Porsche verkauft 2025 in Europa erstmals mehr elektrifizierte Fahrzeuge als Verbrenner
(newsroom.porsche.com)- Porsche hat 2025 weltweit 279.449 Sportwagen an Kunden ausgeliefert, ein Rückgang von 10 % gegenüber dem Vorjahr
- Der Macan war mit 84.328 Einheiten die meistverkaufte Modellreihe, davon mehr als die Hälfte als Elektroversion
- 34,4 % der weltweit verkauften Fahrzeuge waren elektrifizierte Modelle, davon 22,2 % reine Elektrofahrzeuge und 12,1 % Plug-in-Hybride
- Auf dem europäischen Markt überstieg der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge (57,9 %) erstmals den von Verbrennern, und jedes dritte Fahrzeug war ein reines Elektroauto
- Porsche will auch 2026 an der „Value over Volume“-Strategie und der Drei-Antriebs-Strategie festhalten
Überblick über den globalen Absatz 2025
- Porsche lieferte 2025 weltweit 279.449 Fahrzeuge aus, das sind 10 % weniger als 310.718 im Jahr 2024
- Das Unternehmen hält weiterhin an einer wertorientierten Ausrichtung der Modellvarianten als oberster Priorität fest
- Als Gründe für den Absatzrückgang nennt Porsche Lieferlücken bei den Verbrenner-Modellen 718 und Macan, schwächere Nachfrage nach Luxusfahrzeugen in China sowie wertorientiertes Liefermanagement
- Das T-Hybrid-System des 911 Turbo S und die Einführung des Cayenne Electric sorgten für positives Kundeninteresse
Absatz nach Regionen
- Nordamerika blieb mit 86.229 Fahrzeugen der größte Markt und lag auf Vorjahresniveau
- Europa (ohne Deutschland) verzeichnete mit 66.340 Fahrzeugen ein Minus von 13 %, der deutsche Heimatmarkt mit 29.968 Fahrzeugen ein Minus von 16 %
- In beiden Regionen wirkten sich Lieferprobleme bei den Verbrenner-Versionen von 718 und Macan aufgrund der EU-Cybersicherheitsvorschriften aus
- China fiel auf 41.938 Fahrzeuge, ein Rückgang von 26 %, vor allem wegen schwächerer Nachfrage im Luxussegment und zunehmendem Wettbewerb bei Elektroautos
- Übersee- und Wachstumsmärkte gingen mit 54.974 Fahrzeugen im Jahresvergleich um 1 % zurück
Absatz nach Modellen
- Macan: 84.328 Fahrzeuge (+2 %), davon 45.367 Elektrofahrzeuge und 38.961 Verbrenner
- 911: 51.583 Fahrzeuge, Rekordwert in der Unternehmensgeschichte, 1 % mehr als im Vorjahr
- Cayenne: 80.886 Fahrzeuge, 21 % weniger; der neue elektrische Cayenne wird im November 2025 vorgestellt
- Panamera: 27.701 Fahrzeuge (-6 %), wobei Plug-in-Hybrid-Modelle den europäischen Absatz anführten
- 718 Boxster/Cayman: 18.612 Fahrzeuge (-21 %), Produktionsende im Oktober 2025
- Taycan: 16.339 Fahrzeuge (-22 %), beeinflusst durch die nachlassende Nachfrage nach E-Mobilität
Anteil elektrifizierter Fahrzeuge und Strategie
- 2025 waren 34,4 % der weltweit ausgelieferten Fahrzeuge elektrifizierte Modelle, ein Anstieg um 7,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr
- 22,2 % reine Elektrofahrzeuge, 12,1 % Plug-in-Hybride
- Das entspricht dem oberen Ende von Porsches Zielspanne für 2025 (20–22 %)
- Auf dem europäischen Markt lag der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge bei 57,9 %, und jedes dritte Fahrzeug war ein reines Elektroauto
- Porsche setzt weiter auf eine Drei-Antriebs-Strategie, die Verbrenner, Plug-in-Hybride und reine Elektrofahrzeuge umfasst
Ausblick und Richtung für 2026
- 2026 will Porsche im Rahmen der „Value over Volume“-Strategie Angebot und Nachfrage ausgewogen steuern
- Dafür werden realistische Produktionspläne unter Berücksichtigung des Auslaufens der Verbrenner-Modelle 718 und Macan erstellt
- Über Exclusive Manufaktur und das Sonderwunsch-Programm soll das Angebot an individualisierten Fahrzeugoptionen erweitert werden
- Ziel ist es, auf die wachsende Nachfrage nach Individualisierung zu reagieren und zugleich die eigenständige Identität der Sportwagenmarke zu stärken
2 Kommentare
Mit Porsche kenne ich mich nicht gut aus, weil mich die Marke nicht besonders interessiert, aber ich habe gehört, dass auch in Korea der neue elektrische Cayenne ziemlich beliebt ist.
Natürlich ist er nicht mehr so beliebt wie früher, daher heißt es im Gegensatz zu früher, als man nach der Bestellung zwei Jahre warten musste, dass er jetzt in sechs Monaten geliefert wird.
Das meistverkaufte Elektroauto in Korea war im letzten Jahr wohl das Tesla Model Y mit ungefähr 48.000 Fahrzeugen,
während Porsches Gesamtverkäufe in Korea bei 10.746 Fahrzeugen liegen, davon 28 % Plug-in-Hybride (3.000 Fahrzeuge) und 34 % reine Elektroautos (etwa 3.653 Fahrzeuge).
Hacker-News-Kommentare
Der Artikeltitel ist schon interessant, aber die letzte Tabelle fand ich noch beeindruckender.
Der weltweite Absatz lag 10 % unter dem Vorjahr, in China sogar bei -26 %.
Wenn man Porsches Aussage, mehr Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb als mit Verbrennungsmotor verkauft zu haben, zusammen mit der Dominanz chinesischer Marken wie BYD, NIO und Xiaomi auf dem EV-Markt betrachtet, wirkt das weniger wie ein bloßer EV-Vorteil, sondern eher wie ein Signal für den Beginn von Chinas Aufstieg zur automobilen Supermacht.
Die Generation der „Autoenthusiasten“ wird in ein bis zwei Generationen verschwinden, und Praktikabilität wird 95 % des Marktes ausmachen.
Gewerkschaften blockierten Automatisierung, der Druck auf kurzfristige Ergebnisse kürzte Forschungsinvestitionen, und die Stromkosten stiegen.
Tesla hat seinen Markenwert selbst beschädigt, Toyota hielt verbissen an Wasserstoff fest, und Honda hat bis heute kein richtiges EV herausgebracht.
Südkorea hat es als Ausnahme gut gemacht, aber am Ende verdankt sich Chinas Aufstieg vor allem der Kapitulation der Konkurrenz.
Ich lebe in Marokko, und jede Woche tauchen neue chinesische Automarken auf den Straßen auf.
Selbst in einem Markt, in dem Dacia stark war, sieht man inzwischen mehr BYD.
Ein Blick auf diese Grafik zu den EV-Marktanteilen in Marokko zeigt, dass 6 von 10 Fahrzeugen aus China stammen.
In nur zehn Jahren haben sich chinesische Autos vom Ruf „billig und grob“ auf vergleichbares Qualitätsniveau hochgearbeitet.
Noch vor zwei Jahren war die „Lackqualität“ ein Thema, aber inzwischen hört man selbst das nicht mehr.
BYD zielt nicht nur auf den EV-Markt, sondern auf den gesamten globalen Automarkt.
Porsche steckt gerade in einer Krise.
Der elektrische Macan und Cayenne sehen nicht besonders gut aus und sind technisch den chinesischen Wettbewerbern unterlegen.
Physische Tasten wurden abgeschafft und durch noch mehr Bildschirme ersetzt, trotzdem fehlen gute Fahrassistenzfunktionen.
Weder in China noch in den USA haben sie ein wirklich attraktives Verkaufsargument. An der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells darf man zweifeln.
Design ist Geschmackssache, aber Fahrgefühl und Verarbeitungsqualität sind weiterhin unerreicht.
Innenraummaterialien, Bediengefühl und Haltbarkeit sind hervorragend, und Service ist fast nie nötig.
Dass Porsche mit dem Taycan schon früh ein EV gebracht hat, rechne ich ihnen ebenfalls hoch an.
Wer einmal mit 240 km/h auf der deutschen Autobahn gefahren ist, weiß, was Porsche ausmacht.
Als EV ist die Leistung großartig, aber der sinnliche Fahrspaß ist verschwunden.
Der Charakter, der aus den Unvollkommenheiten des Motors entsteht, fehlt, und künstlicher Sound berührt mich nicht.
Für 75.000 Dollar vielleicht, aber 125.000 Dollar sind zu viel. Der Wertverlust ist auch heftig.
Ich fahre einen alten Prius und habe da wenig Gefühl dafür. Ich dachte, EVs seien konstruktiv eher simpel.
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US-, europäische und japanische Hersteller sind wegen ihrer Verbrenner-Infrastruktur ausgebremst.
Ein BEV braucht keinen Motor, kein Getriebe und kein Kühlsystem, also wird die bestehende Infrastruktur zu gestrandeten Vermögenswerten.
Elektromotoren sind nahezu wartungsfrei, und dank Rekuperationsbremsen verschleißen auch die Bremsen weniger.
Die gesamte Industriestruktur wird dadurch stark erschüttert werden.
Auch wenn Motor und Abgasanlage wegfallen, werden die übrigen Teile weiterhin gebraucht.
Der eigentliche Marktschock war COVID, und nur Toyota hat darauf richtig reagiert.
Porsche stand einst kurz vor der Insolvenz, hat sich aber mit SUVs zurückgekämpft.
Käufer von Cayenne und Macan wollen vor allem Markensymbolik und Alltagstauglichkeit.
Deshalb verkaufen sich elektrische SUVs auch gut.
Der 911 dagegen wird für eine Kundschaft, die weiter Fahrgefühl sucht, wohl ein Benziner bleiben.
Auch das neue K1-Modell soll zunächst als Verbrenner-Version statt elektrisch erscheinen.
Der Kernpunkt ist „elektrifiziert“, nicht reines Elektroauto.
Es wirkt, als hätte die Verbraucherwahrnehmung einen Wendepunkt erreicht.
Hybride verdoppeln den Wirkungsgrad, BEV verdoppeln ihn gegenüber Hybriden noch einmal, aber Ladeinfrastruktur und Belastung des Stromnetzes sind groß.
Die EU geht klar in Richtung BEV, in den USA werden dagegen wohl EREV (BEV mit Generator-Verbrenner) zunehmen.
Nicht ladbare Hybride scheinen als Verbrenner eingeordnet zu werden.
Elektroautos müssen gesetzlich künstliche Fahrgeräusche erzeugen.
Manche sportlichen EVs geben per Lautsprecher ein motorähnliches „VROOOM“ von sich, was extrem befremdlich wirkt.
Es ist, als würde man statt eines Pferdes Kokosnussschalen abspielen.
Beim Einparken geht der Ton ständig an und aus, was noch nerviger ist. Ein gleichmäßiges Geräusch wäre besser.
Vorgeschrieben ist das nur bei niedrigen Geschwindigkeiten, aber ich würde völlige Ruhe bevorzugen.
Aber das Geräusch des elektrischen SUV meines Nachbarn dringt durch die Wände und ist regelrechte Lärmbelästigung.
Der Gedanke, dass die ganze Stadt irgendwann so klingt, ist schrecklich.
Porsche, Audi, Mercedes und BMW verzeichnen alle sinkende Verkäufe.
Die Zeit der deutschen Autos geht zu Ende, und chinesische Elektroautos übernehmen.
Früher mochte ich deutsche Autos, aber inzwischen würde ich eher zu japanischen oder chinesischen Autos greifen.
Auch bei JD Power und Consumer Reports wird BMW mit überdurchschnittlicher Zuverlässigkeit bewertet.
EVs brauchen weniger Wartung, was die Kostenbelastung senkt.
Mein Auto ist 27 Jahre alt, ich habe keinen Grund, ein neues zu kaufen.
Siehe BYD-Arbeitskontroverse in Brasilien,
Amnesty-Bericht,
BBC-Artikel
Dank der Luxusmarken-Stärke bleibt die Nachfrage hoch.
Wie bei Land Rover verkauft sich das trotz geringer Zuverlässigkeit gut. Der Markt besteht größtenteils aus Leasing.
Ehrlich gesagt ermüdet es mich, dass Auto-Threads jedes Mal in China-Bewunderung abgleiten.
Ich wünschte nur, es gäbe mehr Produktion in den USA.
Ich kaufe inzwischen nur noch japanische Autos. Die meisten werden aber vor Ort in den USA produziert.
Früher war ich auch mit Mitsu zufrieden, und der koreanische Hyundai war ebenfalls gut.
Dort habe ich gelernt, dass Qualität nicht vom Ort kommt, sondern von Investition und Einsatz.
Dieses Jahr war für Porsche kein gutes Jahr.
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