2 Punkte von GN⁺ 2025-12-31 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Der französische Richter Nicolas Guillou am Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wurde in die US-Sanktionsliste aufgenommen
  • Das US-Finanzministerium rechtfertigte die Sanktion damit, dass er eine Entscheidung gebilligt habe, die die Ausstellung von Haftbefehlen gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant genehmigte
  • Den beiden israelischen Personen werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit der Zerstörung des Gazastreifens vorgeworfen
  • Insgesamt 6 Richter und 3 Ankläger, darunter auch ICC-Chefankläger Karim Khan, wurden von den USA sanktioniert
  • Guillou erläuterte im Interview die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf Arbeit und Alltag und erwähnte die Notwendigkeit, Reaktionsmechanismen der europäischen Behörden zu aktivieren

Die US-Sanktionen und ihr Hintergrund

  • Die USA setzten am 20. August 2025 auf Entscheidung von Donald Trump hin 9 ICC-Mitarbeitende, darunter Nicolas Guillou, auf die Sanktionsliste
    • Als Grund wurde ausdrücklich die Genehmigungsentscheidung für ICC-Haftbefehle gegen israelische Führungspersonen genannt
  • Das US-Finanzministerium erklärte in einer Stellungnahme: „Guillou traf eine Entscheidung, mit der die Ausstellung von ICC-Haftbefehlen gegen Netanjahu und Gallant genehmigt wurde.“
  • Zu den Sanktionierten gehören 6 Richter und 3 Ankläger, darunter ICC-Chefankläger Karim Khan

Auswirkungen der Sanktionen und Guillous Reaktion

  • Guillou erklärte im Interview, dass die Sanktionen spürbare Auswirkungen auf seine berufliche Tätigkeit und sein Privatleben haben
  • Er vermied es zwar, auf konkrete Fälle einzugehen, argumentierte jedoch, dass europäische Behörden Mechanismen aktivieren sollten, um die Auswirkungen der US-Sanktionen abzumildern
  • Wegen der Sanktionen sei er de facto aus dem internationalen Finanzsystem ausgeschlossen, so seine Beschreibung

Aufbau des US-Sanktionssystems

  • Der US-Sanktionsmechanismus wurde ursprünglich für den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Terrorismus und Drogenhandel konzipiert
  • Derzeit stehen rund 15.000 Personen auf US-Sanktionslisten, darunter überwiegend Al-Qaida, der Islamische Staat (IS), Mafiaorganisationen und Führer autoritärer Regime
  • In dieser langen Liste finden sich auch 9 ICC-Richter

Umfang der Artikelveröffentlichung

  • 81,05 % des gesamten Artikels sind nur für Abonnenten zugänglich; im frei verfügbaren Teil lassen sich nur der Hintergrund der Sanktionen und ein Teil ihrer Auswirkungen erkennen
  • Der restliche Inhalt ist nicht öffentlich, weitere Erläuterungen fehlen

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