- Der Anteil obdachloser Menschen aus der Babyboomer-Generation in den USA steigt mit einer seit der Großen Depression nicht mehr beobachteten Geschwindigkeit. Fachleute bezeichnen dies als „silbernen Tsunami“.
- Hohe Wohnkosten, aufeinanderfolgende wirtschaftliche Abschwünge und ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum tragen zu diesem Trend bei.
- Ältere Erwachsene stellen inzwischen den am schnellsten wachsenden Teil der obdachlosen Bevölkerung in den USA dar. Das berichtet das Wall Street Journal auf Grundlage von Daten des Department of Housing and Urban Development.
- Anfang der 1990er Jahre lag der Anteil der über 50-Jährigen unter allen alleinstehenden obdachlosen Erwachsenen bei 11 %. Bis 2003 stieg dieser Anteil auf 37 %. Heute macht die Bevölkerung ab 50 die Hälfte der alleinstehenden obdachlosen Erwachsenen in den USA aus.
- Viele alternde Babyboomer haben mehrere wirtschaftliche Abschwünge erlebt, während bezahlbarer Wohnraum fehlt und sie kaum Ersparnisse haben.
- Günstige Pflegeeinrichtungen sind stark begrenzt und aufgrund von Personalmangel, Inflation und gekürzter Finanzierung von Schließungen bedroht.
- Forschende schlagen vor, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum auszuweiten, den Zugang zu Mietzuschussprogrammen zu verbessern sowie Räumungsschutz und Mieterrechte auszubauen, um Obdachlosigkeit zu verhindern.
- Einige Städte testen Programme, die älteren Erwachsenen mit geringem Einkommen für einen begrenzten Zeitraum Mietzuschüsse gewähren.
- Befürworter argumentieren, dass eine Erhöhung des Supplemental Security Income (SSI) oder staatlicher Zuschüsse für ältere Erwachsene und Menschen mit Behinderungen, die sich Wohnraum kaum leisten können, einen entscheidenden Unterschied machen könnte.
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