1 Punkte von GN⁺ 2024-11-18 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Lernen, sich mit Geräuschen zu orientieren

    • Nachdem Daniel Kish sein Augenlicht verloren hatte, lernte er, seine Umgebung wie eine Fledermaus mithilfe von Geräuschen zu erkunden. Er erzeugt mit dem Mund kurze, klare Klicklaute, hört darauf, wie diese von der Umgebung reflektiert werden, und erstellt daraus eine mentale Karte. Diese Technik hilft dabei, Selbstvertrauen und Unabhängigkeit zu stärken.
  • Üben

    • Es wird empfohlen, zunächst aufmerksam darauf zu hören, wie sich Umgebungsgeräusche verändern, noch bevor man selbst Laute erzeugt. Zum Beispiel kann man im Auto ein Fenster öffnen, die Augen schließen und darauf achten, wie sich die Geräusche verändern.
  • Ausrüstung auswählen

    • Für sehende Menschen ist eine Augenbinde sinnvoll. Sie hilft dabei, andere Sinne stärker einzusetzen. Außerdem werden Hilfsmittel wie ein Metalltablett oder eine Schüssel sowie Trekkingstöcke oder ein Stock benötigt.
  • Eine Umgebung wählen

    • Für Anfänger ist es wichtig, einen geeigneten Ort zu wählen, an dem Schall reflektiert werden kann. Zu flache Räume oder Umgebungen, die Schall absorbieren, sollten vermieden werden.
  • Klicklaute üben

    • Ein guter Klicklaut sollte klar und wiederholbar sein. Anfänger können zahnähnliche Klickgeräusche oder die Laute üben, mit denen man jemanden zum Weitermachen antreibt.
  • Mit einfachen Dingen beginnen

    • Man übt, mithilfe von Klicklauten das Vorhandensein, die Richtung und die Entfernung von Objekten zu erkennen. Empfohlen wird, mit einem Partner zu üben, der eine Schüssel oder ein Paddle hält, und dessen Position anhand der Klicklaute zu bestimmen.
  • Sich bewegen

    • Beim Gehen übt man, Unterschiede im Klang wahrzunehmen und Ecken oder offene Türen zu erkennen. Anfangs kann das schwierig sein, aber es ist wichtig, zu üben, ohne sich auf das Sehen zu verlassen.
  • Bei Bedarf pausieren

    • Die Welt auf neue Weise zu erkunden ist spannend, kann aber auch verwirrend sein. Sehende Menschen sollten alle 30 bis 45 Minuten eine Pause machen. Geduld und Übung sind nötig, und dadurch kann man eine neue Wahrnehmung der Welt gewinnen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-11-18
Hacker-News-Kommentare
  • Audio-Mixing-Ingenieure berücksichtigen die Position von Geräuschen im Mix, beginnen mit der Simulation realer Umgebungen und konzentrieren sich dann darauf, die Klänge zu erzeugen, die Menschen erwarten.

    • Zum Beispiel ist bei der Audioarbeit für Filme in einer Szene, in der jemand in einem Zug schreibt, das Stiftgeräusch in Wirklichkeit nicht zu hören, aber die Zuschauer erwarten es.
    • Explosionsgeräusche werden verzerrt, wenn das Mikrofon clippt.
    • Ein einschlägiges Buch dazu ist David Gibsons "The Art of Mixing".
  • "A Sense of the World" ist ein Buch über den blinden James Holman, der die Welt bereiste, und war einer der frühen Innovatoren der Echoortung mit einem Stock.

  • Jemand erfuhr von der menschlichen Fähigkeit zur Echoortung, nachdem er in einem Schwimmbad einen blinden Mann getroffen hatte, der sich frei im Raum bewegte.

  • Schon als Kind konnte man in der Nähe von Wänden anhand von Geräuschen die Größe eines Raums spüren, hatte aber nie versucht, ein direktes reflektiertes "Ping" zu nutzen.

    • Als man erfuhr, dass Menschen Klicklaute zur Echoortung verwenden, wurde es klarer.
  • Die Idee eines Experiments mit einem tragbaren Ultraschallsender, der jede Sekunde einen Puls sendet und über ein Ohrstück hörbare Klänge wiedergibt, ist interessant.

  • Der schwierigste Teil der menschlichen Echoortung ist es, einen klaren Klicklaut zu erzeugen.

    • Den Teil der Verarbeitung von Geräuschen kann das Gehirn leicht übernehmen.
  • Es fehlt an Verständnis für die Genauigkeit, Geschwindigkeit, Umgebungseinflüsse und den Detailgrad der Echoortungsfähigkeit.

    • Es gibt Zweifel, ob sie für den alltäglichen Gebrauch praktisch ist.
  • Die Echoortung von Delfinen liefert eine Informationsmenge, die visuellen Informationen ähnelt, und nutzt die hohe Frequenz von 150 Kilohertz, um die räumliche Auflösung zu erhöhen.

    • Auf Entfernungen von mehr als 100 Metern ist sie weniger wirksam.
  • Verwandte Artikel und Studien:

    • "Humans Can Learn to Echolocate" (Livescience, 2015)
    • "How humans echolocate 'like bats'" (BBC, 2018)
    • "Humans Can Learn How to 'Echolocate' in 10 Weeks, Experiment Shows" (Sciencealert, 2021)
    • "Teach yourself to echolocate" - 106 Kommentare
  • Geteilte Erfahrung, es fälschlich als "Treat yourself to a chocolate" gelesen zu haben