- Ein Dienst, der auf einer Karte anzeigt, wo in Kommunalratssitzungen in den gesamten USA über automatische Kennzeichenerkennung (ALPR), Flock-Safety-Kameras, Gesichtserkennung und andere Überwachungstechnologien diskutiert wird
- Scannt Sitzungsordnungen automatisch und erkennt Schlüsselwörter wie „flock“, „license plate reader“ und „alpr“, um die entsprechenden Orte mit Pins auf der Karte zu markieren
- Nutzer können sich per E-Mail anmelden und über Benachrichtigungseinstellungen Hinweise auf Debatten über Überwachungstechnologien in Regionen erhalten, die sie interessieren
- Die Website warnt vor der Ausbreitung massenhafter Überwachung und dem Risiko von Eingriffen in die Privatsphäre und zeigt Beispiele dafür, wie sich Überwachungstechnologien über die Kriminalermittlung hinaus ausweiten
- Sie ist wichtig als Werkzeug, das Bürgern hilft, sich an Überwachungspolitik auf lokaler Ebene zu beteiligen und darauf zu reagieren
Überblick über alpr.watch
- Weist darauf hin, dass US-Kommunalverwaltungen möglicherweise über Überwachungstechnologien wie Flock-Kameras, Gesichtserkennung und automatische Kennzeichenerkennung (ALPR) diskutieren
- Über eine kartenbasierte Oberfläche werden die Orte von Sitzungen, in denen solche Debatten stattfinden, visuell dargestellt
- Nutzer können dadurch Bewegungen zur Einführung von Überwachungstechnologien in ihrer Region erkennen und darauf reagieren
- Die Website erkennt relevante Schlüsselwörter durch eine automatische Scan-Funktion für Sitzungsordnungen
- Wörter wie „flock“, „license plate reader“ und „alpr“ werden erkannt und als Pins auf der Karte angezeigt
- Jeder Pin steht für eine Region, in der Debatten über Überwachungstechnologien stattfinden
- Nach der Anmeldung per E-Mail steht eine Benachrichtigungsfunktion zur Verfügung
- Nutzer können benachrichtigt werden, wenn es in ihren Interessensgebieten Sitzungen oder Debatten über Überwachungstechnologien gibt
Die Ausbreitung massenhafter Überwachung
- In den gesamten USA nimmt die Einführung von Überwachungstechnologien rapide zu, und es sind bereits mehr als 80.000 Kameras installiert
- Solche Systeme verfolgen die Bewegungen von Einwohnern, sammeln biometrische Daten und bauen riesige Datenbanken alltäglicher Aktivitäten auf
- Die Verbreitung von Überwachungstechnologien weckt Sorgen über Eingriffe in die Privatsphäre und eine Entwicklung hin zu einer Überwachungsgesellschaft
ALPR-Technologie (automatische Kennzeichenerkennung)
- ALPR-Systeme nutzen Kameras und künstliche Intelligenz, um Kennzeichendaten vorbeifahrender Fahrzeuge automatisch zu erfassen, zu erkennen und zu speichern
- Sie arbeiten rund um die Uhr und zeichnen Fahrtrouten auf
- Individuelle Bewegungsmuster werden in Datenbanken gesammelt, sodass alltägliche Aktivitäten nachverfolgt werden
Flock Safety
- Flock Safety ist einer der größten Hersteller von ALPR-Kameras in den USA
- Die Systeme des Unternehmens werden an Wohngebiete und Strafverfolgungsbehörden verkauft
- Die Kameras erfassen identifizierende Informationen wie Kennzeichen, Hersteller, Modell und Farbe von Fahrzeugen
- Die erhobenen Daten werden zwischen verschiedenen Behörden und Zuständigkeitsbereichen geteilt und bilden so ein landesweites Überwachungsnetzwerk
Risiken der Ausweitung von Überwachung
- Überwachungssysteme neigen dazu, ihren Anwendungsbereich über den ursprünglichen Zweck hinaus auszuweiten
- Beispiele sind Systeme, die zur Aufklärung von Straftaten eingeführt wurden und dann für die Durchsetzung von Einwanderungsrecht genutzt werden
- Zeitlich befristete Programme werden zu dauerhafter Infrastruktur
- Vereinbarungen zur Datenteilung werden auf weitere Behörden ausgeweitet
- Mit dem technologischen Fortschritt steigen die Möglichkeiten für invasive Nutzung
- Regulierung und Aufsicht halten mit der Geschwindigkeit der technologischen Verbreitung nicht Schritt
Organisationen zum Schutz der Privatsphäre
- Electronic Frontier Foundation (EFF): eine gemeinnützige Organisation, die sich für digitale Privatsphäre und Bürgerrechte einsetzt
- ACLU: führt landesweit Klagen und Advocacy-Arbeit gegen den Missbrauch von Überwachung durch
- Fight for the Future: eine Organisation für digitale Rechte, die Kampagnen gegen Überwachung organisiert
- Surveillance Technology Oversight Project (STOP): führt in New York und anderswo Klagen gegen den Missbrauch von Überwachungstechnologien
- Institute for Justice: hat eine verfassungsrechtliche Klage gegen die massenhafte Überwachung ohne richterlichen Beschluss durch Flock eingereicht
- Lokale Community-Organisationen: In vielen Regionen gibt es Bürgergruppen, die auf die Einführung von Überwachungstechnologien reagieren
Fazit
- alpr.watch ist eine Plattform, die Debatten über die Einführung von Überwachungstechnologien in Kommunalverwaltungen verfolgt und die Bürgerbeteiligung fördert
- Sie dient als zivilgesellschaftliches Überwachungswerkzeug, um auf die Ausbreitung massenhafter Überwachung und Risiken für die Privatsphäre zu reagieren
- Über diese Plattform können sich Nutzer direkt an lokaler Demokratie und Aktivitäten zum Schutz der Privatsphäre beteiligen
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