- Xerox Holdings Corporation hat am 23. Dezember 2024 vereinbart, Lexmark International für 1,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen.
- Diese Übernahme soll das Xerox-Druckportfolio stärken und das globale Druck- und Managed-Print-Services-Geschäft für hybride Arbeitsumgebungen ausbauen.
- Lexmark ist ein führendes Unternehmen mit innovativen Imaging-Lösungen und -Technologien und verfügt über eine Spitzenlinie bei Druckern und Multifunktionsdruckern.
- Durch die Kombination der Xerox-ConnectKey®-Technologie mit hochwertigen Druck- und Digitaldiensten wird erwartet, den Kunden und Partnern einen größeren Mehrwert zu bieten.
- Die Transaktion soll nach Genehmigung durch die Regulierungsbehörden und dem Erfüllungsstand anderer Closing-Bedingungen in der zweiten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen werden; bis dahin betreiben beide Unternehmen ihre Geschäfte eigenständig.
Strategische Gründe für die Fusion
- Xerox und Lexmark sind operativ komplementär und bilden als Anbieter von Druckgeräten und Managed-Services ein umfassendes Portfolio, das alle Regionen und Kundensegmente weltweit abdecken kann.
- Lexmark ist führend im Markt für A4-Farbtechnik und Verbrauchsmaterialien und hat die Möglichkeit, die OEM-Plattform in der A3-Gerätekategorie auszuweiten.
- Nach der Fusion kann Xerox durch ein umfassenderes Produktportfolio mehr Wert schaffen und Chancen erhöhen, digitale Dienste und IT-Lösungen stärker zu verzahnen.
Transaktionsdetails
- Xerox beabsichtigt, den Erwerb über eine Finanzierung aus Bargeld und Verbindlichkeiten zu stemmen und die jährliche Dividende je Aktie von 1 US-Dollar auf 50 Cent zu senken, um die Schulden zu reduzieren.
- Durch den Erwerb wird erwartet, dass Xerox seine Wettbewerbsfähigkeit im A4-Farbmarkt stärkt und seine Präsenz auf globalen Märkten einschließlich APAC ausweitet.
- Außerdem erwartet Xerox, innerhalb von zwei Jahren Kostensynergien von über 200 Millionen US-Dollar zu realisieren.
Synergien und Wachstumschancen
- Die Kombination von Xerox und Lexmark soll zu einer vertikalen Integration in den Bereichen Herstellung, Vertrieb sowie Bereitstellung von Druckgeräten und Managed-Print-Services führen.
- Dadurch soll ein ausgewogenes Portfolio an Druck- und Druckservices für alle Regionen und Kundensegmente bereitgestellt werden können.
- Ebenso soll sich das Wachstumspotenzial im Bereich digitaler Dienste und IT-Lösungen verbessern, so dass den Kunden ein umfassenderes Produkt- und Leistungsangebot geboten werden kann.
Ausblick
- Xerox plant, durch diese Übernahme langfristiges Gewinnwachstum und eine verbesserte Kundendienstqualität voranzutreiben und einen Beitrag zur Entwicklung der Druckindustrie zu leisten.
- Lexmarks CEO Allen Waugerman sagte, dass durch die Kombination mit Xerox ein breiterer Markt erreicht und ein gestärktes Portfolio angeboten werden kann.
- Die beiden Unternehmen sollen auf Basis gemeinsamer Werte und Visionen ihre operative Effizienz steigern und die Geschäftsbeziehungen zu Kunden weiter verbessern.
Xerox und Lexmark
- Xerox ist seit über 100 Jahren ein führender Anbieter von Büro- und Produktionsdrucktechnologien und erweitert dieses Portfolio durch Software und Services, um hybride Arbeitsumgebungen zu unterstützen.
- Lexmark unterstützt Unternehmen mit cloudbasierter Imaging- und IoT-Technologie dabei, ihre Geschäftsergebnisse schneller zu erreichen.
1 Kommentare
Hacker News Kommentar
Die strategische Passung von Xerox und Lexmark deutet darauf hin, dass sich die Geschäftsmodelle beider Unternehmen ergänzen, und Xerox wird Lexmark wahrscheinlich kurzfristig weitgehend unverändert betreiben. Langfristig hat Xerox mit den Ressourcen gute Chancen, Lexmark zu stärken: Lexmark ist bereits eine etablierte Marke und war bereits Partner/Lieferant von Xerox, außerdem fokussiert das Unternehmen auf Wachstumsbereiche wie IoT und WFA, die Xerox bisher nicht im Fokus hatte.
Lexmark entwickelt cloudbasierte Bild- und IoT-Technologien, die es Kunden weltweit ermöglichen, schneller Geschäftsergebnisse zu erzielen. Durch die Kombination bewährter Technik mit tiefem Branchen-Know-how beschleunigt Lexmark die geschäftliche Transformation und verwandelt Informationen in Erkenntnisse, Daten in Entscheidungen und Analysen in Ausführung.
Lexmark war einmal ein abgespaltenes Unternehmen aus IBMs Drucker- und Keyboard-Geschäft und lieferte die Model-M-Tastatur; später wurde es als Unicomp abgewickelt, die die Produktion noch in Lexington betreibt. Die Model-M-Tastatur fühlt sich mechanisch ausgezeichnet an und ist schwer genug, um nicht leicht über den Schreibtisch zu rutschen.
Beim Reparieren von Lexmark-Druckern bin ich oft auf Fehler durch „PC load letter“ gestoßen, die aus unterschiedlichen Ursachen auftraten. Meist lag es an Staub im Tray, oder ein Klopfen auf die Trommel konnte es beheben. HP-Drucker haben einen noch schlechteren Ruf bei „PC load letter“.
Dank der treiberlosen IPP-Everywhere-Unterstützung von Lexmark habe ich den unkompliziertesten Drucker in der ganzen Reihe. Da Xerox keine IPP-Everywhere-Geräte hat, hoffe ich, dass Lexmark nicht zugrunde geht.
Nach 30 Jahren seit der Ausgliederung von IBM bin ich jetzt wieder bei Xerox gelandet. Ich kann nicht sagen, wie schlecht diese Übernahme ist, da ich Xerox' Entwicklung in den letzten 20 Jahren nicht verfolgt habe.
Ich wusste nicht, dass diese Marke überhaupt noch existiert. Der Titel wirkt wie ein "East India Company übernimmt die Seidenstraße"-Szenario.
Eine schlechte Nachricht für die Lexmark-Belegschaft.
Ich frage mich, ob es Druckerfirmen gibt, die älter als 30 Jahre sind. Warum gibt es keine Start-ups, die Drucker bauen, die Menschen wirklich mögen?
Diese Überschrift wirkt wie aus dem Jahr 1996.