- Ein schwedisches Automagazin testete diesen Sommer die Bedienung von 12 Neuwagenmodellen während der Fahrt bei 110 km/h
- Die Bildschirme in modernen Autos werden immer größer, und es gibt mehr Touchscreens statt physischer Tasten/Schalter
- Doch Fahrzeuge mit integriertem Touchscreen benötigen selbst für einfache Aufgaben 2- bis 4-mal mehr Zeit
- Hersteller sagen inzwischen, dass sich vieles per Sprache steuern lasse, aber das ist weder einfach zu nutzen noch funktioniert es besonders gut
- Getestet wurden vier Vorgänge
- Sitzheizung aktivieren, die Temperatur um 2 Grad erhöhen und die Defroster-Funktion einschalten
- Radio einschalten und auf einen bestimmten Sender wechseln
- Trip zurücksetzen
- Beleuchtung auf die niedrigste Stufe stellen und das zentrale Display ausschalten
- Getestet wurden unter anderem BMW iX, Ioniq 5, Mercedes GLB, Tesla Model 3, Volkswagen ID.3 und Seat Leon
- Die höchste Punktzahl (schnellste Bedienzeit) erzielte der Volvo V70 (Baujahr 2005, ohne Touchscreen) mit 10 Sekunden
- Die niedrigste Punktzahl erhielt der MG Marvel R mit 44,9 Sekunden
- Tesla Model 3 (23,5 Sekunden), BMW iX (30,4 Sekunden), Ioniq 5 (26,7 Sekunden), Mercedes GLB (20,2 Sekunden) usw.
14 Kommentare
Tesla schafft sogar schon den Rückwärtsgang ab ...
Wenn autonomes Fahren alltäglich wird, ist es vielleicht kein großes Problem mehr, dass die Bedienung per Touch etwas mehr Zeit kostet. Und ich denke, das Ziel der Technologie sollte doch darin bestehen, direkte menschliche Bedienung möglichst überflüssig zu machen.
Physische Tasten muss man zum Drücken nicht ansehen.
Man muss auch nicht nachsehen, ob man sie richtig gedrückt hat.
Es geht hier nicht um die Bediengeschwindigkeit.
Ich denke, Funktionen wie Favoriten werden wohl bald weiter ausgebaut. Ich fahre seit drei Jahren ein Model 3, aber selbst jetzt komme ich jedes Mal durcheinander, wenn ich das Handschuhfach öffnen will, haha. Allerdings sind die meisten Elektroautos heutzutage weitgehend automatisiert, sodass man ohnehin nicht viel manuell bedienen muss.
Ich frage mich, wie hoch das Durchschnittsalter der Testpersonen war.
Mich würde auch interessieren, ob es je nach Altersgruppe Unterschiede gab..
Es ist zwar offensichtlich, dass reine Touch-Bedienung im Vergleich zu physischen Tasten Nachteile hat,
aber statt zu physischen Tasten zurückzukehren,
wäre es nicht fortschrittlicher, wenn Sitzheizung automatisch eingeschaltet, die Temperatur geregelt und Beschlag bzw. Frost entfernt wird?
Es wirkt, als sei hier noch nach etwas älteren Maßstäben bewertet worden.
Aus Sicherheitsgründen bin ich ebenfalls jemand, der sich wünscht, dass man wieder zu Tasten zurückkehrt.
Ich glaube, die größere Gefahr ist weniger die Bedienzeit als vielmehr, dass der Blick lange auf den Bildschirm gerichtet bleibt, um überhaupt die Position zu finden.
Dass der Blick zum Bildschirm wandern muss, ist wirklich gefährlich.
Selbst in Kampfflugzeugen werden auf dem HUD (Head-up Display) aus gutem Grund so viele Symbole eingeblendet: Man will möglichst verhindern, dass der Blick des Piloten nach unten gehen muss, um auf das Head-down Display (MFD) zu schauen.
Außerdem sind die Tasten/Schalter, die häufig benutzt werden müssen, direkt am Steuerknüppel angebracht, sodass man die Hand gar nicht erst wegnehmen muss, und die Form der physischen Tasten/Schalter ist jeweils unterschiedlich, sodass man sie nicht mit den Augen suchen muss.
Da muss ich sofort an die Mac Touch Bar denken!
Es könnte sein, dass der Geschwindigkeitsunterschied daher kommt, dass wir daran gewöhnt sind, während der Fahrt ein physisches Dashboard zu ertasten und Knöpfe auch ohne visuelle Informationen zu drücken. So wie man sich an eine Tastatur gewöhnt und früher auf den alten koreanischen 2G-Handytastaturen tippen konnte, ohne hinzusehen. (Können Generationen, die mit Smartphones aufgewachsen sind, eigentlich auch auf Touch-Tastaturen tippen, ohne hinzusehen?? Bin neugierig..)
Mir ist gerade eine ganz gute Idee gekommen: Wenn ein Touchscreen im Armaturenbrett keine flache Oberfläche hätte, sondern sich je nach Button-Form dynamisch wölben würde (wie in einem SF-Film!), und dazu passende Haptik für eine gute User Experience käme, dann könnte ein Dashboard entstehen, das an einer Stelle mehr Funktionen unterbringt als physische Tasten. Also nicht so, dass schon beim bloßen Berühren der Bildschirm wechselt, sondern eher so, dass nach etwa einer Sekunde Verweilen eine passende Reaktion kommt und man ihn dadurch auch bedienen kann, ohne hinzusehen?
Da Autos immer mehr Funktionen bekommen, scheint die Nutzung eines Touchscreens wohl unvermeidlich zu sein.
So wie damals der Wechsel vom BlackBerry-Handy zum iPhone.
Ich persönlich mag auch Tasten-Schaltwähler nicht, deshalb habe ich bei Touch-Bedienung wohl noch eine stärkere Abneigung.
Ich mag physische Tasten!! Sie sind immer an derselben Stelle, haha
Physische Tasten waren schon immer schneller und präziser. Das ist eigentlich selbstverständlich.
Bei Touchscreens ist im Grunde nur die Gestensteuerung etwas, das man bedienen kann, ohne hinzusehen, und außerdem wurden Touchscreens von vornherein eingesetzt, um je nach Situation unterschiedliche UIs anzuzeigen, nicht weil sie schneller oder präziser sein sollten.
Aber ich frage mich, ob man bei 110 km/h überhaupt solche Bedienvorgänge machen muss. hm.;
Eigentlich fasse ich beim Fahren fast nichts an ...
Ich fahre wohl ein Auto ohne physische Tasten, deshalb kann ich mich mit diesem Test nicht wirklich identifizieren.