- Der offizielle Support für Windows 10 endet im Oktober 2025
- Microsoft empfiehlt den Kauf eines neuen Computers, doch durch die Installation eines aktuellen Linux-Betriebssystems auf einem vorhandenen PC lassen sich Leistung und Sicherheit verbessern
- Linux ist kostenlos verfügbar, und auch Software-Updates verursachen keine Kosten
- Es trägt zum Umweltschutz und zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei und kann die Lebensdauer von Geräten verlängern
- Über lokale Communities und online ist professionelle Unterstützung verfügbar
Hinweise zum Ende des Supports für Windows 10
Der offizielle Support für Windows 10 endet am 14. Oktober 2025.
Microsoft drängt fortlaufend zum Kauf neuer PCs.
Vorhandene Computer können jedoch durch die Installation eines aktuellen Linux-Betriebssystems wieder von hoher Geschwindigkeit und Sicherheit profitieren.
Die meisten seit 2010 erschienenen Computer können ohne Austausch weiterverwendet werden.
Schon die Installation eines aktuellen Linux-Betriebssystems ermöglicht oft noch mehrere Jahre Nutzung.
Linux installieren und Unterstützung erhalten
Der Installationsprozess eines Betriebssystems kann schwierig wirken,
aber Hilfe ist bei lokalen Fachleuten oder Mitgliedern der Community erhältlich.
Man kann die Installation selbst durchführen oder verschiedene Anleitungen und Treffen nutzen.
Fünf Gründe, einen vorhandenen Computer auf Linux umzustellen
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Keine Kosten für neue Hardware oder Lizenzen
Der Kauf eines neuen Laptops verursacht erhebliche Kosten. Viele Linux-Betriebssysteme sind jedoch kostenlos verfügbar, und auch Updates sind kostenlos. Projekte können zudem durch Spenden unterstützt werden -
Stärkerer Schutz der Privatsphäre
Windows enthält Werbung und Spyware. Das verlangsamt nicht nur den Computer, sondern führt auch zu Überwachung durch Unternehmen und höheren Energiekosten -
Vorteile für die Umwelt
Die bei der Herstellung eines Computers entstehenden CO2-Emissionen machen mehr als 75 % seiner gesamten Lebensdauerbilanz aus. Funktionierende Geräte länger zu nutzen, ist ein wirksamer Weg zur Emissionsreduzierung. Durch den Einsatz eines Linux-Betriebssystems lässt sich die Lebensdauer eines Geräts effektiv verlängern -
Unterstützung durch Community und Fachleute
In lokalen Repair-Cafés, bei unabhängigen Fachleuten oder in Computergeschäften ist vielfältige Unterstützung vor Ort erhältlich. Auch in Online-Foren lässt sich umfassende Hilfe finden -
Hohe Kontrolle für Nutzerinnen und Nutzer
Linux bietet die vier Freiheiten freier Software. Nutzung, Untersuchung, Weitergabe und Verbesserung sind frei. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Geräte vollständig kontrollieren
Organisationen, die die Kampagne unterstützen
Mehrere Organisationen unterstützen diese Kampagne
Falls Interesse besteht
Man kann ein nahegelegenes Repair-Café oder eine Nutzergruppe besuchen und einen alten Computer in neuer Form weiterverwenden.
Für eine nachhaltige Nutzung kann man aktiv Unterstützung durch Fachleute und die Community in Anspruch nehmen.
2 Kommentare
Wenn nur Steam gut läuft././..
Hacker-News-Kommentare
Ich möchte darauf hinweisen, dass für normale Windows-Nutzer beim Wechsel zu Linux der größte Stolperstein meist die Vorbereitung eines USB-Flash-Laufwerks und die Nutzung externer Tools wie Rufus ist.
Sogar bei typischen Distributionen für nichttechnische Nutzer wie Ubuntu ist der Installationsprozess recht umständlich. Wenn man sich die Anleitungsseite ansieht (https://ubuntu.com/tutorials/install-ubuntu-desktop#1-overview), glaube ich, dass die meisten Menschen diesen Prozess nie durchlaufen würden.
Damit mehr Nutzer wechseln, würde ich vorschlagen, dass Ubuntu direkt eine Windows-App anbietet.
Die Idee wäre, dass diese App im Hintergrund das ISO herunterlädt, vom Formatieren des USB-Sticks bis hin zur Einrichtung eines Desktop-Dual-Boots alles automatisiert und jeden Schritt klar erklärt, damit man Ubuntu und Windows parallel nutzen kann.
Ich frage mich ehrlich gesagt, ob man überhaupt ein separates Medium wie einen USB-Stick braucht.
Man könnte einfach die bestehende Partition verkleinern und dort eine Linux-Recovery-Partition anlegen und von dort installieren, oder die Installation direkt unter Windows in einer VM durchführen und nach einem Neustart in ein fertiges Linux-System booten.
Unabhängig vom technischen Niveau ist schon das Suchen oder Kaufen eines externen Mediums eine ziemlich große Hürde.
Abgesehen von Linux-Installations-USBs hatte ich in den letzten 15 Jahren keinen Anlass, einen Flash-Stick zu benutzen.
Selbst für mich als technikaffine Person ist es lästig, so etwas erst suchen oder kaufen zu müssen.
Ich stimme zu, dass man den Ablauf vereinfachen kann, glaube aber nicht, dass sich aus einem laufenden Betriebssystem wie Windows heraus ein vollständiger Boot-Eintrag erzeugen lässt.
Trotzdem könnte die UX moderner werden.
Mir kommt die Idee einer zugänglichen App wie einem „OS Changer“.
Die App könnte Informationen zu verschiedenen Linux-Distributionen mit Screenshots, kurzen Beschreibungen, Tags und Bewertungen aufbereiten und nach der Auswahl still im Hintergrund das ISO herunterladen.
Wenn ein USB-Stick eingesteckt wird, zeigt sie den Inhalt an, fragt die Formatierung ab und erstellt nach Abschluss des Downloads sofort das Flash-Laufwerk.
Sie könnte Systeminformationen auslesen, empfehlen, welche Taste man beim Booten drücken muss, und dann sogar den Neustart automatisieren.
Wie auch immer man es macht, ein Zwischenmedium wie USB bleibt weiterhin nötig.
Praktisch wäre die Live-Distribution selbst dieses Medium und zugleich das System, das man später nutzt, was psychologisch die Einstiegshürde senken könnte.
Unter Linux lässt sich ein Live-USB sehr einfach mit einem Befehl wie
cat liveusb.iso > /dev/sdXerstellen.Ich nehme an, unter Windows wäre mit PowerShell oder Ähnlichem ein vergleichbarer Befehl möglich.
Natürlich besteht die Gefahr, auf das falsche Laufwerk zu schreiben, daher braucht man ein separates Utility.
Das Erstellen des USB-Sticks selbst ist simpel; man könnte doch einfach eine in das ISO eingebaute
win32-Datei bereitstellen, die man nur herunterladen und ausführen muss und die dann das Schreiben auf den USB-Stick vollständig übernimmt.Ich meine mich zu erinnern, dass Canonical vor 15 bis 20 Jahren schon einmal eine ähnliche All-in-One-Windows-App gebaut hat.
Ich würde außerdem noch folgende Punkte zur Diskussion stellen.
GRUB ist funktional, wirkt auf Einsteiger aber mit seinem Bildschirm viel zu hackerhaft und schreckt leicht ab; zudem ist es bei Variablen wie Windows-Updates nicht besonders robust.
Eine zuverlässige automatische Wiederherstellungs-UI wäre meiner Meinung nach ein sehr großer Fortschritt.
In unserem Labor betreiben wir viele Windows-10-Workstations, und wenn Microsoft seine OS-Politik ändert, ist das ein großes Problem.
Die Hardware im Wert von Zehntausenden Dollar ist noch völlig leistungsfähig, aber es gibt viele unverzichtbare Dinge wie Windows-exklusive Software und Remote Desktop.
Kürzungen beim NIH-Budget sind schon schlimm genug; wenn wir nun auch noch mit hohen Kosten und enormem Zeitaufwand auf neue Geräte umsteigen müssten, wäre das der Worst Case.
Microsoft-Betriebssysteme hatten schon immer feste EOL-Fristen, das ist also nicht das erste Mal, und man kann das mit verlängertem Support lösen.
Verlängerter Support für institutionelle Kunden: offizielle ESU-Informationen
Das ist dieselbe Situation wie damals bei Windows 7.
Es gibt verlängerten Support in Form kumulativer Updates per Monatsabo über drei Jahre, und für die US-Regierung und ähnliche Kunden gelten relativ günstige Preise.
Der Preis für Windows 10 ESU liegt für Verbraucher ungefähr bei 30 $ im ersten Jahr, 60 $ im zweiten und 90 $ im dritten.
Derzeit kann man das Upgrade auf Windows 11 mit Tricks durchführen, die die Hardwareanforderungen ignorieren.
Für Unternehmen oder Institutionen, die offiziell unterstützt werden müssen, ist das zwar keine empfehlenswerte Lösung, aber momentan erhalten auch nicht unterstützte PCs noch Windows-11-Updates.
Das Ende von Windows 10 fühlt sich trotzdem überraschend nah an.
Dagegen erhält Microsoft Hyper-V Server 2019, obwohl es praktisch ein Server-Betriebssystem fast ohne GUI ist, verlängerten Support bis 2029.
Ich plane, eine vereinfachte Patch-/Slipstream-Installation zu bauen, um ältere Geräte weiterzuverwenden.
Ich frage mich, ob es nicht eigentlich zur Verantwortung des Systemadministrators gehört, Betriebssystem-Upgrades bereits bei der Systemeinrichtung im Voraus zu berücksichtigen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Windows-10-LTSC-IoT-Edition bis 2031 unterstützt wird.
Ich finde diese Seite wirklich gut, aber die erste Hürde für normale Nutzer ist, dass sie gar nicht wissen, was eine „Linux-Distribution“ ist.
Und selbst wenn sie es wissen, gibt es keine Empfehlung, welche sie installieren sollen.
Die meisten kennen nicht einmal die Trennung zwischen Kernel und Betriebssystem.
Schon die Unterscheidung zwischen Hardware und Software ist oft schwierig.
Wenn nicht sofort jemand dazwischenfunkt, könnte man fast darüber nachdenken, alles unter einer einzigen Marke „Linux“ mit Pinguin-Logo zu vereinheitlichen.
Wenn ich ankündigen würde, ein offizielles „Linux OS“ zu bauen, würde ich mir den Widerstand der ganzen Community sicher zuziehen.
Letztlich gibt es für durchschnittliche Nutzer keinen besonders großen Grund, unbedingt Linux zu verwenden.
Wenn Entwickler in Bewegung geraten, hätte das dagegen wirklich große Wirkung.
Ehrlich gesagt würde ich Ubuntu nicht als Distribution für Einsteiger empfehlen.
Eines der größten Probleme von Linux ist, dass es keine vollständig anfängerfreundliche Distribution gibt, die wirklich jeder leicht benutzen kann, ohne sich zu verirren, und Ubuntu ist einfach nur „Corporate Goo“.
Als ich früher als Serveradministrator gearbeitet habe, waren Ubuntu-Nutzer eine ständige Quelle von Problemen.
Nachdem sie aber auf meinen Rat hin zu Debian gewechselt hatten, traten Probleme deutlich seltener auf.
Für mich ist Ubuntu Debian als eine Art „seltsamer Corporate-Mix“.
Ich würde gern vollständig von Windows auf Linux wechseln, wenn nur Gaming-Anti-Cheat ordentlich laufen würde.
Windows wird mit Werbung und merkwürdiger Produktplatzierung immer seltsamer.
Sogar die Windows-Suche lässt sich meiner Meinung nach kaum noch richtig benutzen.
Durch den Einfluss des Steam Deck und Ähnlichem empfinde ich Probleme mit Gaming-DRM und Anti-Cheat unter Linux heute nicht mehr als so gravierend.
Solange es keine reinen Echtzeit-Online-Spiele sind, laufen die meisten Spiele unter Linux fast problemlos.
Über protondb lässt sich die Kompatibilität auch schnell prüfen.
Kernel-Level-Anti-Cheat ist schon vom Ansatz her problematisch.
Ich hoffe eher, dass diese Methode verschwindet, statt sich auch noch auf Linux auszubreiten.
Früher mit privaten Servern war das kein Problem; manche sehen das als Folge des heutigen Matchmaking-Systems.
Wenn eine spezielle Linux-Distribution mit vorinstalliertem Rootkit wirklich marktgängig wäre, könnten große Spielefirmen so etwas durchaus bauen.
Die bekannteste distributionsähnliche Lösung eines Spieleunternehmens stammt von Valve.
Valve ist aber für eine DRM-Politik bekannt, die sich deutlich von solchen Rootkit-Ansätzen unterscheidet.
Das widerspricht eher den Werten von Valve.
Vielleicht wäre das sogar eine Gelegenheit, die Exklusivstruktur von Valves „Game Store“ aufzubrechen.
Das Problem ist weniger Anti-Cheat an sich, sondern dass die betreffenden Anti-Cheat-Systeme technisch auch unter Linux funktionieren, von den Betreibern aber auf Windows beschränkt werden.
Beispiel: EAC von Fortnite wird unter Linux unterstützt, aber vom Betreiber blockiert.
Manche Anti-Cheat-Lösungen, etwa Easy Anticheat, unterstützen Linux.
Trotzdem würde mich interessieren, bei welchem Anti-Cheat konkret Probleme auftreten.
Ich hatte eine gute Erfahrung mit der Installation von ChromeOS Flex und würde das gerne aktiv weiterempfehlen.
Schade nur, dass die offizielle Anleitung (https://support.google.com/chromeosflex/answer/11552529) etwas anfängerfreundlicher sein könnte.
Zum Beispiel funktionierte auf einem Dell E7270 der Soundtreiber nicht.
Außerdem ist die Nutzung des Chrome-Browsers Pflicht.
Ich persönlich finde, dass die UX/UI moderner Browser die Nutzer nicht gerade schont.
Mich stört besonders, dass Chrome die Option für dauerhaft sichtbare Scrollbalken entfernt hat.
Ich möchte darauf hinweisen, dass dieser Link in den letzten zwei Monaten wiederholt gepostet wurde.
https://hn.algolia.com/?q=https%3A%2F%2Fendof10.org%2F
Dieser Beitrag ist allerdings der erste, der eine größere Debatte ausgelöst hat.
Da es sich nicht um Eigenwerbung handelt und verschiedene Nutzer ihn posten, scheint angemessenes Reposting hier kein Problem zu sein.
Ich glaube nicht, dass sich Linux auf dem Desktop allein aus der Graswurzelbewegung heraus verbreiten wird.
Eine realistisch erfolgversprechende Strategie wäre eher, wie Valve Geräte mit vorinstalliertem Linux zu verbreiten.
Es ist eine nüchterne Einschätzung, dass man Microsofts erzwungene Bündelungsstrategie nicht von unten her leicht aufbrechen kann.
Ich finde, die Warnung „Ab diesem Punkt werden alle Daten auf dem Computer gelöscht, sichern Sie daher unbedingt wichtige Dateien“ sollte viel stärker hervorgehoben werden.
Gerade für normale Nutzer wäre es gut, wenn es wenigstens eine Möglichkeit gäbe, etwa den Dokumente-Ordner zu erhalten, aber ich frage mich, ob das wegen des Dateisystems schwierig ist.
Natürlich weiß ich, dass ein Backup auf externe Laufwerke oder Speichersticks technisch möglich ist, aber aus Sicht gewöhnlicher Nutzer stellt sich das anders dar.
Es gibt verschiedene Wege, zum Beispiel die NTFS-Partition beizubehalten, sie zu verkleinern und die Daten separat zu kopieren.
Wenn genügend zusammenhängender freier Speicherplatz für die Linux-Installation vorhanden ist, ist das machbar.
Linux muss auf einem Dateisystem installiert werden, das POSIX-Berechtigungen unterstützt.
Wenn NTFS das ganze Laufwerk belegt, gibt es keinen Platz für die Installation.
Das Szenario, nur den Dokumente-Ordner innerhalb desselben Laufwerks zu kopieren, lässt sich wegen Platzbedarf und Struktur nicht stabil oder sicher umsetzen.
Mit Behelfslösungen wie RAM-Disks als temporärem Speicher kommt man ebenfalls nicht weit.
Kurz gesagt: Technisch ließe sich auch ein internes Kopieren automatisieren, aber die Zuverlässigkeit wäre nicht garantiert, weshalb man so etwas schwerlich auch nur als versteckte Option anbieten kann.
Schon bei ein paar Gigabyte wird es schwierig.
Wenn es wirklich sicher sein soll, führt ohnehin kein Weg an einem externen Backup vorbei; deshalb ist es in der Praxis die einzige realistische Methode, dass Nutzer manuell sichern und die Daten später neu übernehmen.
Technisch wäre es eigentlich möglich, vorhandene Dokumente-Ordner automatisch zu kopieren, per Dual-Boot gleichzeitigen Zugriff zu ermöglichen und später, wenn man sich eingewöhnt hat, sogar das Löschen der Windows-Partition zu unterstützen.
Wenn der Installer solche Optionen nur hinzufügen würde, könnte das eine ganz neue Erfahrung ermöglichen.
Über mehrere Jahre hinweg bin ich bei jedem Versuch mit verschiedenen Linux-Distributionen immer wieder auf kleine Hindernisse gestoßen.
Ich bin Softwareingenieur mit Hintergrund als Systemadministrator, und selbst mir fällt es schwer, mir vorzustellen, wie mühsam das für normale Nutzer sein muss.
Ein paar konkrete aktuelle Beispiele:
Teams-Bildschirmfreigabe: Alles war mit einem gausschen Weichzeichner überzogen.
Nvidia: Screen Tearing ließ sich nicht beheben, obwohl ich mehrere Anleitungen gelesen und die Treiber wiederholt installiert habe.
Office: LibreOffice hat meine Office-Dokumente komplett ruiniert, mit Formatierungsproblemen und kaputten Funktionen.
Medien: Multimedia, das unter Windows perfekt funktioniert, macht unter Linux häufig Probleme.
Vor etwa 20 Jahren machte es noch Spaß, solche Unannehmlichkeiten als Herausforderung zu überwinden.
Heute fehlt mir dafür Zeit und Energie, und ich fühle mich stärker zu einem Betriebssystem hingezogen, das „einfach funktioniert“.
Wenn ich Linux brauche, reicht mir mit WSL inzwischen oft schon ein ausreichend ähnliches Erlebnis.
Am Anfang ist der Installationsprozess schwierig, aber gerade das führt zu echtem Verständnis dafür, wie Linux funktioniert, und zu besserer Problemlösungskompetenz.
Ich kann den Witz eines Freundes nachvollziehen: „Man wird irgendwann müde von den Renovierungskosten für ein Haus, bei dem beim Tapezieren überall neue Probleme auftauchen.“
Bei Arch startet man praktisch ohne Funktionen und baut alles selbst Stück für Stück auf, wodurch man die Ursachen einzelner Probleme sehr genau versteht.
Mein aktuelles Arch-System ist deshalb das stabilste und langlebigste Umfeld, das ich in den letzten acht Jahren genutzt habe, und bis auf zwei Ausnahmen lief es ohne Eingriffe zuverlässig.
Auch Probleme wie
adboder das Erkennen externer USB-Festplatten lösen sich sofort, wenn ich einfach in Arch boote.Allerdings funktioniert auch Windows 10 überraschend oft „einfach so“.
Das offizielle Arch-Wiki bietet so viele Informationen, Tipps und praktische Lösungen, dass eigentlich alle Linux-Nutzer davon profitieren können.
In meiner Region sind die Preise für gebrauchte Hardware spürbar gestiegen.
Leider werden Geräte, die praktisch nur für Windows 10 geeignet sind, derzeit nicht billig weiterverkauft, sondern offenbar eher entsorgt.
Mit der Verbreitung von Smartphones ist sogar der Kreislauf für die Wiederverwertung von Elektroschrott unterbrochen worden.
Die meisten Menschen, die ich kenne, sind seit der Windows-7-Generation von Laptops, spätestens aber seit Windows 10, vollständig auf Smartphones oder Tablets umgestiegen.
Solche Geräte sind oft in keinem guten Zustand und landen deshalb gar nicht erst auf dem Gebrauchtmarkt; früher hat man teure Tower-PCs noch weiterverkauft, heute sind Geräte dünn und fragil und werden einfach für den Fall der Fälle zu Hause liegengelassen.
Gut möglich, dass der Großteil älterer Hardware inzwischen tatsächlich für neue Zwecke weiterverwendet wird.
Sowohl Nachfrage- als auch Angebotskurven sind in eine turbulente Phase eingetreten, und früher war das Angebot stets ein wenig schneller, sodass Computerleistung mit der Zeit zwangsläufig billiger wurde.
Heute wächst die Nachfrage schneller, weshalb die Hardwarepreise selbst mit der Zeit weiter steigen.
Dazu kommen Engpässe bei High-End-Servern und GPUs, und mehr Menschen halten an ihrer vorhandenen Ausrüstung länger und bewusster fest.