2 Punkte von GN⁺ 17 일 전 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • In Apple Karten tritt ein Problem auf, bei dem die Namen zahlreicher Städte und Dörfer im Libanon nicht angezeigt werden
  • Nutzer berichten von einer Situation, in der die Suche nach Ortsnamen und die Navigation unmöglich oder eingeschränkt sind
  • Auf der Karte sind nur einige Hauptstraßen und Grenzlinien übrig, sodass Verwaltungsgebiete schwer zu erkennen sind
  • Apple hat bislang keine offizielle Erklärung oder einen Zeitplan für eine Behebung veröffentlicht
  • Lokale Nutzer und Entwickler befürchten eine geringere Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit des Kartendienstes

Fehler bei der Kartendarstellung in der Region Libanon

  • In Apple Karten wurde bestätigt, dass eine große Zahl von Stadt- und Dorfnamen im Libanon fehlt
    • Da Städtenamen verschwunden sind, funktioniert die Suchfunktion nicht ordnungsgemäß
    • In einigen Regionen wird nur das Straßennetz angezeigt, während die Grenzen von Verwaltungsgebieten unklar sind
  • Eine offizielle Stellungnahme oder Erklärung zur Ursache von Apple gibt es bislang nicht

    • Auch ein Zeitplan für die Korrektur oder Wiederherstellung wurde nicht veröffentlicht
    • Lokale Nutzer erleben Unannehmlichkeiten bei der Routenplanung, beim Teilen von Standorten und bei der Nutzung standortbasierter Dienste
    • Auch in der Entwickler-Community werden Probleme mit der Zuverlässigkeit der Kartendaten angesprochen
    • Mögliche Auswirkungen auf lokale Unternehmen und den Betrieb von App-Diensten

1 Kommentare

 
GN⁺ 17 일 전
Hacker-News-Kommentare
  • In mehreren Kommentaren wird gefragt, ob die Dörfer im Libanon in Apple Maps überhaupt jemals angezeigt wurden.
    Eine schnelle Suche legt nahe, dass einige Leute, darunter auch Libanesen, behaupten, außerhalb der Großstädte sei die Karte schon immer leer gewesen.
    In zugehörigen Reddit-Threads gibt es kaum Widerspruch dazu.
    Daher ist unklar, ob das direkt mit diesem Krieg zusammenhängt.

    • Ein Screenshot eines Tweets aus dem Jahr 2020 deutet darauf hin, dass das schon damals so war.
      Auffällig ist jedoch, dass Apple zwar das OSM-Straßennetz nutzt, die Ortsnamen aber nicht anzeigt.
    • Es ist bedauerlich, dass verschwörungslastige Empörungsreaktionen beliebter sind als Faktenprüfung.
  • Sucht man nach Maroun Al-Ras, erscheint statt des Dorfs nur ein gleichnamiger Garten.
    Unter den Apple-Maps-Koordinaten ist keine Ortsmarkierung zu sehen.
    Laut Wikipedia habe die IDF im Oktober 2024 den Südlibanon angegriffen und in diesem Dorf eine israelische Flagge gehisst.
    Es wird spekuliert, Apple könnte daraus geschlossen haben: „Da ist eine Flagge, also gehört es zu Israel.“

  • Es gibt Kritik daran, dass Israel im gesamten Nahen Osten Menschen tötet.

    • Mit schwarzem Humor heißt es, Israel benutze Apple Maps wie eine Checkliste.
    • Es wird auch darauf hingewiesen, dass dies mit amerikanischen Waffen geschieht.
    • Andere sehen darin Selbstverteidigung und sagen, Israel wolle sich nicht länger iranischen Raketen- und Drohnenangriffen aussetzen.
  • Manche erinnert das an den Vorfall um den „Gulf of America“ im letzten Jahr.
    Außerhalb der USA wurde damals wieder „Gulf of Mexico“ angezeigt.
    Auch diesmal wird vermutet, dass es eine Anfrage oder Einflussnahme der US-Regierung gegeben haben könnte.

    • Auch Google Maps hat Gebiete mit Territorialkonflikten schon lange unterschiedlich dargestellt. Eine allgemein akzeptierte „universelle Karte“ gibt es nicht.
    • Dieses Phänomen tritt diesmal nicht nur für US-Nutzer auf, sondern weltweit identisch. Selbst in nicht bombardierten Regionen fehlen Ortsnamen.
    • Es wird kritisiert, wie gedankenlos das Internet auf so etwas reagiere.
    • Manche meinen, es sei keine Anfrage, sondern ein Befehl gewesen.
    • Es gibt auch die Meinung, die US-Regierung verhalte sich derzeit nachtragend und engstirnig.
  • Dass so etwas weiter geschieht, wird als traurig und unverständlich bezeichnet.

    • Ich finde es auch traurig. Aber dass es weitergeht, liege an zu wenigen Menschen, die handeln, und an fehlender Macht.
      Viele fühlten sich hilflos und dächten: „Was soll ein normaler Mensch schon tun?“
  • Es wird darauf hingewiesen, dass ein Beitrag mit aktuell 50 Punkten im Grunde nur aus einem Apple-Maps-Link besteht.

    • In anderen Kartendiensten werden die Ortsnamen normal angezeigt.
      Vergleiche sind möglich mit Bing, Google und OSM.
    • Dagegen steht das Argument, Apple habe diese Region möglicherweise schon immer nicht korrekt dargestellt.
    • Im hybriden Satellitenmodus seien die Dörfer sichtbar, nur eben ohne Beschriftung, was sich überprüfen lasse.
    • Tatsächlich könne man über den Link bestätigen, dass außer drei Großstädten fast nichts beschriftet ist.
    • Es gibt auch die Einschätzung, der OP habe eigentlich einen Vorher-Nachher-Vergleich gewollt; allein anhand der aktuellen Karte zu behaupten, etwas sei „gelöscht“ worden, sei voreilig.
  • Schon im Krieg zwischen Indien und China habe Apple ähnlich gehandelt.
    Letztlich neige Apple dazu, sich auf die Seite des größeren Marktes zu schlagen.
    Moralisch sei das problematisch, aber geschäftlich eine einfache Rechnung.

    • Darauf folgt auch die zynische Reaktion: „Es gibt keinen moralischen Spielraum, es ist einfach so.“
    • Außerdem wird gefragt, ob Apple noch immer auf OSM basiert oder inzwischen auf andere Datenquellen umgestiegen ist.
  • All das geschieht, während Israels Bombardierung von Zivilisten weitergeht.

  • Es wird die Ansicht vertreten, Netanyahu verliere zunehmend an Macht.
    In einigen Monaten müsse er womöglich rechtliche Verantwortung tragen, doch ob das ausreiche, sei fraglich.

  • Es wird gefragt, ob Apple dazu eine offizielle Erklärung abgegeben hat.

    • Eine Reaktion darauf lautet: „Alle kennen den Grund, aber sie haben Angst, ihn auszusprechen.“
    • Da Apple eigene Daten nutzt, aber auch von externen Datenquellen abhängt, könnte das Fehlen der Daten auch von dort stammen.
    • Oder, in einer kühlen Spekulation: Vielleicht existieren diese Dörfer tatsächlich nicht mehr.