13 Punkte von xguru 2020-09-15 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Es ist bekannt, dass Amazon keine Gewinne macht, aber das stimmt nicht.

  • Der Umsatz wächst jedes Jahr um 20 %.

  • Die Gewinne sind seit 2015 stark gewachsen.

  • Es wirkt, als würde AWS alle Gewinne erwirtschaften, aber das galt nur 2015–16, als Amazon begann, die Gewinne von AWS offenzulegen.

→ Natürlich stimmt es, dass die Margen von AWS enorm hoch sind.

  • Amazon veröffentlicht seine Zahlen aufgeteilt in AWS, USA und RoW; seit 2018 erwirtschaften sowohl AWS als auch USA Gewinne, und Verluste entstehen nur in RoW.

  • Wenn man jedoch tiefer hineinschaut:

→ Amazons First-Party-E-Commerce, bei dem Amazon Waren direkt verkauft, macht die Hälfte des Amazon-Umsatzes aus.

→ Der Rest besteht aus AWS, dem Marktplatz (3rd party service, bei dem Amazon die Waren anderer Verkäufer verkauft und dafür Provisionen erhält), Werbung, Abonnements usw.

→ Da bei tatsächlich von Dritten verkauften Waren nur die Provision als Umsatz verbucht wird, macht der Marktplatz beim gesamten Warenverkaufswert (GMV, Gross Marketplace Value) 60 % aus.

"Amazon is a platform for others"

→ Suchwerbung für Produkte hat ein Volumen von $15B. Wenn man die Margen von Google bedenkt, dürfte das ziemlich profitabel sein (das Gewinnvolumen dürfte fast auf dem Niveau von AWS liegen).

  1. Amazon ist nicht ein einziges Geschäft. Manche Bereiche sind hochprofitabel, andere befinden sich noch in einer neuen oder frühen Verlustphase, aber alles wird zusammengelegt und reinvestiert.

→ Es ist kein Geschäft, das Geld verdienen muss, indem es die Preise erhöht oder Ähnliches. Man sollte es vielmehr als mehrere Geschäfte sehen, die eine gemeinsame Plattform nutzen.

  1. Amazon wird nicht über den Nettogewinn, sondern über Cash gesteuert. Jeff Bezos betont stets den „Free Cash Flow (FCF) in 12 Monaten“.

→ Seit 2002 hat Amazon durchgehend einen positiven Cashflow aufrechterhalten.

Noch keine Kommentare.

Noch keine Kommentare.