Das Internet ist bereits vorbei
Eine Art Vorwort
- In letzter Zeit geht mir ein Satz durch den Kopf: "Du wirst nicht überleben"
- Anfang dieses Jahres erschien in Cut ein Artikel mit dem Titel "A Vibe Shift Is Coming. Will Any Of Us Survive It?"
- Der Teil dieses Titels über das „Überleben“ war interessant
- Der antike Philosoph Anaximander sagte: "Alles kehrt vom Ursprung zur Zerstörung zurück"
- Das Internet wird nicht überleben
Die Debatte
1. Es ist schwerer, sich das Ende des Internets vorzustellen als das Ende der Welt
- 1977 sagte Ken Olsen: "Es gibt keinen Grund, warum jemand zu Hause einen Computer haben sollte"
- 1995 prognostizierte Robert Metcalfe, das Internet werde wie eine „Supernova“ explodieren und verschwinden
- 2000 berichtete die Daily Mail, das Internet könne eine „vorübergehende Modeerscheinung“ sein
- Das Internet machte menschliches Wissen und Kunst sofort zugänglich
- Das Internet ersetzt die Interaktion mit anderen Menschen
- Das Internet zerstört unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit zu denken
- Das Internet ersetzt unsere biologischen Bedürfnisse
- Das Internet wird sich am Ende selbst zerstören
2. Erschöpfung jenseits bloßer Müdigkeit
- Das Internet befindet sich in einem Zustand der Erschöpfung
- 2020 brachen die Engagement-Raten auf Facebook, Instagram und Twitter stark ein
- Auch auf TikTok sinkt die Zeit, die Nutzer mit Interaktionen verbringen
- Das Internet wird immer bedeutungsloser
- Das Internet wird immer stärker optimiert und verliert dabei seine Lebendigkeit
3. Du bist mit dem Grab verbunden
- Die Internetökonomie ist parasitär
- Der Vision Fund wird mit Kapital aus Saudi-Arabien und den VAE betrieben
- Dieses Kapital fließt vor allem in den Technologiesektor
- Die Internetökonomie konzentriert sich auf das Sammeln von Nutzerdaten
- Doch diese Daten sind in Wirklichkeit nicht wirksam
- Werbezielgruppen-Targeting erzielt schlechtere Ergebnisse als zufällige Werbung
- Die Internetökonomie ist nicht nachhaltig
4. Die Revolution kann nicht digitalisiert werden
- Das Internet verschlingt den politischen Diskurs
- Online-Bewegungen bewirken in der Realität keinerlei Veränderung
- Die Proteste nach dem Tod von George Floyd erzielten keine großen Erfolge
- Das Internet ist als politisches Werkzeug machtlos
5. Das ist das Wort
- Überleben werden die Dinge, die gut vom Internet und seinen Anforderungen isoliert sind
- Die Financial Times wird länger bestehen als der Guardian
- Gemälde werden länger bestehen als NFTs
- Gedruckte Magazine werden länger bestehen als Substack
- Das Internet wird niemals etwas Wichtiges hervorbringen
Fazit, oder wohin das alles führt
- Ich schreibe diesen Text im Internet
- Du solltest diesen Text nicht lesen
- Bald wird das Internet keinerlei Bedeutung mehr haben
- Substack funktioniert als Meta-Diskurs von Twitter
- Ich möchte etwas anderes als das Internet schaffen
- Ich interessiere mich für Formen des Schreibens vor dem Internet
Zusammenfassung von GN⁺
- Dieser Text diskutiert das Ende des Internets und die daraus folgenden kulturellen und politischen Veränderungen
- Das Internet zerstört unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit zu denken
- Die Internetökonomie ist nicht nachhaltig, und Nutzerdaten sind tatsächlich nicht wirksam
- Das Internet ist als politisches Werkzeug machtlos und bewirkt keine reale Veränderung
- Überleben werden die Dinge, die gut vom Internet und seinen Anforderungen isoliert sind
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
Das Internet wurde durch Werbung geprägt
Meinung zum Rückgang der sozialen Teilhabe online
Nicht das Internet selbst ist das Problem, sondern die Inhalte darauf
Die Pandemie und die Lockdowns haben viel soziale Teilhabe und Internetaktivität verringert
Diskussion über grundlegende Widersprüche im Zusammenhang mit der aktuellen Struktur des Internets
Das Internet ist jetzt wie das reale Leben
Symptome des unbegrenzten Wachstums des Internets
Wenn man das Internet nicht will, kann man damit aufhören