27 Punkte von ashbyash 2025-12-23 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Nette Manager unterdrücken das Potenzial ihrer Teammitglieder, indem sie unter dem Vorwand der Freundlichkeit kein Feedback geben und die Erwartungen herunterschrauben. Das ist der Golem-Effekt: Niedrige Erwartungen führen tatsächlich zu schwächeren Leistungen und Karriere-Stagnation.

1. Fünf Hauptprobleme netter Manager

  • Erwartungen werden nicht vermittelt: Aussagen wie „Okay, du kannst dir ruhig Zeit lassen“ bringen Teammitglieder dazu, anspruchsvolle Aufgaben aufzugeben.
  • Schwierige Gespräche werden vermieden: Weil auf Hinweise zu Fehlern verzichtet wird, häufen sich Probleme an; selbst wenn die Teamleistung sinkt, werden solche Führungskräfte fälschlich als „nette Vorgesetzte“ wahrgenommen.
  • Fehler bei der Aufgabenverteilung: Statt komplexer Projekte werden vor allem einfache Aufgaben zugewiesen, wodurch Wachstumschancen blockiert werden.
  • Keine Empfehlung für Beförderungen: Wegen fehlender politischer Durchsetzungskraft des Managers werden Teammitglieder nicht empfohlen, was ihren Karriereweg blockiert.
  • Übertriebener emotionaler Schutz: Um Kritik zu vermeiden, werden Teammitglieder schwächer und geraten im externen Wettbewerb ins Hintertreffen.

2. Detaillierter Mechanismus des Golem-Effekts

  1. Erwartungsbildung: Tonfall und Verhalten des Managers senken das Selbstwirksamkeitsempfinden der Teammitglieder.
  2. Selbstbegrenzung: Teammitglieder glauben „Ich bin eben nur zu diesem Maß fähig“ und reduzieren ihre Anstrengungen.
  3. Negativer Leistungskreislauf: Niedriger Output → tatsächliche Stagnation der Fähigkeiten → langfristiger Karriereschaden (das Gegenteil: Beim Pygmalion-Effekt führen hohe Erwartungen zu hervorragenden Leistungen).

3. Praktische Gegenstrategien

  1. Eigenes Feedback stärken: Statt sich auf den Manager zu verlassen, ehrliche Meinungen von Kolleg:innen oder Mentor:innen einholen.
  2. Sich freiwillig für Herausforderungen melden: Aktiv vorschlagen: „Kann ich dieses Projekt übernehmen?“
  3. Klare Erwartungen einfordern: Direkt fragen: „Welches Niveau erwarten Sie?“ und so höhere Maßstäbe anstoßen.
  4. Jobwechsel vorbereiten: Wenn innerhalb von 6 Monaten keine Fortschritte entstehen, nach einem Gespräch mit Mentor:innen einen Abteilungswechsel oder Stellenwechsel in Betracht ziehen.

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