14 Punkte von xguru 2021-05-03 | 9 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
<p>- Die Automobilindustrie holt bei Teslas OTA-Upgrades auf<br /> - Der Porsche Taycan bietet per OTA den Intelligent Range Manager an: Gegen eine Vorauszahlung von 474 US-Dollar (12 US-Dollar pro Monat) lässt sich die Navigation des Fahrzeugs aus der Ferne anpassen, um die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen und so die Reichweite zu erhöhen <br /> → Der von Tesla beeinflusste Porsche behandelt seinen 2,2-Tonnen-Computer nun endlich wie eine SaaS-Plattform<br /> - Die meisten Autohersteller konkretisieren derzeit ihre Strategien zum Verkauf von OTA-Upgrades, und in den nächsten Monaten wird das zuerst bei Premiumfahrzeugen sichtbar werden<br /> - Auch GM geht all-in. Letzte Woche wurde Maps+, eine OTA-Navigationsversion, für 900.000 Fahrzeuge ausgerollt<br /> → Die 2019 eingeführte Vehicle Intelligence Platform kann 4,5 Terabyte Daten pro Stunde verarbeiten <br /> <br /> - Einfach ist das jedoch nicht. An Abos für Musik/Filme/kostenlosen Versand ist man gewöhnt, aber es könnte schwerer sein, sich an Abos für Autofunktionen wie Sitzheizung/Sicherheitsfunktionen/Effizienzsteigerungen zu gewöhnen <br /> → BMW hatte 2019 angekündigt, die Apple-CarPlay-Integration für 80 US-Dollar pro Jahr anzubieten, zog das aber wieder zurück <br /> → Auch die kostenpflichtige Bereitstellung der High Beam Assistance sorgt für Diskussionen<br /> <br /> - Trotzdem testet die Automobilindustrie neue Verkaufsmodelle <br /> - Zunächst sollte man sich darauf konzentrieren, auf diese Weise Funktionen zu verkaufen, die in einem Fahrzeug normalerweise nicht erwartet werden, nur zu bestimmten Zeiten wertvoll sind oder personalisiert werden können <br /> → Traktionsalgorithmen für Menschen, die viel auf Schnee fahren<br /> → Wettergesteuerte Cupholder<br /> → Erweiterte Analysefunktionen für Menschen, die beruflich mit dem Auto reisen und Fahrtennachweise einreichen müssen <br /> - Einige der Funktionen, die BMW derzeit per OTA verkauft, passen dazu <br /> → Verkehrswarnungen in Echtzeit<br /> → 40-Sekunden-Drive-Recorder der Frontkamera, der bei Unfällen wiedergegeben werden kann (automatische Loop-Aufnahme)</p>

9 Kommentare

 
ahnyounghoe 2021-05-10
<p>Vielen Dank für die hilfreiche Zusammenfassung. <br /> <br /> Beim Lesen der Zusammenfassung habe ich meine Gedanken dazu einmal für mich geordnet. <br /> https://brunch.co.kr/@graypool/27</p>;
 
dua804 2021-05-04
<p>Damit sich Abonnements etablieren können, die mit der Sicherheit von Menschen zu tun haben, muss sich das Paradigma der Kfz-Versicherung ändern. Das ist nur möglich, wenn eine Zeit kommt, in der Einzelpersonen keine Versicherung mehr abschließen sollten. Denn die Verantwortung des Einzelnen sollte immer weiter sinken und die Verantwortung der Autohersteller zunehmen. Wenn bei Versicherungsstreitigkeiten eine unbeteiligte Privatperson dazwischensteht, wird das schwere Schäden verursachen.</p>
 
gwanryo 2021-05-03
<p>Als jemand, der in der entsprechenden Branche arbeitet, fand ich viele Inhalte sehr interessant.<br /> Ich habe es mit großem Interesse gelesen.</p>
 
kallare 2021-05-03
<p>Tesla verkauft FSD im Abo und könnte es damit bewerben, dass man bei Nutzung als Robotaxi mehr als die Abo-Gebühr verdienen kann, aber …<br /> Ob es bei den Services gewöhnlicher Autohersteller überhaupt etwas gibt, das man im Abo kaufen wollen würde … da bin ich eher skeptisch.</p>
 
xguru 2021-05-03
<p>Wenn man sich allerdings BMW ConnectedDrive ansieht, ist Apple CarPlay derzeit wohl als Einmalkauf für 300&nbsp;$ aufgeführt. Da ich keinen BMW habe, kenne ich die genaue Lage nicht so gut..<br /> <br /> Dass Autos zu einer Software-Plattform werden, haben wohl alle erwartet, aber ich fand den Teil gegen Ende des Artikels interessant und habe ihn deshalb übernommen. Tesla will FSD ja offenbar auch als Abo verkaufen … und wenn Apple ein Auto baut, werden sie natürlich ebenfalls irgendetwas im Abo-Modell einbauen.</p>
 
dalinaum 2021-05-03
<p>BMW entwickelte drahtloses CarPlay und Android Auto und versuchte, diese gegen Bezahlung anzubieten, mit der Begründung, darin liege ein Unterscheidungsmerkmal, nahm dies jedoch wieder zurück; Modelle wie die 1er- und 2er-Reihe sind jedoch nicht kostenlos.</p>
 
dalinaum 2021-05-03
<p>Ich denke, ich könnte zustimmen, für die vollständige Freischaltung aller Funkfunktionen einmalig eine kostenpflichtige Gebühr zu zahlen.</p>
 
xguru 2021-05-03
<p>Oh, wenn kabelloses CarPlay möglich wäre, würde ich das selbst gegen Bezahlung akzeptieren.</p>
 
galadbran 2021-05-03
<p>Man kann wohl sagen, dass es sich hier nicht nur um eine Metapher handelt, sondern tatsächlich um Softwareentwicklung, bei der es um Menschenleben geht. Schon allein die Qualitätsprobleme machen mir Sorgen.<br /> Und bei der Abo-Ökonomie steigen die Gesamtkosten für den Einzelnen letztlich zwangsläufig ... Wenn dieses Modell auch noch ins Auto Einzug hält, könnte das die Lust der Menschen, überhaupt ein Auto zu kaufen, nicht eher noch senken?</p>