- Tesla stellt die bisherige Autopilot-Funktion ein und bietet die Spurhalte- und automatische Lenkfunktion des Fahrzeugs nur noch als FSD(Full Self-Driving)-Aboservice an
- Bis zum 14. Februar ist die Nutzung noch per Einmalzahlung von 8.000 Dollar möglich, danach bleibt nur noch ein Monatsabo für 99 Dollar
- Elon Musk erklärte, dass der Abo-Preis steigen wird, je besser die FSD-Funktionen werden, und dass es beim vollständigen autonomen Fahren (ohne erforderliche Überwachung) einen großen Wertzuwachs geben werde
- Die gesamte Autoindustrie baut Abo-Modelle für wiederkehrende Umsätze (Recurring Revenue) aus, um sich nachhaltige Erlösquellen zu sichern; auch GM und BMW verfolgen ähnliche Ansätze
- Teslas Schritt wird als Strategie bewertet, angesichts schwacher Verkäufe und sinkender Profitabilität kurzfristige Umsätze sowie das Vertrauen der Investoren zu sichern
Mögliches Verkaufsverbot in Kalifornien und das Ende von Autopilot
- Die Behörden in Kalifornien haben Tesla mitgeteilt, dass der Verkauf eingestellt werden könnte, wenn das Problem irreführender Vermarktung nicht innerhalb von 60 Tagen gelöst wird
- Kalifornien ist Teslas größter Markt in den USA, daher wäre ein Verkaufsstopp ein schwerer Schlag
- Einige vermuteten, Tesla könnte lediglich die Bezeichnung Autopilot ändern, doch das Unternehmen entschied sich stattdessen dafür, die Funktion selbst abzuschaffen
- In neuen Tesla-Fahrzeugen ist nun ein FSD-Abo zwingend erforderlich, damit das Fahrzeug selbst lenkt; Fahrer bleiben weiterhin verpflichtet, die Straße im Blick zu behalten
Umstellung auf FSD-Tarifmodell und Preispolitik
- Bis Mitte Februar ist FSD noch per Einmalzahlung von 8.000 Dollar erhältlich
- Ab dem 14. Februar wird nur noch das 99-Dollar-Monatsabo angeboten, die Einmalzahlungsoption entfällt
- Elon Musk schrieb in den sozialen Medien: „Die 99 Dollar pro Monat für überwachtes FSD werden mit den Funktionsverbesserungen steigen“
- Beim vollständigen autonomen Fahren (ein Niveau, auf dem der Fahrer aufs Handy schauen oder schlafen könnte) werde der „Wert stark steigen“, so seine Erklärung
Verbreitung abonnierter Erlösmodelle in der Autoindustrie
- Autohersteller treiben den Wechsel vom einmaligen Verkauf hin zu regelmäßigen Einnahmestrukturen voran
- Ziel ist es, Investoren attraktive, kontinuierliche Cashflows zu bieten
- GM hat die Unterstützung für Apple CarPlay und Android Automotive eingestellt, BMW hat bereits Abo-Modelle für Hardware-Funktionen wie Sitzheizung getestet
- Tesla hält zwar weiterhin eine hohe Bewertung, benötigt aber wegen sinkender Margen, rückläufiger Verkäufe und geringerer Einnahmen aus Emissionszertifikaten stärker verlässliche laufende Erlöse
Tarifänderung als Strategie zur kurzfristigen Umsatzsteigerung
- Ein Kommentar deutet die Umstellung auf das Abo nicht nur als Versuch, Abo-Umsätze zu schaffen, sondern auch als Maßnahme zur Ankurbelung der Verkaufszahlen im 1. Quartal (Q1)
- Tesla hat in der Vergangenheit bereits sprunghaft steigende Käufe vor dem Auslaufen von Steuergutschriften erlebt
- Weil Verbraucher noch vor dem Ende solcher Vorteile Fahrzeuge kauften, zogen die Verkäufe im 3. Quartal vorübergehend wieder an
- Auch diesmal scheint Tesla auf einen ähnlichen Effekt zu setzen, indem es zum Kauf vor dem Ende der Einmalzahlungsoption motiviert
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