- Es gab einen Fall, in dem ein im Haus verlegtes Glasfaserkabel physisch zerfiel: Schon bei Berührung mit der Hand brach es auseinander und Metalladern traten hervor
- Das Kabel war ein bei FS.com gekauftes Produkt in Militärqualität (armoured) und wurde vor etwa dreieinhalb Jahren installiert und unter einem Zementboden durch PVC-Rohre verlegt
- Als mögliche Ursachen werden Hydrolyse durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Singapur oder Kontakt mit Lösungsmitteldämpfen von im selben Raum gelagerter Farbe vermutet
- Für die Wiederherstellung wurde der Mantel mit 3M-Gummi-Isolierband und Vinylband rekonstruiert, doch dabei entstanden weitere Schäden, sodass vermutlich die inneren Fasern geknickt oder gerissen wurden
- Der Autor nennt als Lehre, dass verlegte Kabel unbedingt an einem Patchpanel fixiert werden sollten und überschüssige Länge nicht in Schleifen gelagert werden darf
Entdeckung des zerfallenden Glasfaserkabels
- Als er morgens eine Fahrradpumpe herausnehmen wollte, blieb deren Griff am Kabel hängen, woraufhin der Glasfasermantel in der Hand wie Keksbrösel zerfiel
- Kurz darauf platzte ein Teil des Kabels beinahe explosionsartig auf, und Metalldrähte sowie weiße Fasern (vermutlich Kevlar) schossen heraus
- Das Kabel war über PVC-Kabelkanäle unter dem Zementboden mit den einzelnen Räumen verbunden, und diese Leitung war die Hauptverbindung zum MS-A2-Server im Homeoffice
Kabelspezifikation und Installationsumgebung
- Das Kabel war ein 2022 bei FS.com gekauftes armoured fibre und wurde für eine dauerhafte Verlegung ausgewählt
- Es war rund drei Jahre lang mit einem Radius von 5 cm aufgewickelt und mit Klettbindern an einem Haken für Wäsche aufgehängt
- Der Schaden trat auf, als das Kabel kürzlich für den Anschluss an den SFP+-Port eines UDM-Geräts abgewickelt und verwendet wurde
Hypothesen zur Schadensursache
- Das Kabel war unter dem Boden durch PVC-Rohre verlegt, und als Hauptursache wird Hydrolyse durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Singapur vermutet
- Als weitere Möglichkeit wird genannt, dass Lösungsmitteldämpfe der im selben Raum gelagerten Farbe Nippon Paint Vinilex 5000 den Kabelmantel beschädigt haben könnten
- Lösungsmitteldämpfe in der Luft könnten das Kabel innerhalb von drei Jahren geschädigt haben, während andere freiliegende Kabel weniger klebrig sind oder weniger stark zerbröseln
Reparaturversuch und zusätzliche Schäden
- Es wurde versucht, die beschädigte Stelle mit selbstverschweißendem 3M-Gummi-Isolierband (23) zu fixieren und außen mit Temflex 160 Vinylband zu schützen
- Beim Umwickeln führte jedoch jede Bewegung des Kabels zu weiterem Zerfall des Mantels; einige Abschnitte knickten im rechten Winkel ab, wodurch die inneren Fasern beschädigt wurden
- Nun muss ein Abschnitt von etwa 10 Metern manuell instand gesetzt werden, während das Innere des Kabelkanals unzugänglich ist und eine vollständige Reparatur erschwert
Lehren und aktueller Status
- Es wird betont, dass verlegte Kabel unbedingt an einem Patchpanel fixiert werden sollten und überschüssige Länge nicht in Schleifen gelagert werden darf
- Für langfristige Stabilität müsse die Installation in einer unbeweglichen, fest fixierten Struktur erfolgen
- Derzeit funktioniert die MS-A2-SFP+-Verbindung noch, doch die Ergebnisse von
speedtest-cli liegen bei Upload 4000 Mbit/s / Download 3000 Mbit/s, während auf dem UDM 6000/7000 Mbit/s gemessen werden, was eine Leistungseinbuße bestätigt
- Der Autor beendet den Bericht selbstironisch mit der Bemerkung, das sei ein Fehler, über den ein Rechenzentrums-Techniker nur lachen würde, und hält den Vorfall als lehrreiches Beispiel für den Aufbau eines Homelabs fest
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