1 Punkte von GN⁺ 2023-11-05 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Pharma- und Biotechnologie-Konzern Bayer erhielt in einem Prozess im Zusammenhang mit dem Roundup-Herbizid seines Produkts Monsanto ein Urteil über 332 Millionen Dollar.
  • Klage eingereicht hatte Mike Dennis, bei dem 2020 eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms diagnostiziert wurde; er machte geltend, seine Krebserkrankung stehe mit der jahrzehntelangen Nutzung von Roundup in Zusammenhang.
  • Es wurde behauptet, dass Glyphosat, der aktive Wirkstoff von Roundup, die Ursache für Dennis’ Erkrankung sei.
  • Die Geschworenen befanden, dass Bayer bzw. Monsanto nicht ausreichend vor den Risiken von Roundup gewarnt habe. Zugleich stimmten sie aber auch Bayers Argument zu, dass das Produktdesign nicht fehlerhaft sei und das Unternehmen nicht fahrlässig gehandelt habe.
  • Dennis wurden 7 Millionen Dollar an Schadensersatz sowie 325 Millionen Dollar an Strafschadensersatz zugesprochen.
  • Bayer plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen, und erklärte, im Verfahren habe es schwerwiegende und revisionsrelevante rechtliche sowie beweisrechtliche Fehler gegeben.
  • Bayer übernahm Monsanto 2018 für 63 Milliarden Dollar und bearbeitet seither Tausende von Ansprüchen und Klagen im Zusammenhang mit Roundup. 2020 kündigte Bayer an, bis zu 10,9 Milliarden Dollar zu zahlen, um etwa 125.000 eingereichte und nicht eingereichte Ansprüche beizulegen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-11-05
Hacker-News-Kommentare
  • In einigen Kommentaren wird argumentiert, dass Strafschadensersatz nicht nur dem ersten Kläger, sondern auf alle Geschädigten verteilt werden sollte.
  • Das Urteil stützte sich nicht auf Fahrlässigkeit beim Design von Bayer, sondern auf das Fehlen einer Warnung vor den Risiken.
  • Über die Ursache gibt es Streit; einige behaupten, es gebe weder epidemiologische noch mechanistische Belege dafür, dass Roundup Krebs verursacht.
  • In einigen Kommentaren wird argumentiert, dass Warnhinweise oft ignoriert werden und die Auswirkungen solcher Fälle ein wichtiges Thema der Umweltgerechtigkeit sein könnten.
  • Es gibt den Vorschlag, dass Monsanto/Bayer einen Fonds zur Entschädigung der Geschädigten einrichten und für potenzielle künftige Fälle Aufklärung und Monitoring betreiben sollte.
  • Einige Kommentare äußern Sorgen über den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Landwirtschaft und unterstützen GMO-freie Produkte.
  • Es werden Vergleiche mit Dow Chemical und Union Carbide gezogen, die nach der Übernahme von Vermögenswerten behaupteten, nicht haftbar zu sein.
  • In einigen Kommentaren wird argumentiert, dass solche Klagen für Unternehmen wie Bayer lediglich Geschäftskosten seien. Bayer verzeichnete 2022 einen Gesamtumsatz von 53,4B.
  • Einige Kommentare behaupten, solche Klagen seien Teil einer rückständigen Gesellschaft und sollten ohne klare Belege für einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs nicht weiterverfolgt werden.
  • In einigen Kommentaren wird behauptet, die Klagen hätten begonnen, nachdem Monsanto von Bayer, einem europäischen Unternehmen, übernommen worden war.
  • Es wurden persönliche Geschichten von Menschen geteilt, bei denen nach der Exposition gegenüber Roundup Krebs diagnostiziert wurde, was Fragen nach einem möglichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang aufwirft.