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US-Gericht hält Anordnung zum Verkauf von TikTok durch ByteDance aufrecht
- Ein US-Bundesberufungsgericht hat ein Gesetz bestätigt, wonach das in China ansässige Unternehmen ByteDance die populäre Social-Media-App TikTok verkaufen muss, andernfalls wird sie in den USA verboten.
- Das US-Berufungsgericht in Washington, D.C. wies das Argument zurück, ein Verbot von TikTok verstoße gegen die Verfassung und verletze die Rechte auf freie Meinungsäußerung nach dem First Amendment von 170 Millionen US-Nutzern.
- Abgeordnete der Republikaner und Demokraten unterstützen das Verbot der App mit der Begründung, TikTok könne wegen seiner Verbindungen zur chinesischen Regierung ein Risiko für die nationale Sicherheit darstellen.
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Reaktion von TikTok und rechtlicher Streit
- TikTok erklärte, das Unternehmen werde den US Supreme Court anrufen, um die Entscheidung des Berufungsgerichts aufheben zu lassen.
- Wenn ByteDance TikTok nicht bis zum 19. Januar verkauft, müssen App-Store-Unternehmen und Internet-Hosting-Anbieter die Unterstützung für TikTok einstellen.
- Justizminister Merrick Garland bezeichnete die Entscheidung als einen wichtigen Schritt, um zu verhindern, dass die chinesische Regierung über TikTok sensible Informationen sammelt oder Inhalte manipuliert.
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Rechtlicher und politischer Hintergrund
- Präsident Joe Biden unterzeichnete das Gesetz im April; es wurde aufgrund von Bedenken über Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas erlassen.
- Das Gericht befand, das Gesetz sei eng gefasst, um die nationale Sicherheit zu schützen.
- TikTok zeigt sich zuversichtlich, dass der Supreme Court die Meinungsfreiheit der Amerikaner schützen wird.
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Gegenpositionen und weitere Debatte
- Patrick Toomey von der American Civil Liberties Union kritisierte das Urteil und sagte, es schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall, der es der Regierung erlaube, die Äußerungen von Amerikanern im Internet zum Schweigen zu bringen.
- Ein TikTok-Verbot werde am 19. Januar die Stimmen von mehr als 170 Millionen Amerikanern und Nutzern weltweit zum Schweigen bringen, so die Kritik.
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Politische Auswirkungen und Ausblick
- Der designierte Präsident Donald Trump hat nicht erklärt, ob er ein TikTok-Verbot durchsetzen wird.
- Trump hatte in seiner vorherigen Amtszeit versucht, TikTok zu verbieten, seine Haltung zuletzt jedoch geändert.
- Die Zukunft von TikTok dürfte von politischen und rechtlichen Faktoren beeinflusst werden.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das Gericht hat seine Entscheidung auf die nicht vertraulichen Teile der Akten gestützt. Interessant ist, dass TikTok nicht ausdrücklich bestritten hat, jemals auf Anweisung der chinesischen Regierung Inhalte manipuliert zu haben
Das hypothetische Risiko eines chinesischen TikTok scheint eine geringere Sorge zu sein als die Tatsache, dass China US-Kommunikationsnetze gehackt hat und weiterhin Zugriff darauf haben könnte
Die Diskussion über TikTok konzentriert sich immer auf Datenschutzprobleme, und das wirkt wie ein Witz
Das Gericht meint, dass das Gesetz eine strenge Prüfung erfordert und diese auch besteht
China war das erste Land, das TikTok verboten hat. (In China ist es nicht zugänglich)
Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis TikTok im Westen verboten wird oder ernsthaft von einem Verbot bedroht ist
Im Westen ist man strenge Internetkontrollen noch nicht gewohnt. In China und Russland ist die Bevölkerung daran gewöhnt. Jeder nutzt VPNs, um das westliche Internet zu verwenden
Dies ist nur eine Entscheidung des Berufungsgerichts. TikTok wird vor den Supreme Court ziehen, und dieser könnte zu einem anderen Ergebnis kommen
Dieses Verbot hat sich immer lächerlich angefühlt. Wenn Datenschutz und Datensammlung das Problem sind, machen das dann nicht Millionen anderer Apps auch? Wenn es um antichinesische Stimmung geht, warum dann TikTok und nicht Millionen andere Dinge? Wenn es um den Schutz vor Wahlen und Propaganda geht, warum dann nicht X, Meta und YouTube?