- Die US-Breitbandbranche lehnt eine neue Regel ab, die Internetdienstanbieter (ISPs) dazu verpflichtet, alle monatlichen Gebühren offenzulegen.
- Fünf Lobbygruppen, die verschiedene Bereiche der Branche vertreten, haben die Federal Communications Commission (FCC) aufgefordert, diese Anforderung zu streichen, bevor die neuen Regeln zur Breitbandkennzeichnung in Kraft treten.
- Die Gruppen argumentieren, dass die Auflistung aller monatlichen Gebühren sowohl für Verbraucher als auch für Anbieter unnötige Komplexität schaffe und dazu führen könne, dass für einen einzelnen Tarif mehrere Kennzeichnungen erstellt werden müssten.
- Stattdessen schlagen sie vor, dass die FCC die Anbieter verpflichten sollte, einen Hinweis aufzunehmen, dass solche Gebühren anfallen können und je nach Region variieren können.
- Der Antrag wurde von der NCTA-The Internet & Television Association eingereicht, die große Kabelunternehmen vertritt, und von anderen Branchenverbänden wie CTIA und USTelecom unterstützt.
- Die Truth-in-Billing-Regeln der FCC wurden von Verbraucherschützern kritisiert, die den ISPs vorwerfen, Schlupflöcher schaffen zu wollen, um die tatsächlichen Kosten ihrer Dienste zu verschleiern.
- Die FCC war nach einem Gesetz von 2021 verpflichtet, Breitbandkennzeichnungen einzuführen, die den genauen Preis von Internetdiensttarifen ausweisen, und verabschiedete im November 2022 die konkreten Kennzeichnungsregeln.
- Die Kennzeichnungen müssen den monatlichen Preis, zusätzliche Gebühren, Geschwindigkeit, Datenlimits und weitere Informationen enthalten und den Verbrauchern am Verkaufsort angezeigt werden.
- Die neuen Regeln sind noch nicht in Kraft getreten, da sie zunächst vom Office of Management and Budget (OMB) gemäß dem US Paperwork Reduction Act geprüft werden müssen.
- Die ISPs haben einen Teil der FCC-Anordnung angefochten, wonach Anbieter alle wiederkehrenden monatlichen Gebühren ausweisen müssen, auch solche, die nicht staatlich vorgeschrieben sind.
- Die FCC-Anordnung stellt klar, dass ISPs den Gesamtpreis angeben dürfen, der freiwillige monatliche Gebühren mit dem monatlichen Grundpreis zusammenfasst, und diese Gebühren auf dem Label nicht einzeln aufschlüsseln müssen.
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