- SpaceX hat eine neue Mission mit reduzierter Besatzung gestartet, um zwei Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) zu retten
- Die Mission soll NASAs Nick Hague und Russlands Alexander Gorbunov zur ISS bringen und Butch Wilmore und Suni Williams zurückholen, die wegen Sicherheitsproblemen mit dem Boeing-Raumschiff nicht zur Erde zurückkehren konnten
- Da die NASA die Besatzung der Raumstation etwa alle sechs Monate auswechselt, soll dieser Flug Ende Februar zurückkehren und dabei freie Sitze für Wilmore und Williams lassen
- Boeings Starliner-Raumschiff wurde wegen Triebwerksproblemen und Heliumlecks als riskant eingestuft, sodass die beiden Astronauten mit einer SpaceX-Kapsel zurückkehren werden
- Wilmore und Williams, die am ersten bemannten Flug von Boeings Starliner teilnahmen, sollten ursprünglich nur eine Woche im All bleiben, werden wegen der Verzögerung nun aber voraussichtlich mehr als acht Monate dort verbringen
Zusammenarbeit von SpaceX und NASA
- Die NASA plant die Rückkehr der Crew statt mit Boeings Starliner mit einer Dragon-Kapsel von SpaceX
- SpaceX ist ein zentraler Partner im Commercial-Crew-Programm der NASA, setzte sich gegen Boeing durch und begann ab 2020 damit, NASA-Astronauten zur ISS zu bringen; seither hat das Unternehmen mehr als zehn bemannte Flüge erfolgreich durchgeführt
- Wilmore und Williams verfolgten den Start von der ISS aus und feuerten mit dem Ruf "Go Dragon!" an
- NASA-Astronautin Williams wurde zur Kommandantin der ISS befördert; nach der Ankunft von Gorbunov und Hague sollen andere Crewmitglieder, die seit März auf der ISS waren, zur Erde zurückkehren
- NASA-Astronaut Hague sagte in einem Interview vor dem Start, dass es in der bemannten Raumfahrt immer Veränderungen gebe; diesmal seien sie für die Öffentlichkeit nur deutlicher sichtbar geworden
- Hague übernimmt auf Basis seiner Erfahrung das Kommando über die Rettungsmission; vor sechs Jahren hatte er bereits einen Fehlstart eines russischen Raumfahrzeugs in einer Start-Notlage überstanden
- Die Astronautinnen Zena Cardman und die erfahrene Astronautin Stephanie Wilson wurden aus diesem Flug herausgenommen, ihnen wurden jedoch künftige Weltraummissionen zugesichert
Erfolgreicher Start von SpaceX und Boeings Schwierigkeiten
- Der Start verzögerte sich wegen der Auswirkungen von Hurrikan Helene; es war der erste bemannte Start von diesem Raketenkomplex in Cape Canaveral
- SpaceX übernahm einen Titan-Raketenstartplatz, der früher für Satelliten- und Frachtstarts genutzt wurde, und gewann dadurch zusätzliche Flexibilität
- Boeing kämpft mit mehreren Problemen beim Starliner; zuletzt wurde der Leiter von Boeings Verteidigungs- und Raumfahrtsparte ausgetauscht
Meinung von GN⁺
- Diese Rettungsmission von SpaceX zeigt die Bedeutung von Zusammenarbeit und Flexibilität in der Raumfahrt. Beeindruckend ist, wie NASA und SpaceX trotz einer vom ursprünglichen Plan abweichenden Lage schnell reagierten, um die sichere Rückkehr der Astronauten zu ermöglichen
- Gleichzeitig verdeutlichen die Probleme mit Boeings Starliner, wie schwierig und risikoreich die Entwicklung von Raumfahrzeugen ist. Zwar entwickelt sich die kommerzielle Raumfahrt dynamisch, doch Sicherheit und Zuverlässigkeit bleiben weiterhin große Herausforderungen
- Sichtbar wird auch die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Dass US-amerikanische und russische Astronauten gemeinsam Missionen durchführen, zeigt, dass der Weltraum ein gemeinsamer Bereich der Menschheit ist. Auch bei größeren künftigen Herausforderungen wie der Monderkundung wird die Zusammenarbeit der Länder unverzichtbar sein
- Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Wettbewerb im kommerziellen Raumfahrtsektor zwischen Boeing und SpaceX weiterentwickelt und wie sich andere private Raumfahrtunternehmen daran beteiligen werden
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Beim Deorbit-Burn der zweiten Stufe der Falcon 9 ist eine Anomalie aufgetreten
Es wird gefragt, ob SpaceX für die Rückkehr neue Raumanzüge hergestellt hat oder ob die Boeing-Raumanzüge verwendet werden
Freude darüber, dass der erste bemannte Start von SLC-40 reibungslos verlief
Bemerkenswert, wie sich logische Verrenkungen aus jeder Perspektive zeigen
Bei der Rückkehr werden die beiden auf mehr als 8 Monate im All kommen
Es wird nach einem guten Link gefragt, ob die beiden ungeplante wissenschaftliche Forschung durchführen
Es wird gefragt, ob das ein Spiegelbild der Engineering-Kultur von Boeing ist
Kürzlich wurde ein Jobangebot von Boeing abgelehnt
Die Geschichte, 8 Monate lang im Weltraum festgesessen zu haben, ist fantastisch
Danke an Elon