- Adobe täuscht Verbraucher
- Versteckt die Gebühr für vorzeitige Kündigung beim beliebtesten Abonnementmodell
- Erschwert es Verbrauchern, ein Abonnement zu kündigen
- Die US-Handelsaufsicht FTC hat Klage gegen Adobe und zwei Führungskräfte (Maninder Sawhney und David Wadhwani) eingereicht.
- Vorgeworfen wird, Verbrauchern Gebühren für eine vorzeitige Kündigung zu verschweigen und Kündigungen unnötig zu erschweren
- Vorwurf der FTC:
- Nach Darstellung der FTC hat Adobe Verbraucher zum Abschluss des Abos "jährlich, monatlich bezahlt" bewegt, ohne ausreichend darauf hinzuweisen, dass bei einer Kündigung im ersten Jahr hohe Gebühren anfallen.
- Die Gebühr für vorzeitige Kündigung (ETF) beträgt 50 % der verbleibenden monatlichen Zahlungen.
- Beschwerden von Verbrauchern:
- Viele Verbraucher wussten nichts von der ETF und berichteten, dass sie bei der Kündigung ihres Abonnements auf große Schwierigkeiten gestoßen seien.
- Ein erheblicher Teil der bei der FTC und dem Better Business Bureau eingereichten Beschwerden betraf die ETF.
- Obwohl Adobe diese Probleme kannte, setzte das Unternehmen die Praxis fort.
- Adobes Wechsel zum Abo-Modell
- Seit 2012 hat Adobe größtenteils auf ein Abonnementmodell umgestellt und verlangt regelmäßig Gebühren für die Nutzung seiner Software.
- Das Abo-Modell macht inzwischen den Großteil des Unternehmensumsatzes aus.
- Versteckte Gebühren:
- Adobe zeigte die Gebühr für vorzeitige Kündigung nur im Kleingedruckten oder versteckte sie hinter einem kleinen Symbol.
- Wenn Verbraucher ihr Abonnement kündigen wollten, mussten sie ein kompliziertes Verfahren mit zahlreichen Seiten durchlaufen.
- Auch der Kontakt zum Kundenservice war schwierig:
- Verbraucher stießen bei der Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice auf Widerstand und Verzögerungen.
- Anrufe oder Chats wurden oft unterbrochen oder erforderten mehrere Weiterleitungen.
- Einige Verbraucher gingen davon aus, dass ihr Abonnement erfolgreich gekündigt worden sei, wurden aber weiterhin belastet.
Rechtliche Schritte
- Klage:
- Die FTC argumentiert, dass diese Praktiken gegen den Restore Online Shoppers’ Confidence Act (ROSCA) verstoßen.
- Die Klage auf zivilrechtliche Sanktionen wurde beim US-Bundesbezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht.
- Die Klage der FTC auf zivilrechtliche Sanktionen wurde mit 3 zu 0 genehmigt.
- Hinweise:
- Die FTC ersucht das DOJ im öffentlichen Interesse um Klageerhebung, wenn ein möglicher Gesetzesverstoß vorliegt.
- Die endgültige Entscheidung wird vom Gericht getroffen.
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