Ein schrittweises Framework für strategisches Micromanagement
- Aufgabenreife einschätzen (Gauge Task Maturity):
- Bei der Zuweisung von Aufgaben das Kompetenzniveau der Mitarbeitenden bewerten
- Einsteiger benötigen naturgemäß mehr Unterstützung; mit wachsender Kompetenz wird diese schrittweise reduziert
- Eine klare Ausgangsbasis festlegen (Set a Clear Baseline):
- Nur weil Mitarbeitende einen Prozess ausführen können, heißt das nicht, dass sie die richtigen Personen sind, um ihn zu entwerfen
- Standards definieren, den Prozess selbst erstellen und dokumentieren sowie Bildschirmaufnahmen oder echte Videos nutzen, um Spekulationen zu vermeiden
- Verständnis überprüfen (Verify Comprehension):
- Mitarbeitende den Prozess noch einmal erklären lassen und sie auf Basis der Aufzeichnungen ihre eigene SOP (Standard Operating Procedure) schreiben lassen
- Erst mit der Arbeit beginnen lassen, nachdem das Verständnis vollständig bestätigt wurde
- Ergebnisse eng überwachen (Monitor Results Closely):
- Zu Beginn häufig nachfassen und schnelles, konkretes Feedback geben
- Erfolge loben und bei Verbesserungen den Fokus auf das System statt auf persönliche Schwächen legen
- Autonomie erhöhen (Increase Autonomy):
- Mit wachsender Kompetenz mehr Autonomie sowohl bei der Aufgabenausführung als auch bei der Verbesserung des ursprünglichen Prozesses geben
- Bei wichtigen Aufgaben jedoch ein gewisses Maß an Aufsicht beibehalten
- Das Ziel ist vollständige Selbstständigkeit, nicht völliger Verzicht auf Aufsicht
Richtige Umsetzung ist entscheidend
- Strategisches Micromanagement kann, wenn es richtig umgesetzt wird, Autonomie und Motivation steigern
- Entscheidend ist, es nicht wahllos, sondern planvoll einzusetzen
- Wie jede andere Fähigkeit erfordert auch strategisches Micromanagement Übung
- Wer es jedoch beherrscht, kann sich letztlich selbst skalieren und wertvolle Zeit zurückgewinnen
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