- Wegen eines defekten Tastaturteils am X1 Carbon von 2019 wurde ein Ersatz in Betracht gezogen; aufgrund der Grenzen der Alternativen fiel die Wahl auf das Framework 16
- Montagefreundlichkeit und Reparierbarkeit waren hervorragend, im praktischen Einsatz traten jedoch zahlreiche Probleme bei Gewicht, Design und Displayqualität auf
- Es wurden mehrere konkrete Hardwareprobleme festgestellt, darunter nicht anpassbare Helligkeit, übermäßig helle LEDs, Bildschirmflackern der GPU und schwache Lautsprecherqualität
- Trotz eines Preises von rund 2.000 Euro wurde die Verarbeitungsqualität eher auf dem Niveau eines Mittelklasse-Laptops eingeschätzt
- Letztlich fiel die Entscheidung zur Rückgabe, da die Qualität dem Premiumpreis nicht gerecht wurde
Hintergrund zum Kauf des Framework 16
- Beim zuvor genutzten X1 Carbon der 7. Generation funktionierten einige Tasten (5, 6, -, =, Delete) nicht mehr, wodurch ein Ersatz nötig wurde
- Neuere X1-Carbon-Modelle wurden wegen schlechterer Displayqualität, Kühlungsproblemen und schwieriger Zerlegbarkeit ausgeschlossen
- Zwischen einem MacBook mit Asahi Linux und einem Framework-Laptop fiel die Wahl auf Letzteren
- Asahi Linux schied wegen Problemen bei Akkueffizienz, Energiesparmodus und instabiler Hardware-Unterstützung aus
- Das Framework bot Vorteile wie einfache Aufrüstbarkeit und Reparatur, Linux-/FreeBSD-Unterstützung sowie QMK-Tastaturanpassung
Konfiguration und Zusammenbau
- Gekauftes Modell: Framework 16 DIY Edition, Ryzen AI 7 350, 16GB RAM, 500GB SSD
- Der Versandweg war mit Taiwan→Philippinen→China→Japan→Türkei→Frankreich→Niederlande ungewöhnlich komplex
- Der Zusammenbau war einfach, und dank der magnetischen Modulstruktur lassen sich SSD und RAM leicht austauschen
- Die Wartungsfreundlichkeit ist im Vergleich zum X1 Carbon deutlich besser
Installation des Betriebssystems
- Bei der Installation von FreeBSD 15 kam es durch einen GPU-Treiberkonflikt zu einem Kernel-Absturz
- Danach wurde Fedora 43 installiert, woraufhin die gesamte Hardware normal funktionierte
Gewicht und Mobilität
- Das Framework 16 wiegt 2,2 kg, das X1 Carbon 1,3 kg
- Der Unterschied von 1 kg verschlechtert die Mobilität deutlich, das Gerät lässt sich kaum mit einer Hand tragen
- Die Leistung liegt unter der eines Desktops, die Mobilität ist eingeschränkt, wodurch die Geräteidentität unklar wirkt
Design
- Die Kombination aus Schwarz und Silber gefällt, aber die abnehmbare Spacer-Konstruktion mindert den Qualitätseindruck
- Spalten und scharfe Kanten an den Handballenauflagen sind unangenehm
- Die Spacer wackeln und verursachen Geräusche
- Die Verarbeitungsqualität entspricht nach Einschätzung nicht einem Gerät für 2.000 Euro
Display
- Die Farbdarstellung ist übermäßig gesättigt, besonders Rot wirkt übertrieben
- Selbst auf der niedrigsten Helligkeitsstufe ist das Display noch zu hell, was die Nutzung in dunkler Umgebung erschwert
- Die Gleichmäßigkeit von Weiß- und Grautönen ist schwach, was die Augen belastet
- Die begrenzte Helligkeitsregelung wurde auch beim Framework 13 gemeldet
Strom-LED
- Die LED lässt sich im BIOS nicht deaktivieren, selbst die Einstellung „Ultra low“ ist noch hell
- Ständig fällt Licht in den unteren Sichtbereich, was störend wirkt
- Zwar lässt sich das per systemd-Dienst manuell abschalten, doch eine passende Standardeinstellung fehlt
GPU
- Es gibt Bildschirmflackern und eine inhaltsabhängige automatische Helligkeitsanpassung
- Die Anpassung erfolgt langsam und wirkt dadurch visuell störend
- Mit der Einstellung
amdgpu.abmlevel=0 lässt sich das abmildern, vollständig behoben ist es jedoch nicht
CPU
- Die Leistung ist ordentlich und besser als beim X1 Carbon
- Unter Last tritt Spulenfiepen (BZZZZ) auf
- Das Lüftergeräusch ist kaum hörbar
Akku
- Die Laufzeit liegt bei 6 bis 8 Stunden, also auf dem üblichen Niveau eines Linux-Laptops
- Im Standby gehen in 8 Stunden etwa 5 % Akku verloren, was auf eine geringe Effizienz hindeutet
- Die Hibernate-Funktion von Fedora ist instabil und wird daher nicht genutzt
WiFi und Bluetooth
- Sowohl Intel- als auch Mediatek-Karten funktionieren problemlos, mit 600 bis 900Mbps
- Die Upload-Geschwindigkeit ist höher als die Download-Geschwindigkeit, im Alltag ergibt sich daraus aber kein Problem
- Bluetooth-Geräte werden korrekt erkannt
Tastatur
- Das Tippgefühl ist etwas weich, und obwohl QMK verwendet wird, basiert es auf einer veralteten Version von 2022
- Die Konfiguration erfolgt über die VIAL-Web-App, wobei Firefox nicht unterstützt wird und Chromium nötig ist
- udev-Regeln müssen manuell gesetzt werden, und die Oberfläche ist unkomfortabel
- Es wird auf die Notwendigkeit einer offiziellen QMK-Integration hingewiesen
Trackpad
- Die Scroll-Empfindlichkeit ist zu hoch, Scrollen tritt sogar nach dem Abheben des Fingers auf
- Die Präzision ist geringer als beim X1 Carbon
Lautsprecher
- Unterhalb von 50 % Lautstärke verschlechtert sich die Klangqualität stark, mit metallischem Klang
- Auch die BIOS-Einstellung „Linux mode“ bringt keine Verbesserung
- Die Qualität ist gemessen am Preis von 2.000 Euro enttäuschend
Modulare Ports
- USB-C, Audio-Buchse und weitere Anschlüsse sind austauschbar, was flexible Konfigurationen ermöglicht
- Allerdings gibt es Spalte rund um die Ports und uneinheitliche Verarbeitung
Fazit
- Das Framework 16 überzeugt bei Montage und Offenheit, bleibt aber bei Gewicht, Design, Display und Lautsprecherqualität hinter dem Niveau eines Premium-Laptops zurück
- Wegen einer Verarbeitungsqualität, die dem Preis von 2.000 Euro nicht entspricht, fiel die Entscheidung zur Rückgabe
- Ein Ersatzgerät steht noch nicht fest; in Betracht kommen das Framework 13 oder eine andere Marke
- Vorerst soll das bisherige X1 Carbon weiter genutzt werden
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