese Verträge Google zum "Gateway", über das die meisten Menschen im Internet Websites finden, und hindern Konkurrenten daran, die nötige Größenordnung zu erreichen, um Googles Suchmaschine herauszufordern
    • “Default exclusivity allows Google to systemically deny rivals’ data”
  • Googles Anwalt erklärte, Google schließe solche Verträge mit Apple, Mozilla und anderen bereits seit den frühen 2000er-Jahren ab, und das DOJ könne nicht erklären, warum diese Verträge erst jetzt problematisch sein sollen
    • Diese Revenue-Sharing-Verträge seien für Unternehmen wie Mozilla essenziell
    • Sie seien die Partnerschaft mit Google nicht eingegangen, weil sie dazu gezwungen gewesen seien, sondern weil sie es wollten
    • Google habe "außergewöhnlichen Erfolg erzielt und etwas unglaublich Wertvolles geschaffen. Über Vorzüge zu konkurrieren, ist nicht illegal"

3 Kommentare

 
dodok8 2022-09-12

Dass diese Revenue-Sharing-Verträge für Unternehmen wie Mozilla unverzichtbar sind

Wenn man bedenkt, dass Mozilla schon so ins Straucheln geraten ist, dass sogar In-App-Werbung eingebaut wurde, wird mir bei solchen Artikeln jedes Mal mulmig, wenn ich an Mozilla denke.