2 Punkte von GN⁺ 2025-12-03 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Ab dem 1. Januar 2026 werden neue Werke in die Public Domain aufgenommen und sind damit frei nutzbar
  • Die Kriterien für den Ablauf des Urheberrechts unterscheiden sich je nach Land und sind in drei Hauptkategorien gegliedert: „70 Jahre nach dem Tod des Autors“, „50 Jahre nach dem Tod des Autors“, „Veröffentlichungen aus dem Jahr 1930“
  • Zu den Werken, die in diesem Jahr öffentlich werden, gehören William Faulkner mit As I Lay Dying, Agatha Christie mit The Murder at the Vicarage und Sigmund Freud mit Civilization and Its Discontents
  • Auch die bislang unveröffentlichten Werke von Franz Kafka, Hannah Arendt, Thomas Mann und Charlie Parker werden neu freigegeben
  • Die Ausweitung der Public Domain ist wichtig, weil sie den Zugang zu kulturellem Erbe verbessert und die Wiederverwendung in der Kreativwirtschaft erleichtert

Überblick: Eintritt in die Public Domain 2026

  • Jeden 1. Januar treten Werke mit abgelaufenem Urheberrechtsschutz in die Public Domain (Öffentliches Eigentum) ein
    • Jede Person kann sie frei genießen, teilen und wiederverwenden
  • Da die Urheberrechtsgesetze weltweit unterschiedlich sind, gibt es kein einheitliches Public-Domain-System
  • 2026 werden diese drei Hauptkategorien neu freigeschaltet
    • Werke von 1955 verstorbenen Autor:innen: Länder mit der Regel „70 Jahre nach dem Tod des Urhebers“ (Großbritannien, Russland, die meisten EU-Länder und die meisten Länder Südamerikas)
    • Werke von 1975 verstorbenen Autor:innen: Länder mit der Regel „50 Jahre nach dem Tod des Urhebers“ (Neuseeland, die meisten Länder in Afrika und Asien)
    • Publikationen aus dem Jahr 1930: Bücher und Filme, die 1930 in den USA veröffentlicht wurden

Hauptwerke, die 2026 freigeschaltet werden

  • Literatur
    • William Faulkner: As I Lay Dying
    • Franz Kafka: The Castle (englische Übersetzung)
    • Agatha Christie: The Murder at the Vicarage
    • Evelyn Waugh: Vile Bodies
    • Vladimir Nabokov: The Defense
    • Hermann Hesse: Narcissus and Goldmund
    • Robert Musil: The Man Without Qualities
    • T. S. Eliot: Ash Wednesday
    • Margaret Atwood: Years of Grace
    • E. H. Young: Miss Mole
    • Stella Benson: The Far-Away Bride
    • Stanisław Ignacy Witkiewicz: Insatiability
  • Sachbuch und Philosophie
    • Sigmund Freud: Civilization and Its Discontents
    • Werke von Pierre Teilhard de Chardin
    • Werke zu Hannah Arendt
  • Musik, Kunst und Fotografie
    • Musik von Charlie Parker
    • Skulpturen von Barbara Hepworth
    • Fotografien von Walker Evans
  • Filme
    • All Quiet on the Western Front (Film von 1930)
    • Hellbound Train und weitere Werke

Das „Adventskalender“-Format von der Public Domain Review

  • Über den gesamten Dezember wird täglich ein Werk vorgestellt, das 2026 in die Public Domain übergehen wird, in einer Kalender-Format-Serie
  • Am 1. Januar, am sogenannten Public Domain Day, werden alle Werke gleichzeitig freigeschaltet
  • Leser:innen können über die bereitgestellten Links die vollständige Liste direkt erkunden

Relevante Materialien und Referenzlinks

  • „Public Domain Day Countdown“ von John Mark Ockerbloom (Mastodon- und Blog-Posts)
  • Die in den USA 2026 frei werdenden Werke können bei Standard eBooks kostenlos eingesehen werden
  • Das „Public Domain Manifesto“ von Communia zur Bedeutung der Public Domain
  • Der Beitrag im OKFN-Blog zur Frage, ob es einem Werk schadet, wenn es in die Public Domain kommt

Rolle der Public Domain Review

  • Es handelt sich um eine in Großbritannien registrierte Community Interest Company mit gemeinnützigem Zweck, bei der alle Erlöse für öffentliche Zwecke eingesetzt werden
  • Der Betrieb erfolgt über Leserunterstützung, mit dem Ziel, den freien Zugang zu kulturellem Erbe zu fördern und die Zugänglichkeit zu erweitern

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