1 Punkte von GN⁺ 2024-02-03 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

EPA schlägt vor, „ewige Chemikalien“ als gefährliche Stoffe einzustufen

  • Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat vorgeschlagen, neun PFAS-Stoffe (ewige Chemikalien) als gesundheitsschädliche Stoffe für den Menschen einzustufen.
  • Nach diesem Vorschlag würden Chemikalien als „gefährliche Bestandteile“ gelten, wenn sie toxisch sind oder Krebs, genetische Mutationen oder Fehlbildungen bei Föten verursachen.
  • PFAS umfasst Tausende künstlich hergestellter Chemikalien, die für Produktionszwecke eingesetzt werden, sich nur sehr langsam abbauen und sich in Organismen sowie in der Umwelt anreichern können.

„Ewige Chemikalien“ könnten in fast der Hälfte des US-Leitungswassers vorkommen

  • Die EPA erklärt, dass PFAS bei Menschen und Tieren verschiedene „toxische Wirkungen“ verursachen können, darunter Krebs, eine verringerte Impfantwort, hohe Cholesterinwerte, verringerte Fruchtbarkeit bei Frauen, Präeklampsie, Schilddrüsenerkrankungen und Asthma.
  • Laut einer Studie des U.S. Geological Survey (USGS) kommen PFAS in fast der Hälfte der US-Trinkwasserversorgung vor.
  • Der Chemiekonzern 3M hat sich im Rahmen eines Vergleichs in Klagen wegen durch PFAS verursachter Verunreinigung des Leitungswassers bereit erklärt, rund 10 Milliarden US-Dollar zu zahlen.

Vorgeschlagene Regelung zur Einreichung öffentlicher Stellungnahmen

  • Die vorgeschlagene Regelung soll nach der Veröffentlichung im Federal Register für öffentliche Stellungnahmen geöffnet werden.
  • Die Einreichung öffentlicher Stellungnahmen soll über die Docket-Nummer EPA-HQ-OLEM-2023-0278 erfolgen.

Meinung von GN⁺

  • Bedeutung des Umweltschutzes: Dieser Artikel hebt eine wichtige Maßnahme für Umweltschutz und öffentliche Gesundheit hervor. Er zeigt, dass die langfristigen Auswirkungen von Chemikalien wie PFAS auf Menschen und Umwelt erkannt werden müssen und dafür politische Ansätze zu ihrer Kontrolle erforderlich sind.
  • Die Rolle wissenschaftlicher Forschung: Der Vorschlag der EPA basiert auf wissenschaftlicher Forschung und deutet darauf hin, dass Wissenschaft eine wichtige Rolle dabei spielt, die Risiken von Chemikalien zu bewerten und Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu ergreifen.
  • Chance zur öffentlichen Beteiligung: Indem die vorgeschlagene Regelung für öffentliche Stellungnahmen geöffnet wird, erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an umweltpolitischen Entscheidungen zu beteiligen und ihre Meinung einzubringen. Das unterstreicht die Bedeutung demokratischer Entscheidungsprozesse.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-02-03
Hacker-News-Kommentare
  • Link zum Original der EPA-Vorschlagsfassung: Original des EPA-Vorschlags
    • Die Liste der vorgeschlagenen neun PFAS (poly- und perfluorierte Alkylsubstanzen) umfasst:
      • Perfluoroctansäure
      • Perfluoroctansulfonsäure
      • Perfluorbutansulfonsäure
      • Hexafluorpropylenoxid-Dimersäure
      • Perfluornonansäure
      • Perfluorhexansulfonsäure
      • Perfluordecansäure
      • Perfluorhexansäure
      • Perfluorbutansäure
  • Der Titel könnte in „EPA schlägt vor, neun PFAS als gefährliche Stoffe einzustufen“ geändert werden.
  • Zusammenfassung von Kommentaren aus verschiedenen Perspektiven:
    • Das ist ein guter Schritt, aber Unternehmen werden ungetestete Ersatzstoffe finden. Mit der Formulierung „9 von 12.000“ wird auf das Ausmaß von PFAS hingewiesen.
    • PFAS könnten zu einem Problem derselben Größenordnung wie Asbest werden und möglicherweise noch schwerwiegender sein. Sie könnten ernsthafte Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben, insbesondere auf das endokrine System.
    • Es scheint klar, dass diese Verbindungen in gewissem Maß riskant sind. Die Herausforderung besteht darin, zu verhindern, dass durch minimale Änderungen an der Molekülstruktur Regulierungen umgangen werden, und zugleich sicherzustellen, dass die Regulierung nicht übermäßig hart ausfällt.
    • Die EPA wirkt machtlos und ineffizient.
    • Die Gesellschaft muss eine ernsthafte Debatte über diese östrogenähnlichen Chemikalien führen, die in Kunststoffen enthalten sind.
    • Wenn Chemikalien als „toxisch“ gebrandmarkt werden, braucht es ein Verständnis für Größenordnungen. Kleine Mengen sind möglicherweise nicht schädlich, aber wenn sie weit verbreitet sind, kann das problematisch werden.
    • Man sollte die Vorteile, die diese Chemikalien gebracht haben, gegen ihre negativen Auswirkungen abwägen. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, ob die in der Umwelt gefundenen Formen gefährlich sind oder ob sie chemisch gebunden sind und dadurch eine geringere biologische Reaktivität aufweisen.
    • Ich stimme dem Ansatz nicht zu, dass man nichts Neues tun dürfe, bevor bewiesen ist, dass es sicher ist. Außerdem bin ich der EPA gegenüber seit der Einstufung von CO2 als Schadstoff sehr skeptisch.
    • Jeder vernünftige Mensch will eine saubere Umwelt, und jeder vernünftige Mensch möchte die Trade-offs von Regulierung verstehen.