- Ein veröffentlichter Artikel berichtet über eine an der Universität Antwerpen durchgeführte Studie, laut der 90 % der „umweltfreundlichen“ Papierstrohhalme Spuren toxischer „Ewigkeitschemikalien“ enthalten.
- Diese „Ewigkeitschemikalien“, offiziell als Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) bekannt, bauen sich nicht ab, wenn sie in die Umwelt oder in unseren Körper gelangen.
- PFAS werden mit gesundheitlichen Auswirkungen wie hohem Cholesterin, verminderter Immunreaktion, Schilddrüsenerkrankungen und einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht.
- In der Studie wurden 39 Marken von Strohhalmen aus unterschiedlichen Materialien wie Papier, Bambus, Glas, Edelstahl und Kunststoff getestet. In 69 % aller Strohhalme wurden PFAS nachgewiesen, am häufigsten jedoch in Papierstrohhalmen, bei denen PFAS in 90 % der getesteten Marken gefunden wurden.
- Unter den in Papierstrohhalmen gefundenen PFAS war auch Perfluoroctansäure (PFOA), die seit 2020 weltweit wegen Gesundheitsrisiken wie Krebs und Organschäden verboten ist.
- Auch Bambusstrohhalme enthielten bei 80 % der getesteten Marken PFAS, während PFAS in Kunststoff- und Glasstrohhalmen seltener vorkamen. Edelstahlstrohhalme erwiesen sich als am sichersten; dort wurden keine PFAS-Verbindungen nachgewiesen.
- Die Studie wirft Bedenken hinsichtlich potenzieller Gesundheitsrisiken von Papierstrohhalmen auf, da sich PFAS im Laufe der Zeit im menschlichen Körper und in der Umwelt anreichern können.
- Die Ergebnisse stellen die Annahme infrage, dass Papier und andere pflanzenbasierte Produkte im Vergleich zu Kunststoff grundsätzlich besser für Gesundheit und Nachhaltigkeit sind.
- Die Studie wurde im Journal of Food Additives and Contaminants veröffentlicht und weist auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin, um festzustellen, ob PFAS bei normaler Nutzung aus Papierstrohhalmen austreten.
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