- Amazon zahlte 40 Millionen US-Dollar für die Rechte an der Melania-Trump-Dokumentation „Melania“ und damit rund 26 Millionen US-Dollar mehr als der unterlegene Bieter Disney
- In dem Betrag sind auch die Rechte an einer begleitenden Doku-Serie enthalten, die später in diesem Jahr ausgestrahlt werden soll
- Wenn man bedenkt, dass politische Dokumentationen üblicherweise weniger als 5 Millionen US-Dollar kosten, ist das Marketingbudget von 35 Millionen US-Dollar außergewöhnlich hoch
- Die Gesamtausgaben werden auf rund 75 Millionen US-Dollar geschätzt; davon sollen etwa 28 Millionen US-Dollar direkt an Melania Trump gegangen sein
- Wegen dieser überzogenen Ausgaben steht der Verdacht im Raum, Amazon wolle sich die Gunst von Präsident Trump sichern
Amazons Rechtekauf und Produktionskosten für „Melania"
- Amazon zahlte der Produktionsfirma von Melania Trump 40 Millionen US-Dollar, um sich die Rechte an „Melania“ zu sichern
- Das sind 26 Millionen US-Dollar mehr als Disney als zweithöchster Bieter
- Der Vertrag umfasst auch eine begleitende Doku-Serie, die später in diesem Jahr erscheinen soll
- Die Produktionskosten der Dokumentation wurden nicht offengelegt, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass übliche kurzfristig produzierte Dokumentationen weniger als 5 Millionen US-Dollar kosten
- Das Marketingbudget von 35 Millionen US-Dollar liegt etwa zehnmal so hoch wie bei anderen prominenten Dokumentationen und gilt selbst in der Branche als außergewöhnlich
Reaktionen in Hollywood und aufkommende Vorwürfe
- Branchenvertreter in Hollywood fragen sich, ob diese Ausgaben von Amazon ein Versuch sind, sich die Gunst von Präsident Trump zu sichern
- Die New York Times hob Amazons Marketingausgaben hervor, tatsächlich seien jedoch insgesamt 75 Millionen US-Dollar geflossen, zusammengesetzt aus 40 Millionen US-Dollar Rechtekosten und 35 Millionen US-Dollar Marketingbudget
- Berichten zufolge sollen davon 28 Millionen US-Dollar direkt an Melania Trump persönlich gegangen sein
Vergleichsfall: die Dokumentation „RBG"
- „RBG“, produziert 2018 von CNN Films, ist eine Dokumentation über die Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg; dafür wurden rund 1 Million US-Dollar Produktionsbudget und etwa 3 Millionen US-Dollar Werbebudget eingesetzt
- Start in 34 Kinos, später ausgeweitet auf 432 Leinwände
- Mit insgesamt 14 Millionen US-Dollar Box-Office-Erlösen war sie die erfolgreichste politische Doku des Jahres
- Im Vergleich dazu liegt das Werbebudget von 35 Millionen US-Dollar für „Melania“ weit über dem branchenüblichen Rahmen
Internationale Auswertung und Aussichten an den Kinokassen
- FilmNation übernimmt den Vertrieb von „Melania“; der Film soll in mehr als 20 Ländern und 1.600 Kinos anlaufen
- Box-Office-Analysten erwarten ein schwaches internationales Einspielergebnis
- Am Ende des Artikels wird die Lage mit dem Ausdruck „Shocker“ kommentiert
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