Die Rolle von McKinsey & Company und die Einigung
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Einigung von McKinsey & Company: McKinsey & Company hat sich bereit erklärt, im Rahmen bundesstaatlicher zivil- und strafrechtlicher Ermittlungen 650 Millionen US-Dollar zu zahlen, weil das Unternehmen Purdue Pharma dabei geholfen hat, den Verkauf von OxyContin zu "turbochargen". Dies gab das US-Justizministerium bekannt.
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Strategie und Folgen: McKinseys Strategie führte dazu, dass die Verschreibungen von OxyContin auf ein unsicheres und medizinisch nicht notwendiges Maß anstiegen. Martin Elling, ein ehemaliger Senior Partner von McKinsey, stimmte zu, sich schuldig zu bekennen, weil er elektronische Unterlagen im Zusammenhang mit Purdue gelöscht und damit die Ermittlungen behindert haben soll.
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Bedingungen der Einigung: McKinsey erklärte sich bereit, künftig keine Arbeit mehr im Zusammenhang mit "kontrollierten Substanzen" zu übernehmen, und wird einer strengeren bundesstaatlichen Aufsicht unterstellt. Außerdem entschuldigte sich McKinsey für früheres Fehlverhalten und kündigte an, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich Ähnliches künftig nicht wiederholt.
Kritik und gesellschaftliche Reaktionen
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Kritik: Viele Kritiker weisen darauf hin, dass hochrangige Unternehmensführer kaum bestraft werden. Das zeige, dass Unternehmen Geldstrafen als Geschäftskosten betrachten und weiterhin auf Gewinne ausgerichtet bleiben.
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Gesellschaftliche Reaktionen: Familien von Opfern von Purdue Pharma protestieren und fordern mehr Rechenschaft. Sie argumentieren, dass hochrangige Unternehmensführer im Gegensatz zu Drogendealern auf der Straße und Ärzten, die oft lange Haftstrafen erhalten, kaum bestraft werden.
Rechtliche Maßnahmen und Fälle
- Rechtliche Maßnahmen: 2019 wurden der CEO von Insys Therapeutics, John Kapoor, und andere Führungskräfte wegen Straftaten im Zusammenhang mit illegalem Marketing und Verschreibungen schuldig gesprochen. Dies war der erste Fall, in dem hochrangige Führungskräfte eines Pharmaunternehmens erfolgreich strafrechtlich verfolgt wurden.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein Nutzer teilte seine Erfahrungen aus Interviews mit Beratern und erwähnte, dass Berater von Unternehmen wie McKinsey und BCG zwar sehr klug seien, in der Praxis jedoch oft kein tiefgehendes Wissen hätten
Ein anderer Nutzer argumentierte, dass McKinsey im Zusammenhang mit der Opioidkrise zur Verantwortung gezogen werden müsse
Es wurde darauf hingewiesen, dass McKinseys Jahresumsatz 10 Milliarden Dollar erreiche und die derzeitige Strafe daher geringfügig sei
Angesichts der Zahl der Todesfälle durch Opioide zeigte sich ein Nutzer überrascht, dass es keine strafrechtliche Anklage gegen McKinsey gegeben habe
Es wurde argumentiert, dass harte Maßnahmen wie die Rückforderung von Boni notwendig seien
Es wurde auf die Behauptung verwiesen, ein ehemaliger Partner von McKinsey habe versucht, Beweise zu löschen
Es wurde erklärt, dass McKinseys Vergleichszahlung zur Beilegung bundesrechtlicher zivil- und strafrechtlicher Vorwürfe verwendet wurde
Es wurde gefordert, McKinsey zu zerschlagen und die Verantwortlichen ins Gefängnis zu schicken
Es wurde darauf hingewiesen, dass McKinseys Geldstrafe im Verhältnis zu den Einnahmen viel zu niedrig sei