1 Punkte von GN⁺ 2024-09-22 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

FCC verlangt Entsperrung aller Handys innerhalb von 60 Tagen

  • Neuer Vorschlag für FCC-Regeln

    • Die FCC hat eine Regel vorgeschlagen, die verlangt, dass alle Handys innerhalb von 60 Tagen nach der Aktivierung entsperrt werden
    • Dies gilt auch für Handys in Ratenzahlungsplänen mit offenem Restbetrag
  • Reaktionen der Mobilfunkanbieter

    • AT&T und T-Mobile lehnen den Vorschlag ab
    • T-Mobile argumentiert, dass der FCC die Befugnis fehle, eine solche Änderung zu genehmigen, und weist darauf hin, dass sie Kunden dazu bringen könnte, Ratenzahlungspläne aufzugeben
    • Verizon unterstützt den Vorschlag, da das Unternehmen Handys bereits innerhalb von 60 Tagen nach der Aktivierung entsperrt
  • Hintergrund des Vorschlags

    • Im Juni hat die FCC diese Regeländerung vorgeschlagen und öffentliche Stellungnahmen eingeholt
    • Anfang Juli war eine Abstimmung darüber geplant, ob das Thema weiterverfolgt werden soll; anschließend wurde es von der fünfköpfigen Kommission einstimmig gebilligt
    • Die neue Entsperrungsrichtlinie tritt nicht sofort in Kraft, aber die FCC plant, die regulatorische Änderung aktiv voranzutreiben
  • Argumente von T-Mobile

    • T-Mobile behauptet, dass die Änderung wirtschaftliche Belastungen verursachen würde
    • Das Unternehmen argumentiert, dass die FCC eine solche Änderung nicht ohne klare gesetzliche Befugnis durchsetzen könne
  • Position von Verizon

    • Verizon entsperrt Handys bereits innerhalb von 60 Tagen, da dies auf eine Vereinbarung mit der FCC aus dem Jahr 2008 zurückgeht
    • Deshalb unterstützt Verizon den Vorschlag und argumentiert, dass der Wettbewerb fairer werde, wenn Konkurrenten denselben Regeln folgen müssten
  • Ausblick

    • Es ist wahrscheinlich, dass AT&T und T-Mobile Ressourcen einsetzen werden, um diese Regulierung zu blockieren
    • Die FCC könnte diesen Regulierungsansatz mit Verweis auf den Fall Verizon weiter vorantreiben
    • Insgesamt ist es wahrscheinlich, dass die Änderung am Ende umgesetzt wird

Zusammenfassung von GN⁺

  • Der neue Regelvorschlag der FCC verlangt, dass alle Handys innerhalb von 60 Tagen entsperrt werden
  • AT&T und T-Mobile lehnen den Vorschlag ab und verweisen auf wirtschaftliche Belastungen
  • Verizon unterstützt den Vorschlag, da das Unternehmen diese Regel bereits befolgt
  • Die FCC plant, die Regulierung aktiv voranzutreiben, und es ist wahrscheinlich, dass die Änderung letztlich kommt
  • Der Artikel hilft dabei, die Reaktionen der Mobilfunkanbieter und den Hintergrund des regulatorischen Vorstoßes der FCC zu verstehen

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-09-22
Hacker-News-Kommentare
  • Auf der Website von AT&T kann man alte Handys in wenigen Minuten entsperren

    • T-Mobile oder Consumer Cellular bieten einen solchen Service nicht an
    • Entsperrte Handys können kostenlose Anbieter wie QLink Wireless nutzen
    • Das ist eine große Hilfe für Menschen mit instabilen Wohnverhältnissen
  • Der Begriff „Entsperren“ kann drei verschiedene Bedeutungen haben

    • Mit allen Mobilfunkanbietern nutzbar (kein SIM-Lock)
    • Rooting/Jailbreak möglich (kein Root-of-Trust-Lock des Bootloaders)
    • Keine Bildschirmsperre
    • Dieser Artikel behandelt die erste Bedeutung
  • Ich hoffe, dass carrier-spezifische OS-Praktiken verschwinden

    • Ein bei T-Mobile gekauftes Samsung Galaxy 4 erhielt keine OS-Updates
    • Am wichtigsten sind derzeit Sicherheitsupdates
    • Ich werde keine Handys kaufen, bei denen der Carrier Sicherheitsupdates behindert
  • Es gibt großes Interesse an der Entsperrung des Bootloaders

    • Einige bei bestimmten Carriern gekaufte Google Pixel können GrapheneOS nicht installieren
    • Der Grund ist, dass der Carrier „OEM Unlocking“ deaktiviert hat
  • Im Ausland konnte ich wegen des SIM-Locks von Cricket keinen Dienst nutzen

    • Ein bei Cricket zum vollen Preis gekauftes Handy konnte vor Ablauf der Sechsmonatsfrist nicht entsperrt werden
    • Hätte ich es woanders zum gleichen Preis gekauft, wäre es entsperrt gewesen
  • Ich frage mich, ob Carrier entsperrte Handys nicht auch in monatlichen Raten verkaufen könnten

    • Im Rahmen des Ratenvertrags würden eine bestimmte Menge an Daten/Minuten kostenlos bereitgestellt
    • Auch wenn der Nutzer den Carrier wechselt, müsste er den Ratenvertrag weiter einhalten
  • Ich habe ein bei AT&T gekauftes Android-Handy entsperrt, aber das AT&T-Logo und die Software sind immer noch vorhanden

    • Nach einem Carrier-Wechsel kann es keine OTA-Updates mehr erhalten
    • Man muss sich zwischen dem Flashen inoffizieller Firmware oder der Nutzung ohne Sicherheitsupdates entscheiden
    • Das ist aus Sicherheitssicht nicht wünschenswert
  • Ich verstehe weder die 60 Tage noch die Rechtfertigung für Carrier-Locks

    • Ich kann nachvollziehen, dass ein Handyunternehmen ein Gerät unbrauchbar macht, wenn der Kaufpreis nicht bezahlt wird
    • Aber ich verstehe nicht, warum der Dual-SIM-Modus auf 2 Jahre, 45 Tage, 60 Tage usw. beschränkt wird
    • Dass Apple sich an dieser Praxis beteiligt, ist ebenfalls überraschend
  • Ich hatte vergessen, dass der SIM-Lock in der EU schon vor etwa 10 Jahren gelöst wurde

  • Ich stimme der Ansicht zu, dass es keine gesetzliche Grundlage für ein „Unlocking mandate“ gibt

    • Dafür wäre eine klare gesetzliche Ermächtigung durch den Kongress nötig