1 Punkte von GN⁺ 2024-12-05 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Ursachen des hohen Wachstums der US-Wirtschaft und ihre Herausforderungen

Das herausragende Wachstum der US-Wirtschaft

  • BIP-Wachstum: Seit der Pandemie 11,4 % Wachstum, IMF-Prognose für 2024 bei 2,8 %
  • Produktivitätslücke:
    • Seit der Finanzkrise 2008–09 um 30 % gestiegen, dreimal so stark wie in der Eurozone und im Vereinigten Königreich
    • Japan und das Vereinigte Königreich verzeichneten in den letzten fünf Jahren nur 3 % BIP-Wachstum
    • Produktivitätswachstum der Eurozone: vor 2007 5,3 % → vor 2019 2,6 % → zuletzt 0,8 %

Technologiegetriebenes Produktivitätswachstum

  • Das Ökosystem des Silicon Valley:
    • Innovations-, Investitions- und Mentoring-Systeme unterstützen Gründungen
    • Starker Anstieg bei AI- und technologieorientierten Investments, die USA vereinen 83 % des weltweiten VC-Investitionsvolumens auf sich
  • Vorsprung in Schlüsselindustrien:
    • Überragende Investitionen in den Bereichen Software und Computer Services
    • Europa fällt in diesem Bereich wegen mangelnder Technologie und Investitionen zurück

Die globale Produktivitätslücke

  • Früheres Wachstum in Europa und Japan:
    • Bis in die 1980er Jahre lag die Produktivität in Europa und Japan vor der der USA, doch seit der ICT-Revolution führen die USA
  • Zu geringe Investitionen:
    • Europa und Japan: mangelnde Verbreitung von Technologie und schwache Investitionen
    • Europäische Union: zu geringe Unterstützung für R&D und Universitäten, übermäßige Regulierung
  • Probleme anderer Länder:
    • Kanada: In 14 von 16 Quartalen rückläufige Produktivität
    • Europa: fragmentierter Markt und konservatives Investitionsumfeld

Faktoren, die den Wachstumsmotor der USA bedrohen

  • Auswirkungen von Trumps Politik:
    • Einwanderungsbeschränkungen, Zollpolitik und Steuersenkungen für Reiche wirken sich langfristig negativ auf die Produktivität aus
    • Eine steigende Bundesverschuldung könnte den Investitionsspielraum schwächen
  • Ausblick:
    • Hohe Zinsen und Inflation könnten Investitionen bremsen

Herausforderungen für die Weltwirtschaft

  • Reaktionsversuche Europas und Japans:
    • Europäische Union: jährlich Investitionen von 800 Milliarden € nötig (4,7 % des BIP)
    • Japan: 13 Milliarden $ Investitionen in Chip-Produktion und AI
    • Vereinigtes Königreich: zusätzliche Investitionen von 100 Milliarden £ zur Steigerung der Produktivität
  • Notwendigkeit zukunftsorientierter Politik:
    • Ausbau der R&D-Investitionen, Deregulierung und stärkere Unterstützung für Universitäten
    • Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Technologie- und Verteidigungsinvestitionen ist nötig

Fazit: Die USA bleiben an der Spitze

  • Stärken der USA:
    • Ein innovationsförderndes Ökosystem und die hohe Risikobereitschaft von Investoren
    • Anhaltender wirtschaftlicher Wohlstand durch Produktivitätsverbesserungen
  • Ausblick auf den globalen Wettbewerb:
    • Die USA dürften auch in zehn Jahren unter den G7-Staaten das schnellste Wachstum verzeichnen
    • Andere Länder könnten wegen hoher wirtschaftlicher Unsicherheit und begrenzter Investitionsmittel zurückfallen

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-12-05
Hacker-News-Meinungen
  • Zu sagen, die Wirtschaft sei stark, ist irreführend. Viele Menschen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck.
  • Einige Unternehmen florieren, aber die Beschäftigten tun es nicht.
  • Laut GDP PPP werden die USA von ihren Konkurrenten überholt. Es wird behauptet, dass China bereits vorne liegt, und Indien sich darauf vorbereitet, sich wirtschaftliche Vorteile zu sichern.
    • Es wird erwartet, dass Asien auf Grundlage historischer Lehren seine Militärmacht ausbauen wird.
    • Im Vergleich zu Europa stehen die USA ordentlich da, aber Europa liegt bei der Wirtschaftskraft hinter China.
  • Vinod Khosla argumentiert, man solle statt des GDP das Gesamteinkommen der unteren 50 % der Bevölkerung messen und die Politik darauf optimieren.
  • Technologie ist das Problem. Das Internet ist global, und der Gewinner kassiert alles. Die globale Wertschöpfung wird am US-Aktienmarkt monetarisiert.
  • Die Staatsverschuldung der USA ist mit 120 % sehr hoch, und das jüngste Wachstum wurde durch diese Schulden angekurbelt.
    • Die USA können Defizite verkraften, aber nicht für immer; irgendwann müssen sie die Ausgaben senken und die Schulden zurückzahlen.
  • In den USA nimmt die Obdachlosigkeit zu, und die Reichen werden reicher, während die Armen ärmer werden.
  • Der US-Markt hat 400 Millionen Englischsprachige und ein einheitliches Rechtssystem, was ihm gegenüber Europa einen großen Vorteil verschafft.
  • Als ich jung war, wollte ich in die USA auswandern, aber heute sind viele kreative Orte verschwunden oder in einem ungesunden Zustand.
    • Langweilige Tech-Unternehmen geben den Ton an und haben oft als Website angefangen.