Dass ein Smartphone einen Sturz aus einem Flugzeug überlebt, ist nicht überraschend. Laut einem Wired-Artikel von 2011 sind Smartphones leichte Objekte und erreichen dank ihrer breiten Form keine besonders hohe Endgeschwindigkeit. Berücksichtigt man die Masse, ist auch die beim Aufprall wirkende Kraft nicht besonders groß. Smartphones selbst sind zwar zerbrechlich, aber wenn sie auf etwas Weichem landen, können sie durchaus heil bleiben.
Wenn man davon ausgeht, dass der Ladeanschluss noch befestigt ist, aber herausgerissen wurde, sieht es so aus, als seien Smartphone und Ladekabel aus dem Flugzeug gefallen und in einem Baum hängen geblieben, wobei sich das Ladekabel in einem Ast verfangen hat, das Smartphone sich dann löste und auf eine Grasfläche fiel. Dadurch hätte das Smartphone seine Bewegungsenergie auf zwei starke Stöße verteilen können. Ich frage mich, ob sich dieses Szenario durch eine Analyse der Beschleunigungssensordaten des Smartphones bestätigen ließe.
Es ist seltsam, dass zwei Smartphones gefunden wurden, aber nicht die Flugzeugtür. Die Gegend um Cedar Hills/Beaverton hat viele Häuser und Geschäfte sowie relativ kleine, verstreute Grünflächen. Es ist möglich, dass die Tür auf einer Grünfläche gelandet ist, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering. Wahrscheinlich liegt sie in irgendeinem Hinterhof, und weil es im regenreichen Januar in Oregon ist, kümmern sich die Leute nicht um Gartenarbeit, sodass sie womöglich erst im Frühling gefunden wird. Lustig wäre es, wenn sie im See auf dem Nike-Campus gelandet wäre; der See ist zwar flach, aber wenn sie in der Mitte liegt, könnte sie lange unbemerkt bleiben.
Dazu kamen mir mehrere Gedanken:
Der iPhone-Besitzer hatte kein Passwort eingerichtet?
Er hat Alaska Airlines 70 Dollar für das Gepäck bezahlt?
Jetzt wissen wir, dass ein iPhone sogar einen Sturz aus dem Himmel überleben kann.
Die Kreditkartennummer wurde unkenntlich gemacht, aber daran, den vollständigen Namen zum Schutz der Privatsphäre des Passagiers ebenfalls zu schwärzen, wurde offenbar nicht gedacht.
1972 gab es den Fall der Flugbegleiterin Vesna Vulović, die nach einer Explosion im Flugzeug als einzige überlebte, obwohl sie in den Trümmern eingeschlossen aus 33.000 Fuß Höhe abstürzte.
Das Smartphone scheint auf weichem Untergrund gelandet zu sein, was einen großen Unterschied für das Ergebnis macht. Das zerrissene Ladekabel zeigt, wie heftig die Reise gewesen sein muss.
Gut, dass diese Smartphones keine Nokias waren. Wer weiß, welchen Schaden sie sonst angerichtet hätten.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare