New Yorker Comptroller Brad Lander im Einwanderungsgericht von maskierten Bundesbeamten festgenommen
(thecity.nyc)- New Yorks Comptroller Brad Lander wurde im Einwanderungsgericht in Manhattan von maskierten Bundesbeamten festgenommen.
- Lander wurde festgenommen, als er gemeinsam mit dem Einwanderer Edgardo den Gerichtssaal verließ, und nach vier Stunden durch das Eingreifen der New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul ohne Anklage wieder freigelassen.
- Bundesbehörden behaupteten, Lander habe sich der Körperverletzung an Bundesbeamten und der Behinderung einer Amtshandlung schuldig gemacht, doch Aufnahmen vom Ort zeigen keine Gewaltszene.
- Die Festnahme von Lander löste politische Kontroversen aus, und zahlreiche gewählte Amtsträger sowie Kandidaten forderten seine sofortige Freilassung.
- Lander betonte, sein Verhalten sei keine politische Inszenierung gewesen, sondern er habe sich im Gericht aufgehalten, um die Rechte von New Yorkern und Einwanderern zu verteidigen.
Überblick über den Festnahmefall von Brad Lander im Einwanderungsgericht
Brad Lander, Comptroller von New York City und Kandidat für das Amt des nächsten Bürgermeisters, wurde am 17. Juni 2025 im Einwanderungsgericht in 26 Federal Plaza in Lower Manhattan von Bundesbeamten festgenommen. Der Vorfall ereignete sich, als er den Einwanderer Edgardo bis zum Ausgang des Gerichts begleitete; dabei hakte sich Lander vor Ort bei Edgardo unter und weigerte sich, der Aufforderung der Beamten nachzukommen, auseinanderzugehen.
Situation vor Ort und Reaktion der Bundesbeamten
- Maskierte Bundesbeamte warteten im Inneren des Einwanderungsgerichts und drängten die Menge zurück, als Edgardo und Lander den Gerichtssaal verließen, bevor sie Lander festnahmen.
- Lander forderte vor Ort wiederholt die Vorlage eines richterlichen Haftbefehls, doch die Beamten legten ihm Handschellen an.
- Laut Reportern von The CITY wurde aufgezeichnet, wie ein Bundesbeamter sagte: "Sollen wir den Comptroller festnehmen?"
Reaktionen der Bundesregierung und der Politik
- Das DHS (US-Heimatschutzministerium) erklärte, Lander sei wegen Behinderung einer Amtshandlung und Körperverletzung festgenommen worden, und betonte, "niemand stehe über dem Gesetz".
- In einem offiziellen Social-Media-Post des DHS hieß es zudem, es sei falsch, wenn "Politiker auf virale Momente aus seien und damit die Sicherheit der Strafverfolgung gefährden".
- Auf den Aufnahmen vom Ort ist zu sehen, dass Lander sich an Edgardo festhält, ein direkter Hinweis auf eine Gewalttat ist jedoch nicht erkennbar.
Freilassung und politische Folgen
- Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul reagierte sofort und nannte den Vorfall "absurd". Sie fuhr persönlich zum 26 Federal Plaza, sprach Lander Familie Mut zu, verhandelte rund eine Stunde mit ICE-Beamten und erreichte schließlich Landers Freilassung.
- Nach seiner Freilassung traf Lander in Foley Square Unterstützer und betonte: "Ich kann rechtsstaatliche Verfahren und den Schutz meiner Rechte einfordern, aber Edgardo kann das in der Realität nicht."
- Viele gewählte Amtsträger und Bürgermeisterkandidaten forderten seine sofortige Freilassung. Auf die Frage, ob es sich um einen "politischen Stunt" gehandelt habe, entgegnete er, er habe nicht erwartet, an diesem Tag festgenommen zu werden, sondern habe lediglich einem Einwanderer helfen wollen.
Jüngste ähnliche Fälle und Kontext
- In jüngster Zeit wurden unter Führung der Trump-Regierung mehrere gewählte demokratische Amtsträger, die sich besonders für Einwanderer eingesetzt hatten, nacheinander mit harten Maßnahmen konfrontiert.
- Senator Alex Padilla (Demokrat, Kalifornien) wurde festgenommen, als er der Heimatschutzministerin Fragen stellte.
- Die Kongressabgeordnete LaMonica McIver aus New Jersey wurde ebenfalls auf Bundesebene angeklagt, nachdem sie eine Einrichtung zur Unterbringung von Einwanderern besucht hatte.
- Auch der Bürgermeister von Newark, Ras Baraka, war in einen ähnlichen Fall verwickelt und angeklagt worden, die Anklage wurde jedoch von einem Richter fallengelassen.
Landers Botschaft und künftige Streitpunkte
- Obwohl die demokratische Vorwahl bevorsteht, erklärte Lander, "in diesem Moment ist es am wichtigsten, die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen".
- Er betonte außerdem, es sei bedeutsam, "anders als Andrew Cuomo tatsächlich vor Ort zu sein und zu zeigen, dass man Menschen schützt".
- Der Fall hinterlässt zahlreiche Streitpunkte, darunter den Konflikt zwischen New York City und der Bundesregierung über die Festnahme von Einwanderern und ihren Unterstützern sowie die politischen Implikationen für die kommende Bürgermeisterwahl.
Verwandte Festnahmen in Einwanderungsgerichten
- Fälle, in denen maskierte Bundesbeamte in Einwanderungsgerichten in Manhattan Einwanderer und Beobachter festnehmen, nehmen zu.
- Im Mai 2025 wurden mehr als 20 Personen festgenommen, darunter Beobachter wie Geistliche, in der Lobby des Gerichts und außerhalb des Gebäudes.
- Am 29. Mai 2025 kam es in einem nahegelegenen Gericht zu mehr als sieben Festnahmen von Einwanderern an einem einzigen Tag, was die Linie der Trump-Regierung zu "Gerichtsrazzien" bestätigt.
Dieser Fall macht konkret sichtbar, wie sich die jüngst verschärfte Einwanderungspolitik des Bundes auswirkt, wie New York City und Politiker darauf reagieren und welche zentralen Fragen sich rund um Bürgerrechte und die Gewährleistung rechtsstaatlicher Verfahren stellen.
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