- Die Summe kleiner Handlungen im Alltag schafft starkes Vertrauen zwischen Führungskraft und Teammitgliedern und macht den Unterschied zwischen guten und hervorragenden Manager:innen aus
- Größeren Einfluss als große Entscheidungen wie Einstellungen oder Leistungsbeurteilungen haben feine Entscheidungen wie eine Haltung, die Diskussionen nicht ausweicht, oder das Delegieren von Entscheidungsbefugnissen
- Verhaltensweisen wie das Zeigen von Verletzlichkeit und das Teilen von Misserfolgen erhöhen die psychologische Sicherheit und fördern Herausforderungen und Lernen im Team
- Wenn Führungskräfte nicht nur Anweisungen geben, sondern als Sparringspartner im Denken fungieren, werden Kontextverständnis und Urteilsvermögen des Teams gestärkt
- Gewohnheiten, die mit langfristiger Perspektive das Karrierewachstum der Mitarbeitenden unterstützen, sind entscheidend für die nachhaltige Gesundheit einer Organisation
Gewohnheiten, die ein Team dazu bringen, wie „Owner“ zu handeln
- Kontroversen nicht vermeiden, Diskussionen zulassen und danach Entscheidungsbefugnis übertragen, damit sich Erfahrung im Treffen von Entscheidungen ansammelt
- Eigene Ideen nicht monopolisieren, sondern mit dem Team teilen, damit es zu treibenden Kräften kreativer Umsetzung heranwächst
- Nicht als Head Coach, sondern als Teamkapitän agieren, der durch Fragen Orientierung gibt und Verantwortung verteilt
- Auch in der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen statt direkter Intervention klar Befugnisse an Direct Reports delegieren
Verletzlichkeit und Selbstwahrnehmung sichtbar machen
- Den eigenen Arbeitsstil, die eigenen Werte und Feedback-Präferenzen dokumentieren und teilen, um ein vorhersehbares Umfeld für Zusammenarbeit zu schaffen
- Persönliche und berufliche Misserfolge teilen, um einen psychologisch sicheren Raum zu schaffen, in dem Scheitern erlaubt ist
- Auch persönliche Anekdoten außerhalb der Arbeit leicht und beiläufig teilen, um eine entmenschlichte Organisationsatmosphäre abzumildern
Ein vertrauenswürdiger Sparringspartner werden
- Monatliche Retrospektiven einplanen, um Erfolge und Verbesserungsmöglichkeiten strukturiert zu reflektieren
- Über 1:1s hinaus, die sich nur um kurzfristige Themen drehen, gezielt Zeit nur für Ideengenerierung schaffen
- Die Arbeit des Teams mit den Gesamtzielen des Unternehmens verknüpfen, damit kontextorientierte Entscheidungen möglich werden
- In 1:1-Meetings konsequent fokussiert und aufmerksam zuhören
- Vereinbarte Follow-ups ausnahmslos umsetzen und so Konsistenz und Vertrauen aufbauen
Mit Empathie als Standard führen
- Noch vor Leistung die individuelle Situation respektieren und menschenzentrierte Entscheidungen priorisieren
- Teammitglieder in Überlastungssituationen aktiv zu Pausen oder Anpassungen der Arbeit ermutigen
- Mitarbeitende im Urlaub oder Krankenstand nicht stören und als Führungskraft eine Pufferrolle übernehmen
Mit Freundlichkeit herausfordern
- Die Möglichkeit von Fehlern anerkennen und mit der Botschaft „Auch wenn es schiefgeht, übernehme ich die Verantwortung“ die Hürde für mutige Schritte senken
- Nach der Jahresbeurteilung in monatliche Umsetzungspläne übergehen und so eine kontinuierliche Wachstumsschleife schaffen
- Bei Feedback-Anfragen als Manager:in die eigene Absicht teilen und klar machen, welche Art von Antwort gewünscht ist
- Vor Feedback kurz innehalten und prüfen, ob die andere Person in einem aufnahmefähigen Zustand ist, um die Wirksamkeit des Feedbacks zu erhöhen
- Lob öffentlich, Kritik unter vier Augen
Kleine Momente erkennen und verstärken
- Auch kleine laufende Erfolge sofort anerkennen und feiern, um Motivation und Tempo aufrechtzuerhalten
- Leistungen von Mitarbeitenden in die nächsthöhere Organisation tragen, um Sichtbarkeit und die Verknüpfung mit Anerkennung zu stärken
- Selbst persönliche Lebensereignisse im Blick behalten und so die Tiefe der Beziehung erweitern
Führung mit Blick auf langfristiges Wachstum
- Klar machen, dass die aktuelle Rolle nur eine Station in der Karriere ist, und die Planung des nächsten Schritts unterstützen
- Mentor:innen und Skip-Level-Meetings vermitteln, um Gelegenheiten zur Horizonterweiterung zu schaffen
- Regelmäßig Karrieregespräche führen, um die Ausrichtung zwischen persönlichen Zielen und Teamzielen zu überprüfen
- Durch Weiterbildung, Konferenzen und Coaching dafür sorgen, dass die für die Rolle nötigen Fähigkeiten kontinuierlich weiterentwickelt werden
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