1 Punkte von GN⁺ 2023-08-27 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Die EU kämpft gegen verhaltensbasierte Werbung, parallel zu wichtigen Änderungen, die Meta, Snap und TikTok für ihre Produkte angekündigt haben.
  • Drei wichtige Veränderungen haben den Wandel der digitalen Werbeindustrie vorangetrieben: Apples App Tracking Transparency-Framework, Googles Abschaffung von Drittanbieter-Cookies und Datenschutzgesetze wie die Datenschutz-Grundverordnung der EU.
  • Verhaltensbasierte Werbung, die Anzeigen auf Grundlage früheren Verhaltens ausspielt, benötigt viele Daten über Nutzer. Dadurch entstanden Bedenken hinsichtlich Datenzusammenführung und Nutzereinwilligung.
  • Apples App Tracking Transparency (ATT)-Framework änderte den Standardzugriff auf Werbe-IDs von Opt-in zu Opt-out und verringerte damit die Wirksamkeit verhaltensbasierter Werbung über Apps hinweg.
  • Googles Entscheidung, Drittanbieter-Cookies 2024 abzuschaffen, wird die Wirksamkeit verhaltensbasierter Werbung über Websites hinweg verringern.
  • Die DSGVO der EU verlangt für verhaltensbasierte Werbung eine ausdrückliche Einwilligung. Meta räumte kürzlich ein, dass verhaltensbasierte In-App-Werbung in der EU nicht länger standardmäßig gewählt werden kann.
  • Die künftige Richtung könnte klarere Nutzerpräferenzen, nicht personalisierte Feeds, mehr Auswahl durch eine Verschlechterung der User Experience, Subscription-Experimente und eine geringere Priorisierung des EU-Markts durch Plattformen umfassen.
  • Der Autor ist der Ansicht, dass Regulierung wegen des explosiven Wachstums des Werbemarkts und erheblicher Datenschutzrisiken nötig war, die EU aber möglicherweise zu weit gegangen ist. Die Auswirkungen werden sich wohl erst in 5 bis 10 Jahren zeigen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-27
Hacker-News-Kommentar
  • Der Artikel behandelt die Haltung der EU zu verhaltensbasierter Werbung, die wegen ihres Missbrauchspotenzials als Bedrohung für die Grundlagen der digitalen Gesellschaft angesehen wird.
  • Das Hauptproblem ist nicht die Werbung selbst, sondern dass in den meisten Fällen Daten über menschliches Verhalten gesammelt und genutzt werden, ohne dass die Betroffenen dies wahrnehmen oder dem zustimmen.
  • Die großflächige Verarbeitung menschlicher Verhaltensdaten und deren direkte Anwendung in Algorithmen wird als Waffe zur massenhaften sozialen Zerstörung betrachtet und sollte verboten werden.
  • Es wird argumentiert, dass der Begriff „Krieg“ unpassend gewählt ist und dass die EU-Regulierungsbehörden die Werbetreibenden bereits weitgehend unter Kontrolle haben und langsam zu dem Schluss kommen, dass verhaltensbasierte Werbung illegal sein sollte.
  • Es gibt Verwirrung über den Begriff „Verhaltens“-Werbung, und einige Brancheninsider behaupten, dass es sich um einen Sammelbegriff handelt, der viele verschiedene Praktiken umfasst.
  • Der Wert von „Targeting“-Daten ist gesunken, da Nutzer weniger mit Inhalten interagieren und häufiger ihre Geräte wechseln, wodurch die Nützlichkeit von Third-Party-Cookies abgenommen hat.
  • Die Qualität der Daten von Datenbrokern ist oft schlecht, und die Branche verlagert sich hin zu organischen Veränderungen der Werbewirkung.
  • Der Autor schlägt vor, dass der EU-Markt wegen sinkenden Verbraucherwohlstands in der Priorität zurückfällt und dass Nutzer sich für mehr Werbung entscheiden.
  • Die Bedeutung von Sponsoring und physischem Marketing nimmt zu, und beim kontextuellen Targeting werden wichtige Fortschritte erwartet.
  • Der Artikel wird für seine gründliche und klare Erklärung des Internet-Werbemarkts und seiner jüngsten Veränderungen gelobt.
  • Einige Leser schlagen bessere Alternativen für den Titel vor, die die Bemühungen der EU zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer hervorheben.
  • Es gibt die Hoffnung, dass die Haltung der EU zu verhaltensbasierter Werbung auch andere Regionen beeinflussen wird.