2 Punkte von GN⁺ 2025-11-08 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Farmers’ Almanac, der seit mehr als 200 Jahren Wetter, Weisheit und Humor vermittelt hat, hat entschieden, die Veröffentlichung mit der Ausgabe 2026 zu beenden
  • Sowohl die Print- als auch die Online-Ausgabe werden eingestellt; die Website bleibt bis Dezember 2025 erreichbar
  • Den Leserinnen und Lesern wurde mit einem Dankesgruß zugleich die Bitte übermittelt, die Tradition fortzuführen
  • In den Kommentaren zeigten Leserinnen und Leser vielfältige Reaktionen, darunter Bitten um eine Fortführung sowie Vorschläge zu Abogebühren oder Spendenaktionen
  • Als symbolträchtige Publikation der ländlichen Kultur der USA ist dies ein Ereignis, das das Ende eines historischen Erbes markiert

Bekanntgabe der Einstellung

  • Der Farmers’ Almanac gab bekannt, dass er seine mehr als 200-jährige Veröffentlichung abschließt und mit der Ausgabe 2026 endet
    • Es wurde erwähnt, dass er mit seinen einzigartigen Inhalten, die „Wetter, Witz und Weisheit“ verbinden, lange Zeit beliebt war
    • Mit der Formulierung, man schreibe „das letzte Kapitel“, wurde das Ende dieser historischen Publikation ausdrücklich benannt
  • Die Redaktion richtete Dankesworte an Leserinnen und Leser, Mitwirkende und Partner und erklärte, „der Geist des Almanachs lebt in euch weiter“
  • Zwar werden weder Print- noch Online-Ausgabe weiter angeboten, doch die Website bleibt bis Dezember 2025 verfügbar
  • Die Ausgabe 2026 kann über FarmersAlmanac.com, Amazon und einige stationäre Geschäfte erworben werden

Beziehung zu den Lesern und Vermächtnis

  • Viele Leserinnen und Leser erinnerten sich daran, den Almanach wie eine Familientradition genutzt zu haben
    • Erwähnt wurden etwa Beispiele, bei denen nach den Mondphasen gesät oder die „besten Tage“ für bestimmte Aktivitäten nachgeschlagen wurden
  • Die Redaktion hinterließ die Botschaft, den Geist des Almanachs weiterzutragen
    • Als Beispiele wurden Ratschläge genannt wie: „Pflanze Erbsen, wenn die Narzissen blühen, und achte auf einen roten Abendhimmel“
    • Mit der Formulierung, man solle „den Kindern erzählen, dass Großvater dem Almanach immer vertraut hat“, wurde die Weitergabe der Tradition betont

Reaktionen der Leser

  • In den Kommentaren fanden sich viele Beiträge mit Schock, Bedauern und dem Wunsch nach Fortsetzung
    • Einige schlugen vor, „mit einer kleinen Abogebühr oder über GoFundMe Unterstützung zu leisten“
    • Es gab auch die Meinung, man solle „die geistigen Eigentumsrechte an einen anderen Verlag verkaufen und so die Tradition fortführen“
  • Viele reagierten emotional mit Aussagen wie „Wenn diese Publikation verschwindet, weiß ich nicht, was ich tun soll“ oder „Das war nicht nur ein Buch, sondern ein Teil meines Lebens“
  • Einige verwiesen darauf, dass The Old Farmers Almanac weiterhin erscheint, und nannten dies als Alternative

Symbolische Bedeutung

  • Der Farmers’ Almanac wird als Symbol des ländlichen Lebens in den USA und der generationsübergreifenden Weitergabe von Wissen wahrgenommen
  • Das Ende bedeutet, dass für die traditionelle Printkultur eine Ära zu Ende geht
  • Leserinnen und Leser appellierten daran, „dass dieses symbolische Erbe unbedingt weiterleben muss“

Weitere Hinweise

  • Mitglieder können per E-Mail Informationen zu ihrem Abonnement erhalten
  • Am Ende des Artikels wird eine E-Mail-Adresse für Anfragen und Ideen genannt: tips@farmersalmanac.com
  • Im Originaltext gibt es keine zusätzlichen Hinweise auf weitere Pläne oder eine mögliche Wiederaufnahme

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-11-08
Hacker-News-Kommentare
  • Als ich Anfang der 1990er als Informatikprofessor arbeitete und zum ersten Mal den Mosaic-Browser sah, hatte ich das Gefühl, dass sich die Welt zum Besseren verändert hatte.
    Heute habe ich dabei allerdings gemischte Gefühle. Zeitschriften sind ins Netz gewechselt oder verschwunden und konnten nicht mehr mit dem Google-Werbemarkt konkurrieren.
    Auch kleine Läden vor Ort waren nicht nur Geschäfte, sondern soziale Orte der Verbindung für Menschen, doch inzwischen schließen sie, weil sie mit der Bequemlichkeit von Amazon nicht mithalten können.
    Das Internet hat uns viel gebracht, aber auch viel genommen.

    • Die Bemerkung, dass lokale Geschäfte als soziale Hubs fungierten, trifft mich besonders.
      Die heutigen Online-Communities — Instagram, Subreddits, Schul- oder Nachbarschaftsforen usw. — wirken zu unpersönlich, um ein echter Ersatz zu sein.
      Eine solche Generation merkt diesen Mangel womöglich gar nicht richtig.
    • Wenn Printmedien nicht von Anfang an vom Werbeeinnahmen-Modell abhängig gewesen wären, hätte das Ergebnis heute vielleicht völlig anders ausgesehen.
    • Google und Amazon sind letztlich nur Intermediäre.
      Produzenten und Konsumenten können nicht mit Intermediären konkurrieren.
      Wenn das Internet eine intermediärzentrierte Struktur ist, dann braucht es zumindest Wettbewerb zwischen Intermediären.
      Derzeit nehmen Google und Amazon jedoch nahezu monopolartige Positionen ein.
  • Old Farmer’s Almanac existiert noch immer.

    • Ich erinnere mich an genau dieses Buch aus meiner Kindheit zu Hause. Mir war nicht klar, dass es noch eine andere Ausgabe mit ähnlichem Namen gibt.
    • Alle erinnern sich an den gelben Umschlag von „The Farmer’s Almanac“, und dann ist man überrascht zu erfahren, dass im eigentlichen Titel OLD vorkommt.
    • Ich frage mich, warum es zwei Varianten gibt. Auch der verlinkte Artikel erklärt das nicht eindeutig.
    • Ich war überrascht, weil ich dachte, dass dieses eingestellt worden sei. Die Version von Ben Franklin ist immer noch eine starke Marke, daher wirkt es fast naheliegender, dass die andere Ausgabe endet.
  • Dem Artikel zufolge nennt die offizielle Pressemitteilung als Grund die „finanziellen Schwierigkeiten von Veröffentlichung und Vertrieb im heutigen chaotischen Medienumfeld“.

    • Was mit dem „chaotischen Medienumfeld“ genau gemeint ist, bleibt allerdings unklar.
  • Ich habe mich gefragt, was ein „Farmer’s Almanac“ eigentlich genau ist.
    Früher scheint es ein praktisches Werkzeug mit statistischer Grundlage gewesen zu sein, heute wirkt es eher aus der Zeit gefallen.
    Oder es hat sich zu einem kulturellen Erbe entwickelt, das mit Wissenschaft und Mathematik angereichert wurde.

    • Tatsächlich ist es beides. Es enthält wissenschaftliche Elemente und hat sich zugleich zu einem kulturellen Archiv entwickelt.
      Es besteht aus Witzen, Anekdoten, Hausmitteln und Alltagstipps.
      Die Daten zu Sonne, Mond und Finsternissen beruhen tatsächlich auf Mathematik, aber das Modell für Wettervorhersagen ist ein proprietärer Algorithmus, der seit 1792 weitergegeben wird.
      Grob gesagt bestehen etwa 30 % aus Astronomiedaten, 30 % aus dem hauseigenen Modell und 40 % aus erzählerischen Inhalten.
      Offiziell werden 80 % Genauigkeit behauptet, in tatsächlichen Überprüfungen liegt sie jedoch bei etwa 50 %.
      Siehe: 2026 Old Farmer’s Almanac, Analyse im Klimaforschungs-Blog
    • Das „2026 Old Farmer’s Almanac“ liefert weiterhin Wetter- und Astronomiedaten sowie praktische Lebensweisheit und setzt damit eine Tradition seit 1792 fort.
  • Diese Publikation ist so sehr eine altehrwürdige Institution, dass ich vergessen hatte, dass sie tatsächlich von jemandem gemacht werden muss.
    Als ich die Nachricht heute sah, machte mich das ein wenig traurig.

    • Wenn man an den Markenwert von 200 Jahren denkt, hätte man sie vielleicht verkaufen können, aber die Entscheidung, selbst ein Ende zu setzen, ist auch respektabel.
    • Irgendwann wird wohl auch diese Rolle von KI übernommen. Vielleicht gibt es dann ein „Server Farmers’ Almanac“.
  • Ich blättere jedes Jahr beide Almanache durch, und die Gartenbautipps sowie die Ratschläge für den Alltag waren nützlich. Schade, dass das verschwindet.

    • Statt nur darin zu blättern, hätte ich wohl 9 Dollar dafür bezahlen sollen.
  • Laut dem Link zu den „best days“ ist der 7. November wegen Mondphase und Tierkreis ein Tag, an dem man sich die Haare schneiden sollte, wenn sie langsam nachwachsen sollen.
    Dass diese Publikation immer noch existiert, überrascht mich.

    • Ich habe die amerikanische Kultur des Aberglaubens wohl unterschätzt.
    • Als Kind habe ich das mit Vergnügen gelesen, aber heute wirkt es wie völliger Unsinn. Trotzdem lässt sich mit dem Astrologie-Markt Geld verdienen.
    • Es wurde eine Erklärung zu KI veröffentlicht, in der es heißt, man werde „Humor und Glaubwürdigkeit nicht verlieren“.
  • Auf dem Cover der Ausgabe von 2026 (Amazon-Link) steht Schaltjahr, was gerade bei so etwas ein Bereich sein sollte, in dem sie besonders korrekt sein müssten — umso erstaunlicher.

  • Jemand hinterließ den Scherz: „Wenn man eine Schale Wasser ins Mondlicht stellt, liegt ein Segen auf Generationen von Schriftstellern.“

    • Das stammt vermutlich aus dem Old Farmer’s Almanac.
    • Leider war Vollmond schon gestern.
    • Im Osten sind Almanache für Hexen vielleicht immer noch populär.
  • Wer alte Almanache sehen möchte, findet im Internet Archive Tausende gescannte Exemplare.
    Dort kann man zum Beispiel Klassiker wie The Illustrated Phrenological Almanac ansehen.