Tesla stoppt Cybertruck-Auslieferungen für sieben Tage
(barrons.com)- Teslas neuester Pickup Cybertruck wirkt in der Anlaufphase instabil, sodass sowohl von einem Produktionsstopp als auch von einer siebentägigen Unterbrechung der Auslieferungen die Rede ist
- Barron’s berichtet, dass Tesla im Produktionsprozess des Cybertruck offenbar auf Probleme gestoßen ist
- Der Cybertruck wurde als Pickup mit einzigartiger Form vorgestellt, ist für Tesla bislang aber noch nicht der erhoffte Gewinnbringer
- Auf Basis der veröffentlichten Informationen lassen sich Ursache des Stopps, Zeitplan für die Wiederaufnahme, Ausmaß der Auswirkungen und Teslas offizielle Position nur schwer bestätigen
- Um die frühe Entwicklung des Cybertruck zu beurteilen, muss weiter beobachtet werden, ob die Produktion wieder anläuft und welche tatsächlichen Auswirkungen die Lieferverzögerung auf Kunden und Verkäufe hat
Durch Produktions- und Lieferstopp erschütterter Frühstart
- Der Cybertruck wurde als Teslas neuestes Modell und als Pickup mit einzigartiger Form vorgestellt
- Der Originaltitel besagt, dass der Cybertruck einen holprigen Start erlebt hat und die Produktion derzeit gestoppt ist
- Der Hacker-News-Titel berichtet, dass die Auslieferungen des Tesla Cybertruck für sieben Tage ausgesetzt wurden
Der Cybertruck ist für Tesla noch kein Gewinnbringer
- Barron’s bewertet den Cybertruck bislang nicht als boon, also nicht als Vorteil oder positiven Impuls für Tesla
- Aus dem vorliegenden Text allein lassen sich konkrete Details wie die genaue Ursache des Produktionsstopps, die Dauer der Unterbrechung, Pläne zur Wiederaufnahme, Auswirkungen auf die Verkaufszahlen oder Teslas offizielle Stellungnahme nicht entnehmen
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das scheint sich zu 100 % mit den 5 Produktionsprinzipien von Tesla erklären zu lassen: Anforderungen weniger dumm machen, unnötig wirkende Teile entfernen, vereinfachen oder optimieren, Zyklen beschleunigen und automatisieren.
Dieses Problem mit dem Gaspedal scheint auf Prinzip 2 zurückzugehen. Das Cybertruck-Team hat wohl die Anforderung hinterfragt, die Metallabdeckung über dem Gaspedal fest zu fixieren, und ist irgendwie zu dem Schluss gekommen, dass das unnötig sei. Jetzt muss sie wieder hinzugefügt werden.
Quelle: https://evannex.com/blogs/news/elon-musk-reveals-his-5-step-...
Bei Rennwagen lässt man alles weg und wenn etwas kaputtgeht, baut man das zuletzt entfernte Teil wieder ein. Das Problem ist die Sicherheit. Ein Rennwagen, der direkt nach dem Überqueren der Ziellinie auseinanderfällt, ist gut, um das Rennen zu gewinnen, aber nicht robust in Unfallsituationen.
Musk will vermutlich kein Auto bauen, das „gerade noch sicher“ ist, aber es sieht so aus, als würde er die Konstruktionsgrenzen stark ausloten. Besonders der Cybertruck wirkt eher wie ein Engineering-Sample oder ein Beta-Programm für das Model 2, ein Design also, mit dem man bei niedrigen Stückzahlen größere Änderungen an der Struktur eines „normalen Autos“ validieren will. Selbst wenn sich einige Wetten in zwei Jahren als Fehlschläge herausstellen, müsste man nur einige tausend mangelhafte Trucks reparieren statt Millionen Model 2.
Aber bei einer dekorativen Bremspedalabdeckung ist es sehr wahrscheinlich, dass Jahrzehnte an Design- und Engineering-Erfahrung bereits zu einer günstigen, robusten und sicheren Standardbefestigung geführt haben.
Wenn das Gerät noch funktionierte, hatte man offenbar ein notwendiges Bauteil weniger. Eine gute Methode, um sehr billige, aber extrem fragile Geräte zu bauen. Ich erinnere mich nicht mehr an den Namen.
Ich frage mich, ob das der Grund ist: https://x.com/garageklub/status/1779571445930324456
Man patcht einfach einen Not-Aus-Schalter für die Beschleunigung irgendwo in ein Untermenü des Touchscreens. Zum Beispiel auf das Truck-Symbol tippen, zu „Controls“ gehen, dann „disable jammed accelerator“ auswählen und bestätigen.
Der Cybertruck scheint erledigt zu sein. Ich wäre überrascht, wenn er in drei Jahren noch produziert wird.
Ich frage mich auch, was in Teslas Engineering-Organisation eigentlich vor sich geht. Bei einer Kernfunktion eines Autos ist „Was passiert, wenn sich dieses Teil lockert?“ ein völlig naheliegender Gedanke, für den man weder Ingenieurstudium noch Genialität braucht. Es ist schwer zu verstehen, wie dieses Teil den gesamten Engineering-Review-Prozess passieren konnte.
Es ist wohl noch nicht auf der HN-Startseite, aber Tesla entlässt gerade offenbar mehr als 10 % der Belegschaft.
https://techcrunch.com/2024/04/15/tesla-layoffs-workers-sale...
Ist 8 Stunden her und hat mehr als 250 Kommentare.
Der Titel lautet „Tesla Cybertruck Produktionsstopp“, aber im Text steht „Tesla hat alle Auslieferungen des Cybertruck gestoppt“.
Kleiner Unterschied, aber das ist nicht dasselbe.
Man kann die eingesetzten Ressourcen anderswo nutzen und will keine halbfertigen Bestände aufbauen, die man ohnehin nicht verkaufen kann.
Ich frage mich, was SpaceX-Ingenieure über Tesla-Ingenieure denken. Und auch, wie viel personelle Überschneidung es zwischen den beiden Firmen gibt und ob SpaceX-Leute angesichts der Produktqualität vom Band vielleicht ungern mit den aktuellen Tesla-Ingenieuren zusammenarbeiten.
Ein 3-Tonnen-Elektroauto, das versehentlich beschleunigt, ist schon bemerkenswert. Es gibt viele Konstruktionsfehler und wenig Rücksicht auf Sicherheit, und trotzdem hat jemand dieses Fahrzeug für straßenzugelassen erklärt. Kaum zu glauben.
Da kommt wohl bald eine Reparatur auf Luft- und Raumfahrt-Niveau. Mit Nieten.
„Tesla stoppt wegen eines Problems mit dem Gaspedal für 7 Tage alle Auslieferungen des Cybertruck“