- In der US-Bundesregierung haben 10.109 Promovierte in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen, Mathematik (STEM) sowie Gesundheit im Jahr 2025 durch Ruhestand, Entlassung oder Jobwechsel den Dienst verlassen
- Das entspricht zwar nur 3 % der gesamten Abgänge im Bundesdienst, aber 14 % der STEM-promovierten Fachkräfte
- In 14 wichtigen Forschungsbehörden lag das Verhältnis von Abgängen zu Neueinstellungen bei 11 zu 1, was zu einem Nettoverlust von 4.224 Personen führte
- Besonders stark betroffen sind die National Science Foundation (NSF), die Environmental Protection Agency (EPA), das Energieministerium und der Forest Service (USFS)
- Hauptursachen für die Abgänge sind vor allem Ruhestand und freiwillige Kündigungen; in einigen Behörden spielten auch Unzufriedenheit mit der Politik und Stellenabbau eine Rolle
Massive Abwanderung von STEM-promovierten Fachkräften
- Im Jahr 2025 haben 10.109 promovierte Fachkräfte aus STEM- und Gesundheitsbereichen die Bundesregierung verlassen
- Das entspricht 3 % der gesamten Bundesbelegschaft von 335.192 Personen, aber 14 % der STEM-promovierten Fachkräfte
- Dadurch gingen 106.636 Jahre an Bundesdienst-Erfahrung verloren
- Die Analyse von 14 Forschungsbehörden zeigt ein Verhältnis von Abgängen zu Neueinstellungen von 11:1
- Der Nettoverlust beträgt 4.224 Personen, wobei die Auswirkungen in wissenschaftsorientierten Behörden wie der National Science Foundation (NSF) besonders deutlich sind
- Die abgewanderten Fachkräfte hinterlassen große Lücken beim Betrieb der Behörden und beim Fachwissen
Starker Anstieg der Verluste im Jahr 2025
- In allen 14 Behörden ist die Zahl der abgewanderten STEM-Promovierten 2025 im Vergleich zu 2024 stark gestiegen
- Bei den National Institutes of Health (NIH) stieg sie von 421 Personen im Jahr 2024 auf mehr als 1.100 im Jahr 2025
- Im Durchschnitt lag die Zahl der Abgänge 2025 etwa dreimal so hoch wie 2024
- Die höchsten Steigerungsraten verzeichneten die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die Environmental Protection Agency (EPA) und der Forest Service (USFS)
- Gleichzeitig gingen in allen Behörden die Neueinstellungen von STEM-Promovierten gegenüber 2024 deutlich zurück
Bereiche mit besonders hohen Verlusten nach Behörde
- Sowohl STEM-Promovierte als auch allgemeine Beschäftigte waren von Personalabbau betroffen, doch vier forschungsorientierte Behörden traf es besonders hart
- Bei NSF, EPA, Energieministerium und USFS lag die Rückgangsrate bei STEM-Promovierten höher als bei allgemeinen Beschäftigten
- Bei der NSF belief sich der Nettoverlust zwischen Januar und November 2025 auf 205 Personen, was 40 % des bisherigen promovierten Personals entspricht
- Der Anteil der STEM-Promovierten an der Gesamtbelegschaft der NSF sank von 30 % auf 26 %
Gründe für die Abgänge
- Entlassungen im Rahmen von Personalabbau (RIF) machten nur einen kleinen Teil der gesamten Abgänge aus
- Nur bei den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) lag ihr Anteil mit 16 % über 6 %; einige Behörden verzeichneten überhaupt keine RIF-Fälle
- Die meisten Abgänge wurden als Ruhestand oder freiwillige Kündigung erfasst
- Es gibt jedoch Fälle, in denen Sorgen über Entlassungen, Abfindungsanreize oder Unzufriedenheit mit der Politik die Entscheidung beeinflusst haben
- Bei der NSF waren 45 % sogenannte „rotators“, also zeitweise von Universitäten entsandte Forschende
- 2025 schaffte die NSF drei Viertel dieser Stellen ab
Datenquellen und Kriterien
- Die Daten basieren auf Beschäftigungsdaten des U.S. Office of Personnel Management (OPM) vom 12. Januar 2025
- Zu den Abgängen zählen alle Arten des Ausscheidens, darunter freiwillige Kündigungen, Entlassungen im Rahmen von Personalabbau, Kündigungen und Behördenwechsel
- Zu den Neueinstellungen zählen sowohl neue Beschäftigte als auch interne Wechsel zwischen Behörden
- Als promovierte STEM- oder Gesundheitsfachkräfte gelten Beschäftigte, die einen Doktorgrad oder eine Postdoc-Qualifikation besitzen und
als Mitarbeitende in STEM- oder Gesundheitsberufen klassifiziert sind
- Der Verlust an Dienstjahren basiert auf der Gesamtsumme einschließlich Bundesdienst, Militärdienst und gesetzlich anerkannter Vorerfahrung
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