- Der Pharma- und Biotechnologie-Konzern Bayer erhielt in einem Prozess im Zusammenhang mit dem Roundup-Herbizid seines Produkts Monsanto ein Urteil über 332 Millionen Dollar.
- Klage eingereicht hatte Mike Dennis, bei dem 2020 eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms diagnostiziert wurde; er machte geltend, seine Krebserkrankung stehe mit der jahrzehntelangen Nutzung von Roundup in Zusammenhang.
- Es wurde behauptet, dass Glyphosat, der aktive Wirkstoff von Roundup, die Ursache für Dennis’ Erkrankung sei.
- Die Geschworenen befanden, dass Bayer bzw. Monsanto nicht ausreichend vor den Risiken von Roundup gewarnt habe. Zugleich stimmten sie aber auch Bayers Argument zu, dass das Produktdesign nicht fehlerhaft sei und das Unternehmen nicht fahrlässig gehandelt habe.
- Dennis wurden 7 Millionen Dollar an Schadensersatz sowie 325 Millionen Dollar an Strafschadensersatz zugesprochen.
- Bayer plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen, und erklärte, im Verfahren habe es schwerwiegende und revisionsrelevante rechtliche sowie beweisrechtliche Fehler gegeben.
- Bayer übernahm Monsanto 2018 für 63 Milliarden Dollar und bearbeitet seither Tausende von Ansprüchen und Klagen im Zusammenhang mit Roundup. 2020 kündigte Bayer an, bis zu 10,9 Milliarden Dollar zu zahlen, um etwa 125.000 eingereichte und nicht eingereichte Ansprüche beizulegen.
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