3 Punkte von GN⁺ 2025-01-18 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Wird die Welt unversicherbar?

  • Unversicherbarkeit: Aus der Perspektive eines Hauseigentümers, nicht eines Versicherungsexperten, wird die Frage aufgeworfen, ob die Welt zu einem Ort wird, den man nicht mehr versichern kann. Durch den jüngsten Klimawandel häufen sich Fälle, in denen Versicherer sich aus bestimmten Regionen zurückziehen oder die Prämien erhöhen.

  • Grenzen politischer Lösungen: Viele Probleme werden mit politischen Lösungen angegangen, doch Unversicherbarkeit ist ein Problem, das sich weder politisch noch technologisch lösen lässt. So ist es im Bundesstaat Kalifornien Versicherern zwar verboten, Policen in Brandgebieten zu kündigen, aber das beseitigt das grundlegende Problem nicht.

  • Der Versicherer letzter Instanz: Es gibt Versuche, Bundesstaaten oder die Bundesregierung als Versicherer letzter Instanz einzusetzen, doch das ist finanziell nicht nachhaltig. So steckt etwa Kaliforniens FAIR-Plan bereits in einer finanziellen Krise.

  • Historische Beispiele: Die Auswirkungen des Klimawandels auf Zivilisationen sind nichts Neues. Schon im 17. Jahrhundert und in den Krisenzeiten des Römischen Reiches führte Klimawandel zu sozialer Instabilität.

  • Die Illusion unendlicher Ressourcen: Die moderne Gesellschaft ist von der Illusion unendlicher Ressourcen und technologischer Lösungen gefangen. Doch die Natur hat Grenzen, und diese Grenzen zeigen sich als wirtschaftliche Grenzen.

  • Verlagerung von Risiken: Risiken verschwinden nicht, sondern verlagern sich auf das gesamte System. Die Risiken der Finanzkrise von 2008 wurden auf das gesamte System übertragen, und das wirkt bis heute nach.

  • Zwei Aspekte der Unversicherbarkeit: Erstens ist es wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, den gegenwärtigen Zustand aufrechtzuerhalten, und zweitens sind die Ressourcen und Produkte, die wir für selbstverständlich halten, nicht garantiert.

  • Fazit: Die Welt wird unversicherbar, und das ist ein Problem, das sich weder mit politischen noch mit technologischen Mitteln lösen lässt. Während sich die Risiken auf das gesamte System verlagern, wird dies letztlich den Kollaps beschleunigen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-01-18
Hacker-News-Kommentare
  • Ein US-Amerikaner, der in einer Region mit vielen Naturkatastrophen lebt, merkt an, dass nicht die ganze Welt unversicherbar werde. Gebäude müssten robuster werden.

    • Chicago verbot nach dem Großen Brand Holzbauten und setzte auf Ziegelbauten.
    • Ziegel sind anfällig für Erdbeben und benötigen Stahlverstärkung.
    • Er selbst lebt in einem Haus aus mit Stahlbeton verstärkten Blöcken, das das Erdbeben von 1989 unbeschadet überstanden hat.
  • Wenn der Staat Preisobergrenzen festlegt, ziehen sich Versicherungsunternehmen zurück; das ist in Kalifornien und Florida bereits geschehen.

    • Würde der freie Markt normal funktionieren, wären die Versicherungsprämien in Risikogebieten sehr hoch.
    • Es ist irrational, weiterhin Häuser in Risikogebieten zu bauen.
  • Der ehemalige CEO von AXA warnte, dass die Welt bei einem Temperaturanstieg um 4 °C unversicherbar werde.

    • Klimaprognosen sind meist optimistisch und liegen nicht immer richtig.
  • Zustimmung zu der Meinung, dass es neue Lösungen für neue Probleme geben sollte.

    • In Hochrisikogebieten keine Versicherung anbieten.
    • Entwicklung von Technologien zur Meerwasserentsalzung im großen Maßstab notwendig.
    • Brandschneisen bzw. Abstandsflächen einrichten, um Feuer einzudämmen.
    • Mit hoch feuerbeständigen Materialien bauen.
    • Menschen in Risikogebieten die Kosten tragen lassen oder sie zum Umzug in sichere Gebiete bewegen.
  • Jemand aus Nordtexas erwähnt, dass die Prämien für Auto- und Wohngebäudeversicherung gestiegen sind.

    • Die Autoversicherung kostet $2,200 für 6 Monate, die Wohngebäudeversicherung $4,800 pro Jahr.
    • Der Versicherer bietet nicht die Möglichkeit, eine niedrige Selbstbeteiligung für Hagel- und Windschäden zu wählen.
  • Die Ansicht, dass technologische Veränderungen und Anpassung Probleme immer gelöst haben und es diesmal nicht anders sein werde.

    • Das Problem in Kalifornien ist nicht der Versicherungspreis, sondern die Verfügbarkeit.
    • Bei fairer Preisgestaltung könnte der Markt Menschen aus Risikogebieten verdrängen.
  • Durch den Klimawandel könnten Ereignisse, die nur einmal in 100 Jahren auftreten, häufiger werden; um darauf vorbereitet zu sein, sind ein Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur und zusätzliche Kosten nötig.

    • Zum Beispiel könnte in Frankreich der Einbau von Entwässerungssystemen nötig sein.
  • Die Meinung, dass ein mangelndes Verständnis grundlegender Wirtschaftslehre das Problem sei.

    • Wenn Preise nicht korrekt festgesetzt werden, entsteht Chaos.
    • Staatliche Preiskontrollen lösen das Problem nicht, sondern verschlimmern es.
  • In einem Viertel von NYC schließen Geschäfte, wobei steigende Versicherungskosten als einer der Gründe genannt werden.

    • Obwohl es sich nicht um ein Überschwemmungsgebiet handelt, steigen die Versicherungsprämien.