2 Punkte von GN⁺ 2024-06-13 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Waren Sie die ganze Nacht wach? Vielleicht haben Sie tatsächlich geschlafen

Erfahrungen in der Schlafklinik

  • Nach einer Nacht in der Schlafklinik mit Elektroden zur Aufzeichnung der Hirnströme berichten Betroffene, sie hätten fast gar nicht geschlafen.
  • Nach der Polysomnographie, dem Goldstandard der Schlafmessung, haben sie jedoch die ganze Nacht geschlafen.

Subjektive Insomnie und Schlaf-Fehlwahrnehmung

  • Es gibt einen Zustand, der als subjektive Insomnie, paradoxe Insomnie oder Schlaf-Fehlwahrnehmung bezeichnet wird.
  • Jüngste Forschungen haben ergeben, dass Menschen mit subjektiver Insomnie andere Hirnaktivitätsmuster zeigen als Menschen mit gutem Schlaf.

Neue Forschungsmethode

  • Forschende des Niederländischen Instituts für Neurowissenschaften (NIN) maßen die Hirnaktivität im Schlaf mit 256 Elektroden.
  • Die Teilnehmenden wurden im Laufe der Nacht im Durchschnitt 26-mal geweckt und gefragt, ob sie geschlafen oder wach gewesen seien und woran sie gedacht hätten.

REM-Schlaf und subjektive Insomnie

  • Menschen mit subjektiver Insomnie zeigen während des REM-Schlafs Taschen schneller hirnelektrischer Aktivität, die an Wachheit erinnern.
  • Sie haben nicht das Gefühl, tief geschlafen zu haben, und berichten beim Aufwachen von Gedanken, die denen im Wachzustand ähneln.
  • Menschen mit normalem Schlaf erleben dagegen immersive Träume und tiefen Schlaf.

REM-Schlaf und psychische Gesundheit

  • Unterbrechungen des REM-Schlafs stehen in starkem Zusammenhang mit PTSD und Angststörungen.
  • Menschen mit gutem Schlaf entwickeln nach traumatischen Erlebnissen mit geringerer Wahrscheinlichkeit PTSD.
  • Unterbrechungen des REM-Schlafs beeinträchtigen die Funktion des Gehirns, emotionalen Stress zu verarbeiten.

Potenzial neuer Behandlungsmethoden

  • Es werden maßgeschneiderte Behandlungen für Menschen mit subjektiver Insomnie vorgeschlagen.
  • Die derzeitige Standardbehandlung, die kognitive Verhaltenstherapie (CBTi), wirkt nicht bei allen.
  • Verhaltensstrategien wie Schlafrestriktion gelten für Menschen mit Unterbrechungen des REM-Schlafs als vielversprechend.

Möglichkeit medikamentöser Eingriffe

  • Die Forschenden wollen testen, ob Medikamente wie Betablocker die Wirkung von Noradrenalin abschwächen können.
  • Untersucht wird auch, ob Blutdruckmittel wie Clonidin dem Gehirn helfen können, einen ruhigeren Zustand zu erreichen.

Beruhigung für Betroffene

  • Schon das Verständnis, dass sich ihr Schlaf objektiv unterscheidet, kann Betroffenen Erleichterung verschaffen.

Meinung von GN⁺

  • Verständnis subjektiver Insomnie: Dieser Artikel bietet ein neues Verständnis subjektiver Insomnie, das vielen Menschen helfen kann, ihre Schlafprobleme besser zu verstehen und zu bewältigen.
  • Zusammenhang mit psychischer Gesundheit: Dass Unterbrechungen des REM-Schlafs mit PTSD und Angststörungen zusammenhängen, liefert wichtige Einsichten für die psychische Gesundheitsversorgung.
  • Notwendigkeit maßgeschneiderter Behandlungen: Dass nicht dieselbe Behandlung bei allen wirksam ist, unterstreicht die Notwendigkeit individueller Therapien.
  • Potenzial medikamentöser Behandlungen: Es besteht die Möglichkeit, dass neue medikamentöse Therapien entwickelt werden, was Menschen Hoffnung geben könnte, bei denen die derzeitigen Behandlungen nicht wirken.
  • Bedeutung der Schlafforschung: Schlafforschung hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit und Lebensqualität, und es sind mehr Forschung und Investitionen nötig.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-13
Hacker-News-Kommentare
  • Erster Kommentar: Man denkt oft, man sei aufgewacht, obwohl man in Wirklichkeit noch schläft. Familienmitglieder sagen, sie hätten einen geweckt, aber man erinnert sich nicht daran.
  • Zweiter Kommentar: Die Ehefrau weckt einen, weil man schnarcht, aber man selbst glaubt, wach zu sein. Nach der Einnahme einer kleinen Menge CBD nahmen die Schlafprobleme ab.
  • Dritter Kommentar: Durch einen Bandscheibenvorfall geriet der Schlafrhythmus durcheinander, aber mit Schlafrestriktionstherapie wurde wieder ein normales Schlafmuster erreicht.
  • Vierter Kommentar: Auf der Intensivstation hatte man das Gefühl, unter Schlafmangel zu leiden, doch durch den Rat eines Schlafexperten erfuhr man, dass man tatsächlich schlief, was innere Ruhe brachte.
  • Fünfter Kommentar: Mit einem Schlaftracker stellte man fest, dass man tatsächlich nur kurz wach war, wodurch der Stress rund um den Schlaf nachließ.
  • Sechster Kommentar: Man hat das Gefühl, dass Migräne mit Schlafmangel zusammenhängt, und erlebt nach einer Migräne subjektiv guten Schlaf.
  • Siebter Kommentar: Man genießt die Erfahrung, über ein bestimmtes Problem nachzudenken und dabei in einen Zustand einzuschlafen, in dem sich Realität und Unwirklichkeit vermischen, und versucht, das nachzustellen.
  • Achter Kommentar: Es wirkt, als sei das Gehirn überaktiv und man könne deshalb nicht schlafen, doch tatsächlich vergeht die Zeit schnell, und vermutlich schläft man zumindest teilweise.
  • Neunter Kommentar: Wenn die Ehefrau einen weckt und man danach wieder einschläft, hat man lebhafte und kreative Träume, was als angenehme Erfahrung empfunden wird.