2 Punkte von GN⁺ 2023-08-27 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein veröffentlichter Artikel berichtet über eine an der Universität Antwerpen durchgeführte Studie, laut der 90 % der „umweltfreundlichen“ Papierstrohhalme Spuren toxischer „Ewigkeitschemikalien“ enthalten.
  • Diese „Ewigkeitschemikalien“, offiziell als Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) bekannt, bauen sich nicht ab, wenn sie in die Umwelt oder in unseren Körper gelangen.
  • PFAS werden mit gesundheitlichen Auswirkungen wie hohem Cholesterin, verminderter Immunreaktion, Schilddrüsenerkrankungen und einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht.
  • In der Studie wurden 39 Marken von Strohhalmen aus unterschiedlichen Materialien wie Papier, Bambus, Glas, Edelstahl und Kunststoff getestet. In 69 % aller Strohhalme wurden PFAS nachgewiesen, am häufigsten jedoch in Papierstrohhalmen, bei denen PFAS in 90 % der getesteten Marken gefunden wurden.
  • Unter den in Papierstrohhalmen gefundenen PFAS war auch Perfluoroctansäure (PFOA), die seit 2020 weltweit wegen Gesundheitsrisiken wie Krebs und Organschäden verboten ist.
  • Auch Bambusstrohhalme enthielten bei 80 % der getesteten Marken PFAS, während PFAS in Kunststoff- und Glasstrohhalmen seltener vorkamen. Edelstahlstrohhalme erwiesen sich als am sichersten; dort wurden keine PFAS-Verbindungen nachgewiesen.
  • Die Studie wirft Bedenken hinsichtlich potenzieller Gesundheitsrisiken von Papierstrohhalmen auf, da sich PFAS im Laufe der Zeit im menschlichen Körper und in der Umwelt anreichern können.
  • Die Ergebnisse stellen die Annahme infrage, dass Papier und andere pflanzenbasierte Produkte im Vergleich zu Kunststoff grundsätzlich besser für Gesundheit und Nachhaltigkeit sind.
  • Die Studie wurde im Journal of Food Additives and Contaminants veröffentlicht und weist auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin, um festzustellen, ob PFAS bei normaler Nutzung aus Papierstrohhalmen austreten.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-27
Hacker-News-Kommentare
  • Ein Artikel über das Problem, dass in 90 % der „umweltfreundlichen“ Papierstrohhalme PFAS enthalten sind, schädliche Chemikalien.
  • Einige Kommentare vertreten die Ansicht, dass PFAS wegen mangelnder Umweltregulierung allgegenwärtig sind und dies daher eine Kampagne zur Unterstützung von Plastik sein könnte.
  • Es gibt zunehmend Forderungen nach Informationen darüber, wie viel PFAS sich in diesen Strohhalmen befindet, ob sie im Produktionsprozess hinzugefügt werden und ob die Werte medizinisch relevant oder höher als bei Alternativen sind.
  • Einige fragen sich, ob PFAS bei der Herstellung von Strohhalmen verwendet werden oder ob dies daran liegt, dass Umweltverschmutzung so weit verbreitet ist.
  • Manche Kommentare stellen die Notwendigkeit von Strohhalmen infrage und argumentieren, dass direktes Trinken aus dem Becher eine praktikable Option sei.
  • Andere betonen, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Parkinson Strohhalme benötigen.
  • Einige Kommentare äußern Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen von Papierstrohhalmen, die schwer seien und größtenteils aus organischen Chemikalien bestünden, was den Ressourcenverbrauch erhöhe.
  • Einige Kommentare stellen den gesellschaftlichen Bedarf an Strohhalmen infrage und argumentieren, dass sie meist unnötig seien, außer in bestimmten Situationen wie beim Trinken dickflüssiger Getränke wie Milchshakes.