- Der Ford F-150 Lightning erzielte 2025 höhere Verkaufszahlen als der Tesla Cybertruck, doch die Produktion wurde wegen schwacher Nachfrage eingestellt
- Der Cybertruck läuft nur mit rund 10 % der geplanten Produktionskapazität und kam nur auf etwa 21.500 verkaufte Fahrzeuge pro Jahr
- Ford kündigte das Ende der Lightning-Produktion und den Wechsel zu einer EREV-Strategie (Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung) an, verkaufte aber dennoch 27.300 Fahrzeuge
- Tesla versuchte, die Verkäufe mit Preissenkungen, einer günstigeren Ausstattungslinie und dem Kauf von 1.000 Fahrzeugen durch SpaceX zu stützen, lag aber im Jahresvergleich dennoch um rund 50 % niedriger
- Electrek stellt die Nachhaltigkeit des Cybertruck-Programms infrage und meint, Tesla müsse sich von Musks Markenimage und der 4680-Zell-Strategie lösen
Produktions- und Verkaufslage des Tesla Cybertruck
- Das Cybertruck-Programm läuft nur mit etwa 10 % der geplanten Produktionskapazität
- Tesla veröffentlicht keine absatzbezogenen Daten nach einzelnen Modellen, sondern meldet nur die beiden Kategorien „Model 3/Y“ und „Other Models“
- Zu „Other Models“ gehören Model S, Model X, Cybertruck und Tesla Semi
- Die Quartalsverkäufe von Model S und Model X liegen stabil bei etwa 5.000 bis 6.000 Fahrzeugen
- Nimmt man für Q4 2025 an, dass S und X zusammen 6.000 Einheiten verkauften, bleiben für Cybertruck und Semi zusammen etwa 5.600 Fahrzeuge
- Da sich der Semi noch in einer Pilotproduktionsphase befindet und die Verkäufe gering sind, dürfte der Großteil davon auf den Cybertruck entfallen
- Die gesamten Cybertruck-Verkäufe im Jahr 2025 werden auf etwa 21.500 Fahrzeuge geschätzt
- Das liegt deutlich unter der von Tesla angegebenen Produktionskapazität
Verkäufe und Einstellung des Ford F-150 Lightning
- Ford verkaufte 2025 vom F-150 Lightning rund 27.300 Fahrzeuge (USA)
- Das ist mehr als beim Tesla Cybertruck
- Ford kündigte im Dezember 2025 das Ende der Lightning-Produktion und den Wechsel zu einer EREV-Strategie an
- Die Lightning-Verkäufe gingen gegenüber dem Vorjahr um etwa 18 % zurück, beim Cybertruck von Tesla betrug der Rückgang jedoch rund 50 %
- Selbst nach der angekündigten Einstellung blieb die Nachfrage nach dem Lightning als „Auslaufmodell“ höher als nach dem Cybertruck
Teslas Gegenmaßnahmen und schwache Verkäufe
- Tesla führte zur Abfederung der schwachen Cybertruck-Nachfrage Preissenkungen und eine günstigere Ausstattungslinie ein, stellte diese Variante wegen anhaltend schwacher Verkäufe aber schon nach wenigen Monaten wieder ein
- Obwohl SpaceX rund 1.000 Fahrzeuge kaufte, also etwa 20 % der Quartalsverkäufe, lagen die Verkäufe im Jahresvergleich weiterhin um mehr als 50 % niedriger
- Tesla veröffentlicht keine gesonderten Verkaufszahlen für den Cybertruck, daher sind nur Schätzungen auf Basis externer Analysen möglich
Analyse von Electrek
- Ein Fahrzeugprogramm, das nur mit 10 % der Produktionskapazität betrieben wird, gilt als schwer dauerhaft tragfähig
- Eine Erholung der Cybertruck-Verkäufe sei nur möglich, wenn Tesla sich vom Markenimage rund um Elon Musk und von der 4680-Batteriezell-Strategie löse
- Musk hatte früher gesagt, man werde bei einem Scheitern des Cybertruck zu einem traditionelleren Design wechseln, umgesetzt wurde das bislang jedoch nicht
Reaktionen der Community
- In den wichtigsten Kommentaren werden Musks auf Intuition ausgerichtete Führung und das Fehlen von Verbraucherforschung kritisiert
- Genannt werden auch Verzögerungen und Vernachlässigung anderer Projekte wie Model 2 und Roadster
- Der Marktstart des Cybertruck wird als „die schlechteste Einführung eines neuen Fahrzeugs in der Automobilgeschichte“ bezeichnet
- Zudem wird darauf hingewiesen, dass Teslas Markenimage an Strahlkraft verliere und trotz interner Warnungen keine Kurskorrektur erfolgt sei
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