1 Punkte von GN⁺ 2026-02-02 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein webbasiertes Spiel, bei dem man innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele in Wikipedia gelistete Tiernamen eingeben muss
  • Für jedes richtig erratene Tier wird zusätzliche Zeit gutgeschrieben; bei 0 endet das Spiel
  • Doppelte Einträge sind ungültig; gibt man zum Beispiel „Bär“ und „Eisbär“ ein, bringt Letzterer weder Punkte noch Zeitbonus
  • Das Spiel nutzt Daten aus Wikipedia und Wikidata; LLMs kommen nicht zum Einsatz
  • Ein Puzzle-artiges Spiel mit einfacher Oberfläche, das Konzentration und Gedächtnis testet

Spielüberblick

  • Nutzer müssen innerhalb der vorgegebenen Zeit möglichst viele Tiernamen aufzählen
    • Für jedes Tier muss zwingend ein Wikipedia-Artikel vorhanden sein
    • Bei jeder Eingabe gibt es einen festen Zeitbonus
  • Ist die Zeit aufgebraucht, endet das Spiel im Zustand „game over“

Regeln

  • Doppelte Konzepte werden nicht akzeptiert
    • Beispiel: Gibt man „bear“ und „polar bear“ ein, ist der zweite Eintrag ungültig
    • Andere Bärenarten werden jedoch separat anerkannt
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  • Die Eingabereihenfolge spielt keine Rolle; man sollte visuelle Elemente ignorieren und sich auf die Eingabe der Namen konzentrieren

Einstellungen und Oberfläche

  • Anfangszeit und Zeitverlängerung (Sekunden) lassen sich einstellen
  • Der Punktestand wird auf dem Bildschirm im Format Score: 0 angezeigt; nach Spielende kann das Ergebnis als Emoji geteilt werden
  • Mit Buttons wie „reset to defaults“ und „try again“ lässt sich das Spiel neu starten

Technische Umsetzung

  • Entwickelt wurde das Spiel von Vivian Rose; auf Basis von Wikipedia- und Wikidata-Daten wurden manuelle Anpassungen vorgenommen
  • LLMs (Large Language Models) werden nicht verwendet
  • Bugmeldungen oder Anfragen sind über die Contact-Seite auf der Website der Entwicklerin möglich

Merkmale und Bedeutung

  • Mit einfachen Regeln und einem Zeitlimit testet das Spiel Gedächtnis, Tempo und Konzentration
  • Es ist ohne Installation direkt im Browser spielbar
  • Es basiert auf Open Data und gilt als interessantes Beispiel für die Verbindung von Datennutzung und Game-Design

1 Kommentare

 
GN⁺ 2026-02-02
Hacker-News-Kommentare
  • Das Spiel kannte Woodboring beetle nicht, also habe ich den Wikipedia-Link nachgeschlagen.
    Dabei hatte ich das Gefühl, mein Gehirn würde ein bisschen seltsam werden. Ich hatte Bilder von Tieren im Kopf, aber mir fiel der Name nicht ein. Erst etwa eine Minute nachdem ich aufgehört hatte, fiel mir „Dragonfly“ ein.
    Die Reaktion auf „crab“ war auch lustig — so nach dem Motto: „Wegen der Carcinization ist es schwer, ‘crab’ zu definieren.“

  • Diese Seite zeigt sogar die Meldung „JavaScript ist deaktiviert“ auf humorvolle Weise.
    Sinngemäß heißt es: „Dieses Spiel braucht JavaScript. Oder nimm Stift und Papier und schreib die Tiernamen selbst auf.“

    • Klingt nach einer leicht spöttischen Formulierung, kam aber wie beabsichtigt witzig rüber.
  • Ich habe Jellyfish eingegeben und danach Portuguese Man-o-war.
    Man-o-war wurde erkannt, aber Jellyfish wurde mit der Begründung verworfen, ich hätte „einen mehrdeutigeren Begriff hinzugefügt“.
    Dabei sind das völlig unterschiedliche Lebewesen. Man-o-war ist ein kolonialer Siphonophor, Jellyfish dagegen ein einzelner Organismus.
    Beide gehören zwar zum Stamm Cnidaria, aber gerade deshalb wäre das der allgemeinere Begriff gewesen.

    • Es gibt diese interessante Grenzfrage, ob koloniale Organismen, bei denen einzelne Individuen kooperieren, als ein einziges Tier gelten können. Biologen sehen das meist so.
    • Ich habe „kudu“ eingegeben, und es wurde zu „turtle“ geändert. Welche Beziehung zwischen beiden bestehen soll, weiß ich nicht, aber schon ein Kindergartenkind würde merken, dass das seltsam ist.
    • Das wirkt wie die Diskussion „Die Tomate ist eine Frucht“. Biologisch stimmt das, praktisch aber nicht. Wenn es aussieht wie eine Qualle und sich verhält wie eine Qualle, dann ist es eine Qualle.
    • Es gibt viele Ungenauigkeiten. Ich habe bobcat eingegeben und dann lynx, aber lynx wurde abgelehnt, weil bobcat angeblich schon da sei. Es war früh am Morgen und ich hatte noch keinen Kaffee, also war ich dadurch nur noch verwirrter.
  • Ich habe eine abgewandelte Version mit der Browser-Spracherkennungs-API gebaut.
    Simpel, aber ziemlich spaßig, zusammen mit Freunden laut Tiernamen herauszuschreien.
    https://t.moveything.com/animalscream/ (funktioniert am besten in Chrome auf dem Desktop)

    • Wirklich witzig. Die Erkennung ist nur etwas langsam, daher wären statt 1 Sekunde eher 6 Sekunden Spielraum pro erkanntem Tier schön.
  • Das Spiel ist vermutlich von diesem Tweet inspiriert.

  • Das basiert auf einfachem Text-Parsing und einer Key-Value-Mapping-Tabelle, ganz ohne AI.
    Tabellenlink

    • Es gibt noch eine weitere Tabelle. Bei „dingo“ kommt zum Beispiel „Are you Australian?“, und auf „cicada“ reagiert es mit „don’t you love their songs?“.
      eggs.js-Link
    • Der Entstehungsprozess ist in diesem Blogpost gut dokumentiert.
    • Es gab eine indonesische Zeichenkette zu „weasel“, aber laut Wikidata-Eintrag war das bloß ein Vandalismus-Edit. In der Änderungshistorie sieht man, dass es sofort wieder entfernt wurde.
  • Hat sonst noch jemand wie ich zuerst an Ubuntu-Versionsnamen gedacht? Ich habe überlegt, damit anzufangen.

  • Jemand hat ein Skript gepostet, das automatisch Farb+Tier-Kombinationen ausprobiert.

    for (c of 'red black white ...') for (a of 'bear lion tiger ...') guessbox.value = c + ' ' + a;
    
    • Als Antwort darauf wurde fortgeschrittener Automatisierungscode geteilt, der die komplette interne Datenbank durchläuft und so die Höchstpunktzahl erreicht.
      Das Spiel enthält ungefähr 370.000 Tiere, und wenn man Duplikate, Elternbegriffe und Sonderfälle ausschließt, liegt die Maximalpunktzahl bei etwa 322.740 Punkten.
      Mit Browser-Performance-Optimierungen (O(N²) → O(1)) und angepasster Rendering-Rate soll sich die Höchstpunktzahl in 16,5 Sekunden erreichen lassen.
      Allerdings muss der Timer dann 22,75 Tage laufen, bis das Spiel endet. An der eigentlichen Logik habe man nichts verändert.
  • Die Titeltexte sind wirklich lustig. Aber der Behauptung „chipmunks are squirrels“ kann ich nicht zustimmen.

    • Genau. Ein chipmunk ist kein squirrel. Da gebe ich nicht nach.
    • Dass prairie dogs tatsächlich zur squirrel-Gruppe gehören, habe ich dagegen heute zum ersten Mal gelernt.
    • Bei mir wurden pigeon und mourning dove als dasselbe behandelt. Das stimmt nicht. Der chipmunk-Fall ist aber noch schlimmer.
    • Da ist einiges merkwürdig. red-bellied woodpecker kennt es, yellow-bellied woodpecker aber nicht.
  • Beeindruckend, dass so ein Ergebnis ohne LLM zustande kam. Sogar „drop bear“ wird erkannt.

    • Das liegt daran, dass der Datensatz aus Wikidata stammt — drop-bear-Eintrag
    • In meiner Verzweiflung habe ich „unicorn“ eingegeben, und die Reaktion war so witzig, dass ich laut lachen musste.
    • Selbst das Australian Museum erkennt drop bear an — passender Link
      „bungarra“ wird ebenfalls erkannt, bei anderen regionalen Tiernamen bleibt es aber manchmal hängen.
    • Die Reaktion auf „Haggis“ war auch ziemlich lustig.