Die Schwierigkeit, Wohneigentum zu erwerben – „Mir wird davon übel“
Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt
- Nathan Wilkins lebte 2019 mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester zusammen und versuchte, Geld für den Kauf eines Hauses zu sparen.
- Doch auf dem US-Wohnungsmarkt ist Wohneigentum durch steigende Mieten, sprunghaft gestiegene Immobilienpreise und höhere Kreditzinsen schwerer erreichbar geworden.
- Derzeit zahlt er monatlich 2.500 US-Dollar (etwa 1.960 Pfund) Miete, was das Sparen erschwert.
Steigende Immobilienpreise
- Der Median der Verkaufspreise für Wohnimmobilien in den USA ist seit Ende 2019 um etwa 30 % gestiegen und erreichte im Frühjahr dieses Jahres 420.000 US-Dollar.
- Der Zinssatz für 30-jährige Festzins-Hypotheken ist von rund 3 % im Jahr 2020 auf derzeit etwa 7 % gestiegen.
- Für den Kauf eines Hauses ist ein Jahreseinkommen von mehr als 100.000 US-Dollar erforderlich, deutlich mehr als das mittlere Haushaltseinkommen in den USA von rund 75.000 US-Dollar.
Schwierigkeiten beim Hauskauf
- Megan Holter begann 2019 in Austin, Texas, nach einem Haus zu suchen, musste dies wegen der Pandemie jedoch unterbrechen.
- In diesem Jahr zog sie nach Columbus, Ohio, und kaufte dort ein Haus zu einem Zinssatz von 6,625 %.
- Viele Menschen befinden sich in einer Lage, in der sie kein Wohneigentum erwerben können.
Ausblick auf Wohneigentum
- Nach Angaben der Federal Reserve Bank of New York erwarten nur 40,1 % der Mieter, irgendwann einmal Wohneigentum zu besitzen.
- Auch Eigentümer sind von den Marktveränderungen betroffen, etwa durch steigende Grundsteuern und Versicherungsprämien.
- Rund ein Drittel aller Haushalte gibt mehr als ein Drittel seines Einkommens für Wohnkosten aus.
Politische Auswirkungen
- Die steigenden Wohnkosten sind eine große Herausforderung für Präsident Joe Biden.
- Donald Trump wirft Biden wegen der Inflation Versagen vor und behauptet, die Wirtschaft entwickle sich in die falsche Richtung.
- Die Biden-Regierung hat Vorschläge zur Unterstützung von Hauskäufern vorgelegt, deren Wirkung jedoch gering ist.
Zinsen und Inflation
- Die Federal Reserve steht unter Druck, die Zinsen zu senken, doch die Inflation liegt weiterhin über dem Zielwert von 2 %.
- Viele Analysten erwarten, dass Zinssenkungen möglich sein werden, wenn die Inflation nachlässt.
- Aufgrund des Wohnungsmangels und hoher Mieten könnte die Inflation jedoch auch anhalten.
Meinung von GN⁺
- Instabilität des Wohnungsmarkts: Die starken Schwankungen bei Immobilienpreisen und Zinsen belasten Hauskäufer erheblich.
- Politische Auswirkungen: Das Wohnungsproblem steht im Zentrum politischer Debatten und könnte das Wahlergebnis beeinflussen.
- Wirtschaftliche Unsicherheit: Die Unsicherheit bei Zinsen und Inflation wirkt sich auf die gesamte Wirtschaft aus.
- Probleme bei der Wohnraumversorgung: Der Mangel an Wohnraum könnte langfristig weiter steigende Immobilienpreise und Mieten verursachen.
- Bedarf an alternativen wohnungspolitischen Maßnahmen: Zur Lösung der Wohnungsfrage sind innovativere und wirksamere politische Maßnahmen erforderlich.
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
Erste Meinung: Die Ursache des Problems ist nicht ein Mangel an Gebäuden, sondern globale Vermögenspreisinflation und billiger Kredit. Wohnraum wird als Investment genutzt und nicht für das tatsächliche Wohnen.
Zweite Meinung: In Portugal stehen viele Gebäude leer, und das Wohnungsproblem liegt nicht an einem Mangel an Gebäuden, sondern an leerstehenden Gebäuden.
Dritte Meinung: In England und Wales hält das Wohnungsangebot mit dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt, wodurch die Preise steigen.
Vierte Meinung: Es ist nötig, die Wirtschaft nicht in Großstädten zu konzentrieren, sondern zu dezentralisieren. Wohnraum in Großstädten ist teuer, und auf dem Land gibt es viele leerstehende Gebäude.
Fünfte Meinung: Auf nationaler Ebene sollte die Nachfrage nicht subventioniert werden, und auf lokaler Ebene sollte das Angebot nicht eingeschränkt werden.
Sechste Meinung: Ich habe 2022 ein neues Haus gekauft; hätte ich den Preis von vor zehn Jahren gehört, hätte ich gedacht, man sollte sofort ein Haus kaufen.
Siebte Meinung: Historisch gesehen wurden in Großstädten große öffentliche Projekte umgesetzt, zum Beispiel Kanalisationssysteme und öffentliche Verkehrsnetze. Auch bezahlbarer öffentlicher Wohnraum ist essenzielle Infrastruktur.
Achte Meinung: Die Wohnpreise sind anormal hoch. In den USA liegt die Eigentumsquote bei 65 % und hat sich in den letzten 50 bis 60 Jahren kaum verändert.
Neunte Meinung: Ich frage mich, warum die Zinsen für 30-jährige Hypotheken mit festem Zinssatz so hoch sind. Ich würde gern wissen, warum Banken inzwischen von einem langfristigen Durchschnittszins von 7 % statt 3 % ausgehen.
Zehnte Meinung: Im Vereinigten Königreich wurde die Steuerpolitik für Mietimmobilien geändert, wodurch Vermieter Häuser verkauft haben; infolgedessen ist das Angebot an Mietwohnungen gesunken und die Mieten sind gestiegen.