USA kündigen Verbot für Käufe von Einfamilienhäusern durch institutionelle Investoren an der Wall Street an
(reuters.com)- Die US-Regierung hat Pläne angekündigt, den Kauf von Einfamilienhäusern durch große institutionelle Investoren vollständig zu verbieten
- Die Maßnahme zielt darauf ab, das Phänomen einzudämmen, dass Investoren von der Wall Street den Wohnungsmarkt dominieren
- Eingeschränkt wird der massenhafte Aufkauf von Einfamilienhäusern (single-family homes) zur Vermietung
- Die Regierung erklärte, sie wolle die Chancen auf Wohneigentum für gewöhnliche Haushalte ausweiten
- Die Entscheidung wird als Signal für einen Strukturwandel auf dem US-Immobilienmarkt und eine Verschärfung der Investitionsregulierung gewertet
Verbot von Käufen von Einfamilienhäusern in den USA
- Die US-Regierung hat Pläne angekündigt, den Kauf von Einfamilienhäusern durch große institutionelle Investoren (Wall Street investors) zu verbieten
- Ziel der Maßnahme ist es, den übermäßigen Einfluss von Institutionen auf dem Wohnungsmarkt zu verringern
- Beschränkt werden soll das Geschäftsmodell, Einfamilienhäuser in großem Stil zu kaufen und damit Mieteinnahmen zu erzielen
Zentrale Inhalte der Politik
- Einfamilienhäuser (single-family homes) sind Wohnhäuser für Einzelpersonen oder Familien
- Das Verbot soll institutionelle Investoren daran hindern, künftig neue Einfamilienhäuser zu erwerben
- Einzelheiten wie der Zeitpunkt des Inkrafttretens oder Ausnahmeregelungen werden im Artikel nicht konkret genannt
Hintergrund und Bedeutung der Politik
- Die Regierung verfolgt das Ziel, den Zugang zum Hauskauf für normale Haushalte zu verbessern
- Es gibt Kritik, dass der massenhafte Aufkauf durch institutionelle Investoren steigende Hauspreise und höhere Mieten verursacht
- Die Maßnahme wird als Schritt zur Wiederherstellung von Fairness auf dem Wohnungsmarkt und zur Eindämmung von Spekulation interpretiert
Auswirkungen auf den Markt
- Es wird ein Strukturwandel im Immobilieninvestmentmarkt erwartet
- Eine Erholung des Marktes mit stärkerem Fokus auf private Käufer wird angesprochen
- Institutionelle Investoren könnten prüfen, ihre Anlagen in andere Assetklassen zu verlagern
Ausblick
- Nach Inkrafttreten der Politik wird auf Effekte bei Wohnungsangebot und Preisstabilität geachtet werden
- Detaillierte Regulierungen und ein Umsetzungszeitplan sollen später bekannt gegeben werden
- Die Maßnahme gilt als Symbol für einen Kurswechsel in der US-Wohnungspolitik
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
Der Kern ist „Wall Street“
Es gibt das Missverständnis, dass Großunternehmen in großem Stil US-Wohnhäuser aufkaufen, tatsächlich werden die meisten als Kapitalanlage aber von privaten Investoren gekauft.
Schon ein Artikel von 2023 (HousingWire-Link) sagte, dass sich die Investitionen großer Institutionen in Wohnimmobilien bereits abgekühlt hatten.
Letztlich wirkt diese Debatte – ganz nach dem Motto „Nicht BlackRock kauft alle Häuser, sondern dein Nachbar“ – wie der Versuch, eine eingebildete Bedrohung in der Öffentlichkeit politisch auszunutzen.
Institutionelle Investoren machen zwar nur einen kleinen Teil des Marktes aus, üben aber massiven Einfluss auf die Preisbildung aus.
Ihre Vermögenswerte werden verbrieft und führen zu spekulativen Geschäften, wodurch unerwünschte finanzielle Anreize auf dem Wohnungsmarkt entstehen.
Trennt man sie vom Wohnungsmarkt, kann man die Politik von den Interessen der Vermögenden entkoppeln.
Menschen sollten ihr Einkommen eher durch andere wirtschaftliche Aktivitäten erzielen als durch Mieteinnahmen.
Um die Eigentumswohnung zu kaufen, in der ich gerade lebe, müsste ich wegen Steuern, Zinsen und HOA-Kosten monatlich 1.000 Dollar mehr zahlen.
Letztlich kaufen Wohlhabende und Unternehmen Häuser also zu deutlich besseren Konditionen als normale Menschen.
Ein Artikel zum Fall Atlanta zeigt, dass in manchen Gegenden der Anteil von Häusern in Unternehmensbesitz 60 % erreicht.
In letzter Zeit sind viele davon allerdings wieder in Privatbesitz übergegangen.
Vermutlich haben die Investmentfirmen sie gekauft, weiterverkauft und dabei Gewinn mitgenommen.
Das Beispiel Australien zeigt, dass die Immobilienpreise trotz eines Grundsteuersystems, das massenhafte Wohnungsbestände großer Unternehmen bremsen soll, weiterhin zu den höchsten der Welt gehören.
Letztlich ist das Problem der Angebotsmangel.
Wenn Wohnungen günstiger werden und Mieter geschützt werden sollen, führt an mehr Angebot kein Weg vorbei.
Mehr Angebot ist entscheidend, aber auch Steuerpolitik, Stadtplanung und Regulierung der Bodennutzung wirken zusammen.
Die Regierung muss mutig sein und kleinere, dichter bebaute Wohnungen fördern, damit die jüngere Generation Wohneigentum erwerben kann.
Letztlich ist die Kultur rund um das Einfamilienhaus das Problem.
Mit der Verbreitung von Homeoffice hätte sich das vielleicht lösen können, aber wegen der Verluste bei Gewerbeimmobilien wurde diese Chance verpasst.
Wenn der Steuersatz ab dem dritten Haus schrittweise steigt, könnte man verhindern, dass normale Leute Dutzende Häuser kaufen und vermieten.
Das eigentliche Problem ist, dass der Staat das Angebot künstlich verknappt; solange man das nicht ändert, bringt all das nichts.
Nach meiner jüngsten Erfahrung mit dem Verkauf eines Hauses in der Bay Area hängen die Immobilienpreise direkt an den Zinssätzen.
Die Rendite meines 2016 gekauften Hauses lag über zehn Jahre bei etwa 8 %, aber unter Berücksichtigung der Zinskosten bleibt real fast nichts übrig.
Immobilien sind am Ende weniger eine Investition als vielmehr ein Instrument zum erzwungenen Sparen.
Außerdem verschärft sich der Mangel an Einstiegsimmobilien, weil viele Menschen mit ihren niedrigen Zinsen an ihren Häusern festhalten und nicht verkaufen.
Es gibt die Praxis, Häuser statt auf den eigenen Namen über eine eigene LLC zu halten; hoffentlich verhindert diese Politik das nicht.
Das ist nämlich ein Mittel zum Schutz der Privatsphäre gegen Doxxing.
Selbst wenn ein Trust verwendet wird, sollte offengelegt werden, wer die Kontrolle ausübt.
Solche Fälle sollte man ausnehmen.
Im unteren Preissegment könnte das zur Preisstabilisierung beitragen, auf teure Regionen hätte es aber wohl wenig Einfluss.
In der Bay Area kaufen oft ausländische Investoren, die dort nicht selbst wohnen, teure Häuser.
Ich habe tatsächlich Häuser im Wert von mehreren Millionen Dollar leer stehen sehen, in denen nur ein einziger Student wohnte.
Es gibt viele Häuser in ausländischem Besitz, was häufig zu Verwaltungsproblemen und häufigem Mieterwechsel führt.
Dieses Phänomen scheint sogar ein größeres Problem zu sein als Wall Street.
Ich denke, diese Politik wird tatsächlich helfen.
Plattformen wie Zillow verschaffen institutionellen Investoren einen Informationsvorsprung und treiben so Preissteigerungen an.
Schon kleine Eingriffe in die Marktliquidität können große Auswirkungen haben.
Das Problem der Bezahlbarkeit (affordability) von Wohnraum ist nicht einfach nur eine Frage des Übergangs von Miete zu Eigentum.
Entscheidend ist, die Wohnkosten in Regionen mit Chancen zu senken.
Schon die Vorstellung, dass ein Eigenheim das absolute Ideal sei, ist selbst eine Ursache steigender Kosten.
Institutionen wie REITs haben zwar nur einen kleinen Marktanteil, verzerren den Markt aber durch wiederholte Transaktionen.
Politisch ist eine Abgrenzung nach Größe schwierig, und die Debatte driftet leicht in Richtung Sündenbock-Politik ab.
Tatsächlich haben REITs und Bauträger bereits Bestände aufgebaut und ihre Käufe gestoppt; diese Maßnahme könnte paradoxerweise sogar die Kauflaune wieder anheizen.
Außerdem werden US-Immobilien seit Langem als Kanal für Geldwäsche genutzt, weshalb tiefgreifende Reformen nötig sind.
Vielleicht ist eine Bodenwertsteuer (LVT) am Ende die richtige Antwort.
Selbst wenn diese Maßnahme nicht wirksam sein sollte, ist es positiv, dass das Problem der Wohnkaufkraft damit ins politische Zentrum gerückt wird.
Ist der Steuersatz zu niedrig, entstehen Spekulationsblasen; ist er zu hoch, wird die Entwicklung gebremst.
Wie das Beispiel Dänemark zeigt, bedeutet eine LVT nicht automatisch niedrige Immobilienpreise.
Fazit: Man muss einfach mehr Häuser bauen.
„JUST BUILD MORE HOMES“